Tolkien - DVD

DVD Start: 31.10.2019
FSK: ab 12 - Laufzeit: 107 min

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Inhalt

TOLKIEN erzählt von den prägenden Jugendjahren des visionären Autors, in denen er Freundschaft, Mut und Inspiration inmitten einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten an seiner Schule findet. Zusammen erleben sie Liebe und Verlust, von Tolkiens turbulenter Umwerbung seiner großen Liebe und Muse Edith Bratt, bis hin zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, der die „Gefährten“ auseinander zu reißen droht. All diese Erfahrungen inspirieren Tolkien zu seinen weltbekannten Mittelerde-Romanen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: 20th Century Fox Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Französisch, Spanisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- 8 entfallene Szenen
- Featurette
- Audiokommentar von Dome Karukoski
- Bildgalerie

DVD und Blu-ray | Tolkien

DVD
Tolkien Tolkien
DVD Start:
31.10.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 107 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Tolkien Tolkien
Blu-ray Start:
31.10.2019
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.

DVD Kritik - Tolkien

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Auch wenn längst nicht jeder die „Der Herr der Ringe“-Trilogie gesehen hat, geschweige denn die von „Der Hobbit“, so ist der Name Tolkien dennoch den meisten Menschen geläufig, ähnlich wie Rowling in Bezug auf „Harry Potter“.
John Ronald Reuel, kurz J.R.R., Tolkien erschuf nicht bloß die beiden genannten Werke, sondern darüber hinaus noch viele weitere Ansammlungen in der Welt von Mittelerde, die es bislang noch nicht auf die Leinwand geschafft haben. Nun gibt es das Biopic über jenen Mann zu sehen und wie sich seine Erfahrungen und Beziehungen auf seine späteren Werke ausgewirkt haben.
TOLKIEN ist aber nicht einfach eine Hintergrundgeschichte des Autors und damit automatisch für jeden Fan von „Der Herr der Ringe“ geeignet. Statt ein standardmäßiges Biopic, ist TOLKIEN vielmehr ein Drama und gewissermaßen ein Liebesfilm. Jetzt muss man aber vor dem Liebesfilm nicht zurückschrecken, denn das klingt viel kitschiger als der Film dann ist. In erster Linie steht das Drama, welches sich durch Tolkiens Leben zieht.

Nicholas Hoult (J.R.R. Tolkien)
Nicholas Hoult (J.R.R. Tolkien) © Twentieth Century Fox
Der Film wechselt in seiner Erzählung zwischen der Gegenwart des ersten Weltkrieges, in dem sich Tolkien befindet, und Rückblenden, die in seiner Kindheit beginnen, wo er bereits erste Verluste erlebt. Im Grunde passiert in der ersten Hälfte des Films nicht viel und dennoch ist er nicht schlecht. Dabei rücken die Beziehungen zueinander immer wieder in den Fokus, wenn er sich mit seinen drei Schulkameraden verbrüdert und die Liebe entdeckt, sowie wenn er die ersten Ideen für seine späteren Werke entwickelt bzw. ersinnt. Es ist ungeheuer spannend für einen Fan von „Der Herr der Ringe“, zwischen den Zeilen zu lesen und die Dinge zu entdecken oder in eine Situation etwas hineinzuinterpretieren, was Tolkien zu seinen Werken inspiriert hat oder zumindest haben könnte. Angefangen mit den vier eingeschworenen Jungs in der Schule, die an die vier Hobbits erinnern, die Elben gleiche Edith (gespielt von Lily Collins) oder den treuen Soldaten, der ihm durch die Gräben des ersten Weltkriegs folgt und um das Wohl seines Vorgesetzten bemüht ist (Samweis Gamdschie lässt grüßen).
Hinzukommen die schemenhaften Schatten und Silhouetten, die Tolkien bei den Schattenspielen an der Wand seines Kinderzimmers oder später in den Rauchschwaden des Kriegsschauplatzes sieht, die wahrlich inszenatorische Highlights sind.
Ob alles Dargestellte der Wahrheit entspricht, sei mal so dahingestellt, aber dass die Gegebenheiten und Inspirationen so tatsächlich entstanden sind, ist eine ansehnliche Betrachtung.

Lily Collins (Edith Bratt)
Lily Collins (Edith Bratt) © Twentieth Century Fox
Für die Hauptrolle als J.R.R. Tolkien wurde Nicholas Hoult („X-Men - Apocalypse“, “Mad Max-Fury Road”) gecastet und spielt den jungen Autor in einer sehr zurückhaltenden Weise. Sobald dieser allerdings sich in die Entwicklung seiner Sprache begibt, wandelt sich die Schüchternheit in den Enthusiasmus für seine Werke und lässt diesen spürbar werden.
An seiner Seite agiert mit Lily Collins („Spieglein, Spieglein“) jemand, der das starke und zurückhaltende Schauspiel von Hoult positiv bestärkt, und ein sehr gutes Gegenstück bietet. Als etwas kreativere und offenherzigere Edith Bratt, inspiriert sie Tolkien mehr aus sich herauszukommen und Worten mehr abzuringen, als dass die Bedeutung eines Wortes entscheidender ist als nur der Klang.

Dies sind neben den Bebilderungen der Eingebungen jene Momente die TOLKIEN so besonders machen und immer wieder aus der enorm ruhigen Erzählweise der Handlung herausstechen. Der Unterhaltungswert ergibt sich aus der Dynamik der Charaktere, die man nach und nach ähnlich ins Herz schließt, wie eben jene Charaktere die Tolkien in seinen Werken beschrieb.

Nicholas Hoult (J.R.R. Tolkien), Lily Collins (Edith Bratt)
Nicholas Hoult (J.R.R. Tolkien), Lily Collins (Edith Bratt) © Twentieth Century Fox
Bild:
Das Bild ist nicht richtig auf alt gemacht, aber auch nicht gefüllt von einer besonderen Farbgebung. Diese Momente werden aufgehoben für die entscheidenden und inspirierenden Momente und sehen teils sagenhaft aus.

Ton:
Die deutsche Tonspur beinhaltet 5.1 Dolby Digital. Während der Krieg Szenen gibt es zwar einige Knalleffekte, aber darüber hinaus keinen außerordentlich atmosphärischen Sound und war tendenziell eher unauffällig.

Extras:
Mit ca. 28 Minuten Laufzeit sind zwar wenig Extras vorhanden, dafür sind die inhaltlich recht interessant. Neben einigen entfallenen Szenen ist vor allem das HBO Featurette in dem die Darsteller und Filmemacher noch einmal das Leben von Tolkien beleuchten ansprechend.


Fazit:
TOLKIEN ist ein enorm ruhig erzähltes Biopic, dass viel Drama beinhaltet. Die Motivation hinter den Werken des Autors zu erfahren ist vermutlich das faszinierendste an seinem Leben und sehr einnehmend. Immer wieder, wenn sich für Tolkien die Gebilde zu seinen Geschichten formen, ist der Film durchdringt vom Spirit von „Der Herr der Ringe“ und von „Der Hobbit“.

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by Christian Willach
Bilder © 20th Century Fox Home Entertainment




Tolkien - Trailer