Tony - London Serial Killer - Uncut - DVD

DVD Start: 20.06.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 70 min

Tony - London Serial Killer - Uncut DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Tony (Peter Ferdinando) verbringt sein armseliges Dasein damit, abgenudelte VHS-Filme zu gucken, durch die Straßen Londons zu wandern und Junkies anzuquatschen. Die freuen sich immerhin, wenn sei ein verwahrloster, etwas versiffter Typ zu sich nach Hause einlädt. Tony will nur Gesellschaft - selbst wenn die manchmal nach ein paar Tagen riecht. Sorgsam tranchiert und in Plastiktüten verpackt, versenkt Tony seine Opfer in der dreckigen Brühe der Themse ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: KNM Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Tony - London Serial Killer - Uncut

DVD
Tony - London Serial Killer - Uncut Tony - London Serial Killer - Uncut
DVD Start:
20.06.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 70 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Tony - London Serial Killer - Uncut Tony - London Serial Killer - Uncut
Blu-ray Start:
20.06.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 70 min.

DVD Kritik - Tony - London Serial Killer - Uncut

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Tony ist ein bemitleidenswerter Zeitgenosse. Irgendwo in einem heruntergekommenen Teil von London lebt er in seiner schmuddeligen kleinen Wohnung vor sich hin und verbringt die meiste Zeit damit, sich tagein, tagaus alte Videokassetten anzusehen. Vornehmlich Actionfilme. Alte Schinken, meist auf niedrigem Niveau. Freunde hat er keine, kein Wunder, denn nicht nur seine Wohnung ist ein wenig schmuddelig, sondern auch Tony selbst. So fristet er einsam sein tristes Dasein und lebt vor sich hin. Doch er hätte durchaus gerne Kontakt zur Außenwelt, würde sich doch nur jemand für ihn interessieren. So nimmt er mit, was er kriegen kann, und quatscht zum Beispiel wahllos einen Straßenverkäufer voll, der überhaupt kein Interesse an einem Gespräch hat. Selbst zwei Junkies, die ihn aus einer Telefonzelle zerren, weil sie jemanden anrufen müssen, um Drogen abzuchecken, lädt er auf ein Bier zu sich ein. Doch so jämmerlich sich das alles anhört, Vorsicht! In Tony schlummert nämlich ein Psychopath, der den Bezug zur Realität schon längst in dem Maß verloren hat, dass er zwischen Recht und Unrecht nicht mehr zu unterscheiden weiß, oder will. Und hier und da ein Mord... was soll's. Tony sehnt sich nach Gesellschaft, selbst wenn diese aus seinen Opfern besteht.

„Tony – London Serial Killer“ erzählt die Geschichte konsequent aus Tonys Sicht. Man wird eingeladen an seinem erbärmlichen Mikrokosmos teilzuhaben. In seiner Art und Weise ist der Film weit von dem üblichen Serienkiller-Thriller entfernt und entpuppt sich als perfides Drama. Denn selbst wenn Tonys Taten verabscheuungswürdig sind, empfindet man über weite Strecken des Films eher Mitleid mit ihm. Wenn man sieht, wie seine Versuche mit der Außenwelt zu kommunizieren abgeschmettert werden, tut er einem fast leid.

Genauso trist wie Tonys Leben, kommen auch die von Regieneuling Gerard Johnson eingefangenen Bilder daher. Johnsons zeigt uns die dreckige Seite Londons. Mit ruhiger Hand(kamera), ohne hektische Schnitte, erzählt er uns Tonys Geschichte ganz ohne Effekthascherei und baut sukzessiv eine stimmungsvolle, leicht bedrückende Atmosphäre auf, wozu auch der wirklich gute, recht minimalistische Score beiträgt. Hintergründe bekommt man hier allerdings keine geliefert. Johnson, der auch das Drehbuch schrieb, bietet uns lediglich einen Einblick. Er erzählt uns keine Geschichte, bietet nur einen Ausschnitt, ohne erzählerischen Höhepunkt. Lässt man sich auf den Film ein, reicht das Gebotene aber völlig aus, um bei der Stange gehalten zu werden.

Hervorzuheben ist noch Peter Ferdinandos (Tony) schauspielerische Leistung. Der eher unbekannte Akteur schafft es den Film zu tragen und bietet eine überzeugende Performance. Man nimmt ihn den mordenden Außenseiter zu jeder Sekunde ab. Man darf gespannt sein, was von ihm noch kommen wird. Selbiges gilt auch für Regisseur Gerard Johnson.

Fazit: Tony – London Serial Killer ist mehr Außenseiter-Drama, als Serienkiller-Film. Wer Spannung erwartet, ist hier fehl am Platz. „Tony“ ist kein Snack für zwischendurch, sondern eher für ein Publikum angedacht, welches es auch gerne mal ins Programmkino verschlägt. Wer sich hier angesprochen fühlt, darf gerne zugreifen und sich auf ein Porträt der etwas anderen Art freuen.

Bei Bild und Ton gibt es nichts zu bemängeln. Die Extras haben zwei Kurzfilme zu bieten. Unter anderem den Kurzfilm, zum Film, der vermutlich aus Promotionzwecken zuvor entstand. Auch der andere Kurzfilm „Mug“ ist durchaus sehenswert.

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by Andre Rüsenberg
Bilder © KNM Home Entertainment