Tucker & Dale vs. Evil - DVD

DVD Start: 22.07.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 84 min

Tucker & Dale vs. Evil DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

7,99 € jetzt kaufen
7,90 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Jungs aus dem Wald sind etwas anders, und Tucker und Dale geben ein Paradebeispiel dafür: In den abgeschiedenen Wäldern von West Virgina geht man auf die Jagd, zischt ein Bierchen und schwärmt heimlich für unerreichbare Mädchen. Es kommt zum culture clash, als Teenager aus der Großstadt in diese Idylle platzen: Was Tucker und Dale auch anstellen, um sich mit den coolen Kids anzufreunden, es wird fehlinterpretiert. Der Schreck über die Landeier ist groß, Paranoia greift um sich. Und schon bald muss der Geräteschuppen mit allem herhalten, was sich als Waffe verwenden lässt...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow
Filmtrailer
Making-Of

DVD und Blu-ray | Tucker & Dale vs. Evil

DVD
Tucker & Dale vs. Evil Tucker & Dale vs. Evil
DVD Start:
22.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Tucker & Dale vs. Evil Tucker & Dale vs. Evil
Blu-ray Start:
22.07.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

DVD Kritik - Tucker & Dale vs. Evil

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 7/10


Zum Lachen in den Wald
Seit nunmehr 31 Jahren, um genau zu sein seit dem ersten „Freitag der 13.“ Von 1980, ist das Sujet im Horrorfilm sattsam bekannt: eine Gruppe von Collegekids geht campen und sie verlustieren sich mit viel Bier, Drogen und vorehelichen Sex. Aber so fröhlich wird das feiern meist nicht, da ein Mörder um die Ecke kommt und die Kids mit diversen Hieb- und Stichwaffen meuchelt. Meist sind die Bösen, gerade im Backwoodslasher, Einheimische der Landbevölkerung. Mal sind sie mutiert („Wrong Turn“), verstrahlt („The Hills have Eyes“) oder einfach wahnsinnig („Broken“). „Tucker and Dale vs. Evil“ macht jetzt den einfachen Kniff und dreht die Prämisse einfach um. Und das ist ziemlich genial. Die beiden Rednecks, Tucker und Dale, wollen nur Urlaub machen und ihr Ferienhaus renovieren. Sie sind so friedlich, dass sie nicht mal eine Fliege töten könnten und Angeln gilt nur als Vorwand, um noch mehr Bier zu trinken. Sehr friedliebend also. Nur hat diese Gruppe von Collegekids zu viele Horrorfilme gesehen und sieht die beiden als Bedrohung an. Durch eine Reihe von Missverständnissen halten sie Tucker und Dale für Serienmörder und entschließen sich, diese zu bekämpfen. Auf sehr geschickte Art und Weise dreht der Film nicht nur die Ausgangslage um (die Teenies sind nicht sonderlich schlau und auch sonst recht unsympathisch), sondern er liefert in einer äußerst unterhaltsamen Verpackung gerade noch eine kleine Lektion über Missverständnisse, Vorurteile und falsch interpretierter Symbolik. Aber auch die kleine Szene, wo die Gegner sich gegenübersitzen und eine Art Gesprächstherapie machen, ist nicht nur witzig, sondern zeigt auch die Grenzen der Psychologie oder noch besser: der filmdramaturgischen Psychologisierung auf. „Ich bin eine schlechte Therapeutin“, sagt dann auch die Studentin nach dem missglückten Gesprächsversuch (und ein paar Leichen später). In diesem Film wird man schreien. Vor Lachen. Und so verbindet sich auf hervorragende Art und Weise eine geniale Grundidee mit dem Spiel mit Klischees, Missverständnissen aufgrund mangelnder Kommunikation und Genrevorstellungen nicht nur der Zuschauer, sondern auch geschickterweise der Protagonisten selber. Und alles führt zusammen zu einer Katastrophe. Das ist nicht nur intelligent, parodistisch und spannend. Sondern auch blutig und extrem witzig. Sich natürlich der Tradition der filmischen Vorläufer äußerst bewusst, zitiert „Tucker and Dale“ auch munter einige Genrevorläufer. Allein schon die ersten Takte der Filmmusik erinnern an „Freitag der 13.“, die Hütte etwas an „Tanz der Teufel“, das „Texas Chainsaw Massacre“ und „Severance“ sehen auch kurz vorbei. Auch die stimmende Chemie zwischen den Hauptdarstellern und die süße Katrina Bowden können überzeugen. Kurz: ein kurzweiliger, intelligenter, witziger, spannender und blutiger Film. Eine der besten Horrorkomödien überhaupt.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Die Extras können bei diesem erstklassigen Film leider nicht mithalten. Neben einer Trailershow und dem Filmtrailer gibt es zwar ein Making-Of. Aber dieses ist eher eine lange Inhaltsangabe und stellt die Charaktere vor.

Eine der besten Horrorkomödien überhaupt. Ein Lehrstück über Missverständnisse, falsch interpretierter Handlungen und mangelnder Kommunikation. Aber auch ein sehr kurzweiliger, spannender, witziger und blutiger Film. Klasse.

7,90 € jetzt kaufen

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film