Triage - DVD

DVD Start: 25.01.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 95 min

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Inhalt

Die brennenden Krisenherde der Welt sind ihr Zuhause. Wo immer es bewaffnete Auseinandersetzungen gibt, sind die Kriegsfotografen Mark und David mittendrin, um Blutvergießen, Tod und Leid zu dokumentieren. Doch jetzt hat David genug.

Mitten im kurdischen Grenzgebiet kurz vor einer Offensive der Saddam-Truppen lässt er seinen besten Freund Mark stehen. Bald wird sein erstes Baby geboren und David will nur noch nach Hause. Mark bleibt und wird verwundet. Als er endlich wieder in Dublin eintrifft, muss er erfahren, dass von David jedes Lebenszeichen fehlt. Was ist geschehen und was verschweigt Mark, der sich mehr und mehr in sich selbst zurückzieht?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Beim Dreh, Interviews, Deleted Scenes, Originaltrailer, Trailershow

Video on demand - Triage

DVD und Blu-ray | Triage

DVD
Triage Triage
DVD Start:
25.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Triage Triage
Blu-ray Start:
25.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Triage

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Hervorragend gespieltes Psychodrama
Von dem reißerischen Cover sollte man sich nicht ablenken lassen. Geschweige denn fehlleiten lassen. Es handelt sich hier beileibe nicht um einen Actionfilm, sondern um ein Psychodrama. Es kommen zwar einige Actionelemente vor, aber es geht vielmehr um die Symptomatik und die Bewältigung eines Posttraumatischen Stresssyndroms. Und um Schuld. Wer jetzt eher eine Lehrstunde in Psychologie befürchtet, kann beruhigt sein. Denn der Film ist durchaus spannend, da bis zum Ende einige Handlungsfäden offen bleiben. Was einen aber erst recht bei der Stange hält, sind die hervorragenden Darsteller. Colin Farrell in der Hauptrolle ist so gut wie selten. Paz Vega überzeugt schon anhand ihrer starken Ausstrahlung. Und Christopher Lee ist äußerst beeindruckend. Allein diese drei Darsteller lohnen schon den ganzen Film. „Triage“ ist spannend, rätselhaft und auch in den Nebenrollen hervorragend besetzt. Der einzige Nachteil besteht in einer gewissen Diskrepanz zwischen Erzählzeit und der erzählten Zeit. Das was sich in der für den Zuschauer sichtbaren Zeit der Handlung abspielt ist nicht immer deckungsgleich mit dem was im Film gesagt wird. Zum Beispiel scheint in einer Phase des Filmes Colin Farrell längere Zeit im Krankenhaus zu liegen und seine Übungen auch schon seit ein paar Tagen zu Hause zu machen, als erwähnt wird, dass er gerade einmal seit einer Woche zu Hause sei. Das will einfach nicht passen. Auch das seine Verwundung schwer wiegt und lange Zeit braucht, passt nicht dazu, dass er offenbar wieder nach einem Tag laufen kann. Das hat der oscarprämierte Regisseur Danis Tanovic („No Man´s Land“) leider nicht im Griff. Dafür ist aber fast jede Szene symbolisch aufgeladen ohne dass der Zuschauer es auf den ersten Blick merkt. An keiner Stelle kommen Symbole mit dem Holzhammer vor, sondern immer nur versteckt. Allein das lohnt schon ein häufigeres Ansehen. Wie Farrell am Ende bestimmte Farbstreifen in der Hand hat, kommt sehr dezent vor. Vor allem da sie zu Beginn eine so wichtige Bedeutung haben. Auch die bröckelnde Tapete im Bild als Farrell eine Skizze zeichnen soll, zeigt eine sehr dezente, auf das Unterbewusste des Zuschauers zielende, Wirkung. Auch der Rollstuhlwechsel während bei einer Figur die Wehen einsetzen, kann man schon fast übersehen, obwohl es eines der offenkundigsten Symbole ist. Konventionen werden gar ausgehebelt, etwa wenn die Rückblenden den Zuschauer in die Irre führen. Und manche Szenen, vor allem diejenigen in der Erlebnisse als Kriegsfotograf gezeigt werden, sind sehr beeindruckend. Ein rundum stimmiges Psychodrama, das abgesehen von der Erzählzeit in jeder Hinsicht überzeugt.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Als Extras gibt es „Beim Dreh“, was nicht sonderlich aussagekräftig ist. Aber in den Interviews und im Making Of geht man in die Tiefe, was die Figuren betrifft. Dann gibt es noch Trailer und eine Trailershow. Die auf dem Cover angekündigten Deleted Scenes sind aber leider nicht enthalten.

Ein spannendes, glaubwürdiges, symbolstarkes und vor allem hervorragend gespieltes Drama, das in fast jeder Hinsicht überzeugt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite





DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Colin Farrell in einem anspruchsvollem, psychologischem Drama.
Zum Inhalt
Die Kriegsfotografen Mark (Colin Farrell) und David (Jamie Sives) sind beste Freunde und an jedem Krisenherd dieser Welt gemeinsam unterwegs, um die Grausamkeiten des Krieges einzufangen. Mark, eher der Draufgänger, David, der vorsichtige ruhende Pol der Beiden, dann berichtet David Mark, dass er frühzeitig den Job in Kurdistan beenden möchte, um bei seiner hochschwangeren Frau zu sein. Danach trennen sich die Wege der beiden. Etwas später überlebt Mark schwer verletzt ein Ereignis, dass sich erst später aufklärt. Mark fährt zurück nach England, mit unzähligen Blessuren aber auch scheinbar verändert. Seine Freundin erkennt sein Verhalten nicht wieder. Sie bittet ihren Großvater, einen Psychologen um Hilfe, nachdem Mark einen Zusammenbruch erlitt. Währenddessen fehlt von David jede Spur und seine hochschwangere Freundin macht sich Sorgen und versucht von Mark herauszufinden, was genau passiert ist. Die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Überraschend gutes, psychologisch angehauchtes Drama, dass in seiner Einfachheit überzeugt. Und die Erklärungen wirklich erst zum Schluss hin offenbart. Das neue Werk von dem Oscargekrönten Regisseur Danis Tanovic („No Man’s Land“) ist ein leiser Film voller kleiner grausamer Noten, die zu rühren wissen. Die Geschichte selbst ist simpel und doch, wenn man sich auf diesen kleinen Film einlässt, kann sie einen erreichen. Dieses Werk lebt eindeutig von der Präsens eines mittlerweile gereifteren Colin Farrell, der früher zu oft Stereotypen gespielt hat, die entweder durchgängig cool oder machomäßig waren, ohne große Facetten preisgeben zu können. Seit „Leben und Sterben in Brügge“ ist er schauspielerisch eindeutig wieder zurück. Begann seine Karriere noch vielversprechend für ein breiteres Publikum mit „Tigerland“, wurde er sehr schnell in die Hollywoodmaschinerie übergecastet und verschlissen, so dass man seiner schnell überdrüssig wurde, da sich seine Rollen ähnelten. Jedenfalls ist Colin Farrell schauspielerisch wieder zurück und wagt neben Großproduktion auch Independent-Filme, wo er darstellerisch auch mal wieder glänzen kann. In diesem Film denkt man anfänglich noch, dass er uns den klassischen Farrell gibt, doch dann entwickelt sich sein Charakter und Colin offenbart uns eine größere Bandbreite seines Könnens. Das war mal wieder zur Abwechslung schön anzusehen, dass der mittlerweile etwas graumelierte Mann, den eher Frauen angucken, weil er nett anzuschauen ist, doch unter Cineasten weiß man um sein eigentliches Talent. Kleiner Tipp, für die weibliche Fangemeinde, in einer bestimmten Szene, wenn man genau hinguckt, sieht man auch seinen Schlumpf. Sprich den kleinen Colin. Leider ist die immer liebliche Paz Vega in diesem Film vollkommen verschenkt. Das Problem mit hispanischen Darstellern in amerikanischen oder englischen Produktionen ist, dass ihr Temperament in solchen Filmen eher befremdlich wirkt, sprich ihr Mimikspiel und ihre Gestikulationen eher stören oder wie in diesem Falle eingepfercht sind. Somit fehlt dieser temperamentvollen Darstellerin ihr Feuer. Die anderen Darsteller, allen voran Altmeister Christopher Lee („Dracula“) haben ihre Sache ebenfalls anständig gemacht.
Die Bild- und Tonqualität waren solide, leider sind die Extras sehr sehr dürftig und runden diesen durchaus gelungenen Film ab. Mein Fazit, ein wirklich überraschend gutes, anspruchsvolles Drama, dass durch einen guten Colin Farrell überzeugt.

by Marc Engel