To Kill a Man - DVD

DVD Start: 01.08.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 82 min

To Kill a Man DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

12,99 € jetzt kaufen
12,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Als Jorge von einer Gruppe Gewaltverbrecher schikaniert wird, wendet er sich an die Behörden, doch auf Hilfe wartet er vergeblich. Sogar als dieselben Schläger seinen Sohn lebensgefährlich verletzen, schützt das System einzig die Täter. Jorge sieht nur einen Weg, seine Familie zu schützen: Er muss das Gesetz in die eigene Hand nehmen.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Neue Pierrot Le Fou
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making of
- Deleted Scenes
- Interview mit dem Regisseur
- Trailer

DVD und Blu-ray | To Kill a Man

DVD
To Kill a Man To Kill a Man
DVD Start:
01.08.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
To Kill a Man To Kill a Man
Blu-ray Start:
01.08.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 84 min.

DVD Kritik - To Kill a Man

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 8/10


Am 01.08.2014 erreicht Alejandro Fernández Almendras finsteres Rache-Drama „TO KILL A MAN“ die Händlerregale und erzählt die packende Geschichte rund um eine verzweifelte Familie, die von einer Gruppe aus Gewaltverbrechern schikaniert wird.

Jorge (Daniel Candia) wohnt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in einem chilenischen Vorort und könnte eigentlich ein idyllisches Leben führen. Doch diesem Glück steht eine brutale Gruppe von Gewaltverbrechern im Weg, die Jorge und seine Familie ohne jeglichen Grund regelmäßig schikanieren und eines Tages sogar seinen Sohn verletzen. Der pazifistisch eingestellte Jorge sucht zunächst Hilfe bei den Behörden, da er sich erhofft, sie würden dem Treiben der gefährlichen Gang Einhalt gebieten. Doch er wird nicht richtig ernst genommen, weshalb sich an seiner Situation nicht das Geringste ändert. Als dann schließlich seine Tochter Opfer sexueller Belästigung wird, sucht Jorge einen anderen Weg. Selbstjustiz scheint die einzige Rettung seiner Familie zu sein…

Regisseur Alejandro Fernández Almendra erzählt die traurige Rachegeschichte in kunstvollen Bildern und setzt auf eine geradezu gemächliche Inszenierung, die fernab von jeglicher Übertreibung einen erstaunlichen Realismus erzeugt. Auf konventionelle Stilmittel filmischen Spannungsaufbaus wird dabei konsequent verzichtet, was aber keineswegs bedeuten soll, dass der Film langatmig vor sich hin plätschern würde. Ganz im Gegenteil! Denn den gesamten Film über ist eine latent vorhandene Wut der Hauptfigur zu spüren, die sich sukzessive steigert und schließlich in einer beklemmenden Gewalteruption kulminiert. Die Spannung von „TO KILL A MAN“ resultiert somit einzig und allein aus der schockierenden (und wahren) Geschichte selbst, die in regelmäßigen Abständen mit Szenen von kaum ertragbarer visueller und inhaltlicher Intensität aufwartet und keinen Zuschauer kalt lassen dürfte. Als der sadistische Kalule beispielsweise die Tochter der Hauptfigur sexuell belästigt und verletzt, schnürt es einem regelrecht die Kehle zu. Doch so unerträglich die Szene auch sein mag, für die Entwicklung des Drehbuches ist sie von essenzieller Bedeutung und trägt einen Großteil zur realistischen Härte des Filmes bei. Zartbesaitete sollten jedoch einen großen Bogen um den Film machen, „TO KILL A MAN“ beschäftigt einen definitiv noch lange nach dem Sehen.

Im Mittelpunkt des Filmes steht der Familienvater und spätere Mörder Jorge, den Regisseur Alejandro Fernández Almendra einer psychologischen Studie unterzieht. Die Frage nach dem „Warum“ und die charakterliche Veränderung der Hauptfigur rücken dabei zwar in den Fokus, werden aber glücklicherweise nicht in plakativen Phrasen beantwortet, sondern mit viel Gespür fürs Subtile behandelt. Daniel Candia spielt zudem überaus glaubhaft und nuancenreich, was eine faszinierende Figur entstehen lässt. Jedenfalls fungiert Jorge zuverlässig als Identifikationsfigur, weshalb man seine Handlungen trotz ihrer Grausamkeit stets nachvollziehen kann. Auf der Antagonistenseite sieht es ebenfalls gut aus, da Daniel Antivilo es schafft, dem grausamen Straßenrowdy Kalule eine unglaublich grausame Ausstrahlung zu verleihen ohne dabei zu überzeichnen, weshalb der Realismus des Filmes bestehen bleiben kann. Ganz nebenbei wartet das Drehbuch noch mit einigen kritischen Kommentaren zur Machtlosigkeit bzw. Untätigkeit der Behörden auf und erweitert den Film somit um eine begrüßenswerte weitere Ebene. Lob verdient auch der sporadisch eingesetzte Soundtrack, der einen Großteil zur finsteren Atmosphäre des Filmes beiträgt und jede Szene passend untermalt.

Bild- und Tonqualität der DVD sind überaus ansprechend geraten und verhelfen den kunstvollen Aufnahmen des Filmes zur vollen Entfaltung ihrer ästhetischen Brillanz. Hinsichtlich des Bonusmaterials kann die DVD ebenfalls überzeugen, da es neben einem umfangreichen Making-of auch noch ein interessantes Regisseurs-Interview und einige Deleted Scenes mit auf die Disc geschafft haben.

Fazit:
Realistisch, kunstvoll, schockierend! Alejandro Fernandez Almendra hat mit „TO KILL A MAN“ ein beeindruckendes Rachedrama geschaffen, das seine Geschichte ohne Übertreibungen und Zugeständnisse an Genrekonventionen dem Zuschauer näher bringt und dabei eine geradezu archaische Wucht entwickeln kann. Beeindruckend!

12,99 € jetzt kaufen

by Jonas Hoppe
Bilder © Alive / Neue Pierrot Le Fou