Tobe Hoopers Death Trap - DVD

DVD Start: 28.09.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 87 min

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Inhalt

Das abgewrackte Starlight Motel liegt tief irgendwo in den Sümpfen der Südstaaten. Dort sind die Sterne aber schon lange erloschen und der wahnsinnige Judd wohnt hier mit seinem Killerkrokodil. Judd (Neville Brand) dezimiert seine eh nicht sehr zahlreichen Gäste zusätzlich, indem er sie mit der Sense niedermetzelt und sie ganz oder teilweise an sein Krokodil verfüttert. Doch eines Tages gerät er an das falsche Opfer und die Sache gerät völlig aus der Bahn - ein blutiges Schlachtfest beginnt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Pasadena Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Featurettes (My Name is Buck, The Gator Creator, Der Schlächter von Elmendorf, Fünf Minuten mit Marilyn Burns)
- Audiokommentar (Englisch)
- Bildergalerie
- Alternative Credits & Titelsequenz
- Diverse Trailer und Radiospots

DVD und Blu-ray | Tobe Hoopers Death Trap

DVD
Tobe Hoopers Death Trap Tobe Hoopers Death Trap
DVD Start:
28.09.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 87 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - Tobe Hoopers Death Trap

Horrorklassiker mit Krokodilstränen- "Death Trap" gilt als ein Klassiker des Horrorfilms, obwohl er als Film nach „Texas Chainsaw Massacre“ einen schweren Stand hatte. In der Tat ging er dann auch ein bisschen unter. Nicht nur hatte er es schwer, die hohen Erwartungen aufgrund der Wirkungen des fulminanten Vorgängers von demselben Regisseur Tobe Hooper zu erfüllen, sondern litt auch unter anderen filmimmanenten Schwierigkeiten. Und das bis heute. Immerhin kommen einige komische Aspekte besser zur Geltung, als es noch in dem berüchtigten Vorgänger der Fall war. Manche Szenen waren damals durchaus satirisch gedacht gewesen und voll grimmigen Humors, was aber weder damals noch heute besonders auffiel. So etwa wenn die Heldin mit einem Hammer erschlagen werden sollte und dem alten Mann dieses Gerät permanent aus der Hand fällt. Dafür sind diese Aspekte in „Death Trap“ deutlicher herausgearbeitet. So fuchtelt der Schurke mit der Sense herum wie weiland Leatherface mit seiner Kettensäge und ist nicht immer effektiv dabei. Leatherface sägte sich selber in das Bein und der mörderische Portier bleibt mit der Sense häufig irgendwo stecken. Was sucht er sich auch so ein sperriges Mordinstrument aus? Immerhin sind diese Sequenzen in ihrer Absurdität durchaus dazu gedacht, das Irreale deutlich zu machen. Dazu gehören auch die knalligen Farben und die bewusste Künstlichkeit des Sets, was dem ganzen etwas Märchenhaftes verleihen sollte. Und doch nur billig wirkt. Immerhin wird in den hervorragenden Extras zugegeben, dass es bei der Produktion immense Probleme mit dem Krokodil gegeben hat. So wirkt es dann auch sehr billig und ist oftmals nicht zu sehen, da man versuchte, das Beste aus einem nicht funktionierenden Roboter zu machen. Damit ging natürlich alle Ähnlichkeit und gewollte Vermarktung im Zuge von „Der weiße Hai“ (von Steven Spielberg) komplett baden. Was den Film etwas sperrig macht, ist, dass kein funktionierendes Drehbuch vorlag. Alles wirkt sehr episodenhaft und eine Dramaturgie im eigentlichen Sinne ist nicht zu finden. Alles wirkt sehr bruchstückhaft, als ob das Kroko schon vor Drehbeginn das Skript gefressen hätte. Vielleicht funktionierte es ja deshalb nicht, weil es sich den Magen verdorben hatte. Dabei ist der Film eine direkte Verfilmung und Bearbeitung einer realen Mordserie in Texas aus den 1930ern. Eine direkte Umsetzung wäre aber schön gewesen, da das psychologisch fruchtbar gewesen wäre und sehr viel mehr Atmosphäre besessen hätte. Dafür ist hier der Humor sehr grimmig und der Hauptdarsteller Neville Brand sehr gut besetzt. Auch die Nebendarsteller wissen zu überzeugen, wenngleich sie manchmal zum overacting und Anschlussfehlern neigen. Generell ist der Film ein Kultfilm und diese mag man entweder oder man hasst sie. Jedenfalls ist genügend 1970er Trashcharme vorhanden und zeigt hervorragend, wie ein Hollywoodstudio einen „Wilden“ wie Tobe Hooper zähmen konnte. Nach „Texas Chainsaw“ hatte er auch keinen wirklich guten Film mehr hergestellt. In „Poltergeist“, seinem zweitberühmtesten Film, hatte bisweilen sogar Produzent Steven Spielberg die Regie übernommen.

Der Ton und das Bild sind sehr gut. Die Extras sind hervorragend, besitzen aber leider keinerlei deutsche Untertitel, was das Vergnügen an ihnen etwas schmälert. Da gibt es etwa als Featurettes ein Special jeweils über Robert Englund (aka Freddy Krueger aus den „Nightmare on Elm Street“-Filmen), den Regisseur Tobe Hooper oder die damalige Screamqueen Marilyn Burns („Texas Chainsaw Massacre“). Alle drei sind recht ehrlich und es wird auch geschildert, wie schnell man aus einer bestimmten Schublade nicht mehr herauskommt. So hatte der Auftritt in dem berühmt berüchtigten Horrorklassiker die Karriere von Burns zunichte gemacht. Zudem gibt es ein sehr gutes Extra über die reale Mordserie, auf die der Film Bezug nimmt. Der Audiokommentar besteht aus vielen verschiedenen Kommentaren unterschiedlichster Personen, die höchst interessant aus der Retrospektive berichten. Dann gibt es noch eine Bildergalerie, alternative Credits und Titelsequenz sowie diverse Trailer und Radiospots.

Ein Klassiker des Horrorfilms, der aber auch dadurch ein Klassiker wurde, weil sowohl der Regisseur als auch der Film auf eine gewisse Art scheiterten. Dennoch sollten alle Freunde von 1970er Trash hier zugreifen. Auch da die Extras sehr ehrlich und damit besonders gelungen sind.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG / Pasadena Pictures