UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung - DVD

DVD Start: 01.07.2016
FSK: ab 12 - Laufzeit: 97 min

UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Tagträumer George Newman hält es nie lange bei einem Job – seine sprudelnde Fantasie kommt ihm immer wieder in die Quere. Eines Tages heuert ihn sein Onkel an, den maroden Fernsehsender Kanal 62 zu übernehmen. George geht mit einem bizarren Programm – mit fliegenden Pudeln und Fischverlosungen – auf Sendung. Und prompt steigen die Quoten! Das gefällt dem Boss des mächtigen Konkurrenzsenders Kanal 8 überhaupt nicht. Mit allen Mitteln sabotiert er die aufstrebende TV-Station. Klar, dass die durchgeknallte Kanal-62-Crew sich das nicht gefallen lässt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit ‚Weird Al‘, Hinter den Kulissen, Entfallene Szenen, Musikvideo zum Titelsong „UHF“, Originaltrailer, Originalteaser

DVD und Blu-ray | UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung

DVD
UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung
DVD Start:
01.07.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung (2-Disc Limited Collectors Edition) UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung (2-Disc Limited Collectors Edition)
Blu-ray Start:
01.07.2016
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

DVD Kritik - UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 7/10


Als Tagträumer George Newman („Weird Al“ Yankovic) zusammen mit seinem Kumpel Bob (David Bowe) gefeuert wird, ist er völlig ahnungslos, was seine Zukunftspläne betrifft und kriegt dadurch auch Probleme mit seiner Freundin Teri (Victoria Jackson). Als Georges Onkel Harvey (Stanley Brock) bei einem Kartenspiel den heruntergekommenen Sender Kanal 62 gewinnt, erhält George die Chance, sich dort zu verwirklichen. UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung SzenenbildNach anfänglichen Startschwierigkeiten gelingt es ihm mit dem Hausmeister Stanley Spadowski (Michael Richards) als Moderator, Kanal 62 zu ungeahnten Höhen zu verhelfen. Dieser unerwartete Erfolg bleibt auch Georges Konkurrenz von Kanal 8 nicht verborgen, woraufhin er sich gegen die Machenschaften des skrupellosen Senderchefs R. J. Fletcher (Kevin McCarthy) zur Wehr setzen muss.

„UHF“ besitzt eine sympathische Grundidee, denn welches Fernsehkind hat nicht schon mal davon geträumt, einen Fernsehsender zu besitzen, Formate nach seinen Vorstellungen zu gestalten und dabei die eigenen Fantasien zu realisieren?
Eine Vorstellung, welche der Komiker und Musiker „Weird Al“ Yankovic zusammen mit seinem Manager Jay Levey als Vorlage für ihren Film nehmen und dabei die Geschichte vom erfolglosen Tagträumer erzählen, der die Gelegenheit bekommt, sich zu verwirklichen, während er sich gegen die unmenschliche Konkurrenz durchsetzen muss.

Die beiden Drehbuchautoren nutzen „UHF“ und den Kanal 62 dabei als Vehikel innerhalb der Handlung, um all ihrem Wahnsinn und ihren Ideen in Form von zahlreiche Sketchen freien Lauf zu lassen und in den Film einzubauen, ohne dass sie zwangsläufig direkt mit der Geschichte von George Newman und seinen Kampf um den Erfolg seines Senders zu tun haben müssen. UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung SzenenbildSie werden als eingestreute, exemplarische Ausschnitte aus dem Programm von Kanal 62 verwendet und funktionieren somit nicht nur als einzelne, losgelöste Gags, sondern geben dem Zuschauer auch ein Gefühl dafür, wie Hauptfigur George Newman seine absurden Fantasien für die Gestaltung seines Sendeprogramms nutzt.
So wie der Kanal 62 ein Spielplatz für Georges Fantastereien ist, so ist das Programm des Senders auch eine Steilvorlage für die Autoren des Films.

Seinen Humor und seinen Charme generiert „UHF“ durch seine überzeichneten, bewusst billigen Effekte, seine Anspielungen auf andere Filme und seinen überbordenden Wahnsinn.
Selbiges gilt für Kanal 62, der ebenfalls mit amateurhaftem Charme, aber mit viel Begeisterung mit Leben gefüllt wird und in dem Laien ihre eigenen Fernsehsendungen bekommen. So moderiert bspw. ein Kampfkunstlehrer eine Game-Show, in der Fische verlost werden. Gleichzeitig verweist „UHF“ häufig auf die damalige Filmlandschaft. Es werden Schlüsselszenen von Filmen parodierend nachgespielt oder Zitate eingebaut. Teilweise werden aber auch Sketche abgefeuert, in denen bspw. die Hauptfigur eines bestimmten Films in einen neuen Kontext gesetzt wird. Zum Beispiel beginnt der Film mit einer Persiflage zu „Jäger des verlorenen Schatzes“, bringt an späterer Stelle ein Zitat aus „Shining“ und „Network“, während auf Kanal 62 aus „Conan, der Barbar“ „Conan, der Bibliothekar“ gemacht wird. Bedauerlicherweise sind nicht immer alle Anspielungen gelungen. Manche von ihnen wirken fehlplatziert oder spontan eingestreut, ohne dass sie zur Situation passen.
UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung Szenenbild Da „Weird Al“ Yankovic für seine Parodien von Songs und Musikvideos bekannt ist, darf das auch in „UHF“ nicht fehlen, wobei er den Song „Money for Nothing“ von Dire Straits mitsamt Musikvideo auf die Schippe nimmt.

Unter den Nebendarstellern ist Kevin McCarthy als Bösewicht ein Gewinn für den Film. Er spielt seine Figur des rücksichtslosen Chefs der Konkurrenz so überzogen böse und cholerisch, dass man über ihn wie über eine Karikatur lachen kann. Gleichzeitig scheint man McCarthy anzusehen, dass er bei seinem übertriebenen Schauspiel eine diebische Freude verspürt.
Zu weiteren Nebendarstellern zählt Fran Drescher, die hier als Sekretärin und Nachrichtenmoderatorin zu sehen ist, bevor sie in der Sitcom „Die Nanny“ die Hauptrolle spielen sollte.
Ebenso kam Michael Richards später als Kramer in der Serie „Seinfeld“ zu Ruhm, der hier als Stan Spadowski eine tragende Rolle im Film spielt. Dieser steigt vom Hausmeister der Konkurrenz zum Star von Georges Sender auf, ist zwar sympathisch und gutmütig, driftet aber mit seiner plumpen und hyperaktiven Art für den Zuschauer oft auch ins Nervige ab.

Die Bild-, Farb- und Tonqualität ist gemessen an den Qualitätsverhältnissen einer DVD gut.
UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung Szenenbild Zum Bonus-Material zählen u. a. Trailer zu „Die BMX-Bande“, „Fanboys“, „Four Lions“ und „Teuflisch“ sowie ein Teaser zu „UHF“. Der Audiokommentar von „Weird Al“ Yankovic und Jay Levey sorgt während man den Film guckt für weitere Lacher.
Ein Musikvideo von Yankovich zum Titelsong „UHF“ befindet sich ebenfalls auf der Disc und ahmt entsprechend der Tradition seiner Song-Parodien diverse Musikvideos nach.
Ein besonders interessantes Extra ist die Präsentation der entfallenen Szenen. Hier sieht man „Weird Al“, wie er die vielen, kurzen entfallenen Szenen selbstironisch anmoderiert und sich nachdem sie abgespielt wurden, über sie lustig macht. Ein gelungenes Video, das etwa 20 Minuten dauert und einen kreativer Weg darstellt, aus dem typischen „Entfallene Szenen“-Extra eine unterhaltsame und witzige Nummernrevue zu machen.
Schließlich gibt es noch ein etwa vierminütiges Video über die Dreharbeiten mit kurzen Interviews, in denen die Schauspieler erneut ihren Humor beweisen.


Fazit:
Man merkt „UHF“ an, dass es ein Leidenschaftsprojekt ist. Es besitzt Charme, Enthusiasmus und viele Ideen, wobei letztere zwar stets absurd, aber damit nicht automatisch immer witzig sind. Zu Beginn und zum Ende folgt Gag auf Gag, doch leider lässt der Humor des Films in der Mitte nach und konzentriert sich mehr auf seine Geschichte Schließlich ist „UHF“ immer dann am stärksten, wenn es sich nicht mit der Handlung befassen muss, sondern einzelne, unabhängige Sketche aufeinanderfolgen lässt und sich voll und ganz seinem Wahnsinn widmet, wie es beim Programm des Senders oder bei Georges Tagträumen der Fall ist.

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by Christoph Fitzon
Bilder © Alive / Capelight Pictures




UHF - Sender mit beschränkter Hoffnung - Trailer