Ultimative Söldner Collection - DVD

DVD Start: 02.12.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 413 min

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Inhalt

Mit dabei DIE WILDGÄNSE KOMMEN - die Mutter aller Söldner Filme jetzt aufwändig restauriert.

Wenn es um Himmelfahrtskommandos geht, bei denen der Einsatz für den winkenden Sold das eigene Leben ist, treten sie in Szene: SÖLDNER. Ein Haufen verwegener Haudegen aus allen Himmelsrichtungen - kampfstarke Veteranen, todesmutig und trinkfest.

Die Spitzenriege aller Söldnerfilme schießt in dieser ultimativen 4-Film-Edition zurück und das in geballter Form: Roger Moore, Richard Burton, Klaus Kinski, Lewis Collins, Richard Harris, Lee Van Cleef, Stewart Granger und Hardy Krüger töten als rechtschaffener Söldnertrupp nach allen Regeln der Kriegskunst.

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DVD Details

Medienanzahl: 4
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
diverse
Untertitel:
diverse
Bildformat: diverse
Bonusmaterial:
4 DVD-Set in hochwertige Metalloptik-Box

DVD und Blu-ray | Ultimative Söldner Collection

DVD
Ultimative Söldner Collection Ultimative Söldner Collection
DVD Start:
02.12.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 413 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Ultimative Söldner Collection

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Machos und blaue Bohnen
Söldnerfilme sind eigentlich kein Subgenre, da viele Kriegsfilme davon leben, das eine kleine Einsatzgruppe einen gefährlichen Auftrag erledigen muss. Sei es nun „Der Adler ist gelandet“, „Die Kanonen von Navarone“, „Das dreckige Dutzend“ oder „Agenten sterben einsam“ und „Der Soldat James Ryan“. Man kann nur eine Geschichte erzählen wenn man Charakteren folgt und deswegen wird das Hauptaugenmerk immer auf eine Gruppe gelegt. Das ist in den Söldnerfilmen nicht anders. Nur das hier kein offizieller Krieg geführt wird. Das ist im Grunde auch schon der einzige Unterschied. Was einen sehr großen Unterschied machen könnte, wäre die moralische Frage, dass hier eine Gruppe von Männern ist, die aus Abenteuerlust und für Geld tötet. Doch in keinem der Filme wird dieses Thema verfolgt.

In dem Klassiker und Gründerfilm des „Subgenres“ „Die Wildgänse kommen“ wird dieses Thema zwar angeschnitten, aber ansonsten nur angekratzt. Richard Burton sagt dazu in seiner Rolle häufiger sinngemäß, dass er in dieser Situation gerade keine Zeit habe darüber zu diskutieren. Und das stimmt ja auch, schließlich legt der Film ein ordentliches Tempo vor und weiß mit seiner Action und seinen Stars, neben Richard Burton noch Roger Moore, Richard Harris, Stewart Granger und Hardy Krüger, zu überzeugen. Der Film ist zwar deutlich in der Tradition von „Das dreckige Dutzend“ und „Die Kanonen von Navarone“ gehalten, aber dennoch ein grundsolider, spannender und gut gespielter Actionklassiker. Ganz seinem Status würdig, wissen die Extras zu punkten. Zum einen ist die technische Ausstattung dieser restaurierten Fassung hervorragend und es gibt satte Extras. Neben dem obligatorischen Trailer gibt es einen Audiokommentar von mehreren damals beteiligten. Leider ist dieser ohne Untertitel und es fällt manchmal schwer zu entscheiden, wer gerade spricht, aber er ist sehr informativ. Das „Making Of“ ist zwar manchmal deckungsgleich mit der Dokumentation, aber beide sind sehr gut geworden. Der Produzent Euan Lloyd hat zwar in Deutschland keinen großen Namen, was so manchen Zuschauer wohl darüber nachdenken lässt, warum er eine eigene Doku bekommt. Aber Lloyd hat einige wichtige Filme produziert und so liefert dieses, durchaus kritische, Portrait einen guten Einblick in das Filmgeschäft. Das Feature „Die Restauration“ zeigt zunächst unbearbeitetes Material des Filmes und dann im Split Screen Verfahren die Unterschiede zur jetziger Qualität. Ohne große Erläuterung spricht das für sich. Eine Trailershow gibt es natürlich auch.

„Codename: Wildgänse“ hat ein ordentliches Bild und einen etwas dumpfen Ton. Inhaltlich ist er ein typisches Relikt des achtziger Jahre Actionfilmes. Stumpf, dumpf und Testosteron geschwängert. Ein Machofilm ohne Story und tiefe Charakterisierungen. Alles ist rein auf die Effekte ausgerichtet und die Action ist recht ansehnlich, wenngleich an zwei Stellen wohl leicht gekürzt. Leider gibt es viele unlogische Elemente und die Story verliert durch die Handlungslücken an Glaubwürdigkeit. Für Nostalgiker und Fans der achtziger aber auf jeden Fall ein Blick wert. Die namhaften Darsteller wie Klaus Kinski, Lee van Cleef und Ernest Borgnine tun da ihr übriges. Lewis Collins tut nicht viel, hinterlässt aber in den sehr guten Extras einen sehr guten Eindruck. Das Interview mit ihm strotzt vor Selbstironie und macht ihn sehr sympathisch. Auch Klaus Kinski ist während des Interviews erstaunlich gut gelaunt und verzichtet auf einen seiner berüchtigten Ausbrüche. In einem weiteren Extra kann man die Filmmusik isoliert anhören, wobei die Musik an sich nichts Besonderes ist. Die Biographien über Lewis Collins, Klaus Kinski, Lee van Cleef und Ernest Borgnine sind leider nur in Texttafeln vorhanden und zudem veraltet, da drei von den Darstellern bereits verstorben sind. Eine Trailershow, zu denen der Filmtrailer gehört, gibt es auch. Dann gibt es noch ein kleines interaktives Spielchen, in dem man seine Söldnerqualitäten testen kann. Leider beginnt es nach Fehlern immer wieder von vorne und es reagiert nicht sonderlich schnell auf die Tasteneingabe. Trotzdem ganz nett für den kleinen Egoshooter.

Auch „Der Commander“ hat ein gutes Bild und einen guten Ton, aber als Extras leider nur die Filmografien von Lewis Collins und Lee van Cleef. Der Film ist auch sehr typisch für die achtziger. Die Action ist ziemlich naiv und merkwürdigerweise bluten die Verletzten und Toten selten. Die Sprüche wechseln zwischen markig und Möchtegernlustig. Das ist alles nicht so besonders. Zudem ähnelt er sehr dem Film „Geheimcode Wildgänse“: ähnliche Story, stellenweise die gleichen Schauspieler, dieselben Kulissen und dieselben Explosionen. Aber die Action ist recht ordentlich und besser als in „Geheimcode“. Gut, es kommen viele Fehler vor. Wie können die Söldner überhaupt treffen, wenn sie nie das Gewehr ruhig halten? Wie können Personen sich in einem Fahrstuhl befinden, wenn sie zwei Sekunden vorher noch außen waren und der Fahrstuhl im Bildhintergrund sich bereits in Bewegung befand? Das sind nur zwei kleine Beispiele. Ansonsten gilt: Hirn aus und sich an den Pyrotechnischen Tricks erfreuen.

Nach den ersten zwei schlechten Filmen, befürchtete ich das schlimmste bei „Commando Leopard“ und wurde positiv überrascht. Das Bild und der Ton sind gut. Waren die ersten beiden Filme desselben schweizerischen Produzenten noch Billigware, ist hier ordentlich Aufwand betreiben worden. Eine Story wurde gar nicht erst in Gang gesetzt, sondern es ist Action pur. Und die ist aufwändig, spektakulär und hart. Die Bösen sind wirklich böse und es werden unschuldige Dorfbewohner lebendig verbrannt und ein ganzes Passagierflugzug mitsamt Insassen einem anderen Ziel geopfert. Der Film ist in diesen Aspekten sehr zynisch, aber die Action kann sich durchaus sehen lassen. Stellenweise wird der Einfluss des Italowestern sehr deutlich. Der italienische Regisseur Anthony Dawson hatte schließlich auch einige gedreht und Klaus Kinski hat da auch viele Erfahrungen. Stellenweise erinnert das südamerikanische Land auch mehr an Mexiko und die Charakterisierungen der Figuren kommen aus dem Setzkasten. Aber das ist eigentlich alles nicht so wild, denn das einzige was hier zählt, ist die Action. Auf einer Extradisk gibt es ein langes und interessantes Making Of, welches erfreulicherweise nicht nur die übliche PR enthält, sondern auch Konflikte benennt. Kein Wunder, schließlich spielt Klaus Kinski mit.

Eine sehr durchwachsene Box. Ein großer Klassiker, zwei billige C-Filme und eine Überraschung mit ebenso durchwachsender technischer Ausstattung und Bonusmaterial. Die Box kann als Beispiel dafür dienen, wie ein Genre verkommen kann. Die Action ist aber stellenweise sehr gut und so ist die Box vor allem für Achtziger-Jahre-Nostalgiker und Kriegsfilmfans geeignet.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite