Tutanchamun - Der Fluch des Pharao (2-Disc-Set) - DVD

DVD Start: 09.10.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 164 min

Tutanchamun - Der Fluch des Pharao (2-Disc-Set) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Vor tausenden von Jahren starb König Tutanchamun mit nur neunzehn Jahren im Kampf gegen das Höllenwesen Seth.
Seitdem sind die vier Teile der magischen Smaragdplatte, mit deren Hilfe der Pharao Seths Macht bannte, spurlos verschwunden. Erst dem draufgängerischen Archäologen Danny Freemont ist es gelungen, drei Teile der Platte zu finden. Das vierte Stück soll im verschollenen Grab des Pharao verborgen sein. Doch nicht nur Freemont ist auf der Suche. Eine Geheimgesellschaft von mächtigen Industriellen unterstützt Dannys Kollegen Morgan Sinclair beim Wettlauf um das kostbare Artefakt. Denn wer die vier Stücke der Smaragdplatte wieder zusammenfügt, wird uralte Kräfte entfesseln, die ihm unbegrenzte Macht über die Welt verleihen. Es ist ein Wettlauf um die Zukunft der gesamten Menschheit.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interview mit Malcolm McDowell, Originaltrailer, Trailershow

DVD und Blu-ray | Tutanchamun - Der Fluch des Pharao (2-Disc-Set)

DVD
Tutanchamun - Der Fluch des Pharao (2-Disc-Set) Tutanchamun - Der Fluch des Pharao (2-Disc-Set)
DVD Start:
09.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 164 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Tutanchamun - Der Fluch des Pharao Tutanchamun - Der Fluch des Pharao
Blu-ray Start:
09.10.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 170 min.

DVD Kritik - Tutanchamun - Der Fluch des Pharao (2-Disc-Set)

DVD Wertung:
Film: | 1/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 3/10


„Tutanchamun – Der Fluch des Pharao“ ist eine sehr lustige und eine sehr traurige Angelegenheit. Beides ist aber nicht als Lob gemeint. Traurig ist allein schon die Ausgangslage dieser TV-Mini-Serie, indem sie deutlich „Indiana Jones“ und die „Mumie“ schamlos kopiert und miteinander zu verbinden sucht. Doch aus Caspar Van Dien wird kein charismatischer Darsteller (und nicht einmal ein Darsteller), indem er offenkundig das Kostüm von Harrison Ford kopiert. Angesichts einer solchen Kopie darf man schon sehr skeptisch sein. Der Regisseur Russell Mulcahy ist beileibe kein Unbekannter, schließlich hat er nicht nur „Highlander“ geschaffen und einen Teil der „Resident Evil“-Reihe inszeniert, sondern auch die Verfilmung des „Shadow“ oder den unterschätzten Gangsteractionfilm „Give em Hell, Malone“. Mit dieser TV-Mini-Serie ist er aber auf dem absoluten Karrieretiefpunkt angelangt. Denn es stimmt einfach gar nichts. Und hier kommen wir zu dem lustigen Teil: der Film ist dermaßen trashig, dass man einfach laut lachen muss angesichts der unfreiwilligen Komik und der krampfhaften Bemühungen von Caspar Van Dien zu schauspielern. Das fängt aber schon mit der ersten Szene an, in der unsäglich schlechte PC-Tricks zu sehen sind und ein Darsteller, der, mitten im Kampf!, so beweglich wie eine Marmorstatue ist (und auch eine ebenso beredte Mimik aufweist). Man ist also schon nach den ersten Minuten gewarnt. Und es wird nicht gerade besser. Denn wie so oft später im Film gibt es Logikfehler im Minutentakt. Etwa: wie kann eine seit dreitausend Jahren eingefrorene Tafel mit drei Hammerschlägen aus dem Eis befreit werden? Oder äquivalent dazu später: warum findet man ein seit dreitausend Jahren verschwundenes Grab nur wenige Zentimeter unter dem Wüstensand? Und warum, wenn wir schon dabei sind, ist die Mumienmaske mehrere hundert Meter weit weg zu finden, wenn sie eigentlich das Gesicht der Mumie bedecken sollte? Dazu kommen so sichtbare Pappmaché-Kulissen, die so herzerweichend schlecht fotografiert sind, wie das letztemal in den Sandalenfilmen der 1960er, wenn Herkules deutlich sichtbare Schaumstoffballen durch die Gegend warf. Alle, wirklich alle!, historischen Aspekte sind kompletter Unsinn und total falsch, was jeden Geschichtsinteressierten den Magen umdrehen dürfte. Neben den groben historischen Fehlern steckt der Teufel auch noch im Detail, so etwa gab es die gezeigten Armbanduhren in den 1920ern noch gar nicht. Das ist alles schon Trash pur wozu die schlechten Darsteller passen, obwohl es mit Malcom McDowell ja durchaus einen namhaften Schauspieler gibt. Mit den wenigsten Figuren kann überhaupt etwas angefangen werden und man fragt sich, warum sie da herumstehen. Fatalerweise hat der Film auch keinerlei Dynamik und die Action ist immer schnell vorbei und dazu noch sehr schlecht choreographiert. Einzig die Verfolgungsjagd über die Dächer ist gelungen und das ist auch gleich die einzige gute Szene im gesamten Film. Wer dann dachte, nach der Hälfte wird es mit dem Auftreten der Dämonen besser, der irrt sich aber gewaltig. Denn nun übernimmt oft der PC und das hätte man besser sein lassen sollen. Handgemachte Puppen oder Monster wären ansehnlicher gewesen und die Darsteller hätten nicht starr auf dem Fleck stehen bleiben und dabei wild mit den Armen fuchteln müssen, um nicht die Markierungspunkte der Trickspezialisten zu verpfuschen. Peinlich, peinlich. Was für den gesamten Film gilt. Aber man kann ein Ratespiel daraus machen: da es im Grunde pro Einstellung einen Fehler gibt, kann man gemeinsam mit Freunden wetten, wer den Fehler jeweils als erstes erwischt.

Der Ton und das Bild sind gut. Als Extras gibt es den Trailer und eine Trailershow sowie ein Interview mit Malcom McDowell, der nur aus Spaß an der Sache an dem Film teilgenommen hat. Deswegen sei ihm verziehen.

Peinlich, peinlich. Regisseur Russell Mulcahy auf dem absoluten Tiefpunkt seiner Karriere. Diese TV-Mini-Serie ist so dermaßen in den Sand gesetzt, dass man sich über die verlorene Zeit nur ärgern kann. Schlechte Darsteller, miese Tricks, historischer Unsinn, Logikfehler, Anschlussfehler etc. pp. Hier stimmt einfach überhaupt nichts. Ärgerlich.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment