Trespass - DVD

DVD Start: 28.02.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 87 min

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Inhalt

Als die maskierten Männer in ihr Haus stürmen und Kyle Miller brutal niederschlagen, ist seine Frau Sarah zunächst wie erstarrt vor Entsetzen. Doch je mehr sich die beängstigende Situation zuspitzt, weil der Diamantenhändler den Safe nicht öffnen will, desto sicherer wird sich Sarah, dass sie einen der Maskierten kennt. Da war doch dieser junge attraktive Handwerker, der ein ganz eindeutiges Interesse an ihr hatte ... Und sie an ihm!

So unauffällig wie möglich versucht sie, mit dem Mann Kontakt aufzunehmen. Ein hochriskanter Weg, denn wenn seine Komplizen bemerken, dass sie weiß, wer hinter der Maske steckt, wäre das nicht nur ihr eigenes sicheres Todesurteil.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making of, Interviews, B-Roll, Originaltrailer, Trailershow

Video on demand - Trespass

DVD und Blu-ray | Trespass

DVD
Trespass Trespass
DVD Start:
28.02.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Trespass Trespass
Blu-ray Start:
28.02.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - Trespass

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Familie am Abgrund
Nicholas Cage und Nicole Kidman hätten eigentlich gewarnt sein müssen, wenn sie wieder in einem Film von Joel Schumacher mitwirken. Schumacher macht entweder richtig gute oder richtig schlechte Filme. Und beide Stars waren schon jeweils in einem Film von ihm zu sehen. Cage wirkte in „8 MM“ mit und Kidman in „Batman Forever“. Kann „8 MM“ in mancherlei Hinsicht zwar noch überzeugen, machte er aber auch durch eine ziemliche Mutlosigkeit von sich reden. Und „Batman Forever“? Ein quietschbunter, nerviger Film mit überzogen agierenden Darstellern, der den Batmanmythos zwar nicht so beschädigte wie später „Batman und Robin“ aber doch alle wahren Fans zum Weinen brachte. Und das nicht aus Rührung. Nun stehen beide Stars gemeinsam vor der Kamera von Schumacher. Und zwar in „Trespass“. Auch wenn dieser Film bislang nicht großartig in Erscheinung getreten ist, ist er doch viel besser als man vielleicht befürchtet hätte. Dieser Psychothriller ist ein intensives Kammerspiel, was durchaus noch verstärkt wird, da er, für einen Film sehr unüblich, chronologisch gedreht worden ist. Sprich: die erste Szene im Film war auch die erste die überhaupt gedreht worden ist. Das gibt ihm eine gewisse Intensität, wenngleich die eigentliche Story sattsam bekannt ist. Eine Familie die in ihrem eigenen Haus überfallen und bedroht und terrorisiert wird, ist ein beliebtes Thema des Terrorfilmes. Wobei dort immer gerne ausufernde Gewaltexzesse angewendet werden. „Trespass“ rutscht aber nie in dieses Horrorsubgenre im Sinne des Remakes von „Muttertag“ ab, sondern bleibt strikt im Thrillergenre verhaftet. Im Grunde geht es nur darum, dass sich Einbrecher Zugriff auf den Tresor und die Wertgegenstände einer Familie verschaffen wollen. Dann beginnt aber ein psychologisches Katz-und-Maus-Spiel, wobei deutlich wird, dass alle Figuren in gewissem Sinne lügen. Der Film nimmt sich nicht viel Zeit für eine Exposition, sondern stellt die Hauptfiguren nur recht kurz vor, wobei nicht nur filmsprachlich deutlich gemacht wird, dass sich die Familie an einem Scheidepunkt befindet. Da ist es schon sehr überraschend, wie schnell der Überfall passiert ohne dass die Charaktere explizit vorgestellt worden wären. Man fragt sich unwillkürlich, wie der Film eine Spannung über die gesamte Länge aufrechterhalten will, wenn schon die Exposition so kurz ausfällt. Aber das gelingt ihm mühelos. Die Spannung ist allein schon deswegen kontinuierlich vorhanden, da viele unerwartete Wendungen auch innerhalb der Figuren vorkommen. Alle Charaktere lügen, was im Laufe der Handlung und der nervlichen Anspannung aufgrund der Situation immer stärker zum Vorschein tritt. Die Sympathien des Zuschauers verschieben sich permanent. Nicht nur in Bezug auf die Helden: auch die Einbrecher werden mal sympathisch und dann wieder nicht und wenn mal Hoffnung auftaucht, wird sie sofort wieder zunichte gemacht. Aktuelle Themen wie die Finanz- und Immobilienkrise spielen auch auf einmal eine handlungsbestimmende Rolle. Da ist es schon fast egal, dass sich der Film eines beliebten und mittlerweile unergiebigen Themas annimmt, welches ein pures Schreckensszenario für alle Zuschauer ist. Nämlich das der private Rückzugsort des eigenen Heimes und die Familie erobert und aufgebrochen wird.

Der Ton und das Bild lassen kaum Wünsche offen. Allerdings sind die Extras nicht so richtig berauschend. Das Making Of ist eine typische Werbeveranstaltung, die vielen Interviews nur teilweise ergiebig und die B-Roll ist halt wie diese Extras immer so sind: ganz nett. Trailer gibt es natürlich auch.

Ein überraschend guter Film, der zwar eine altbekannte Story nimmt und die Handlung etwas übersichtlich sein lässt, aber durch viele unerwartete Wendungen, Sympathieverschiebungen, psychologische Dichte und die Lügen der Charaktere kontinuierlich spannend ist.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment




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