Therese - DVD

DVD Start: 02.08.2013
FSK: ab 6 - Laufzeit: 106 min

Therese DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Frankreich in den 20er Jahren. Die junge, freigeistige Thérèse wird von ihren Eltern mit dem wohlhabenden Bernard Desqueyroux verheiratet, obwohl sie keine Liebe für ihn empfindet. Um ein freies und erfülltes Leben zu führen und dem auferlegten Schicksal zu entfliehen, greift sie zu drastischen Maßnahmen - sie versucht ihren Mann zu vergiften.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of
- Trailer

DVD und Blu-ray | Therese

DVD
Therese Therese
DVD Start:
02.08.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 106 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Therese Therese
Blu-ray Start:
02.08.2013
FSK: 6 - Laufzeit: 110 min.

DVD Kritik - Therese

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 6/10


Der Film “Thérèse“ (Originaltitel: „Thérèse Desqueyroux“, Frankreich, 2012) beruht auf den gleichnamigen Roman des französischen Autors François Mauriac von 1927. Das Buch wurde schon einmal 1962 von dem Regisseur Georges Franju verfilmt. Die neueste Adaption stammt von Claude Miller und hat die Hauptrolle mit Audrey Tatou prominent besetzt.

Im Frankreich der 20er Jahre ist es Thérèse (Audrey Tatou) seit ihrer Kindheit vorbestimmt Bernard Desqueyroux (Gilles Lellouche), den Bruder ihrer besten Freundin Anne (Anaïs Demoustier) zu heiraten. Anfänglich scheint sie sich diesem Schicksal auch gerne zu fügen, doch als Anne eine stürmische Liebesaffäre mit einem jungen Mann, der nicht zu ihren Stand gehört, anfängt, erkennt Thérèse wie unglücklich sie ist und versucht sich aus diesem Gefängnis mit drastischen Mitteln zu befreien.

Der Regisseur Claude Miller (1942-2012) drehte mit “Thérèse“ seinen letzten Film. Sein letztes Werk kann sich formal sehen lassen. Die Drehorte wurden perfekt ausgewählt und die Zeit der 20er Jahre in Frankreich wurde realistisch eingefangen. Es ist von der Kleidung bis zu der Ausstattung alles stimmig ausgewählt. Auch die Filmaufnahmen sind gut gelungen. Sie fangen sowohl die Enge des Hauses, in der Thérèse sich gefangen fühlt, als auch die schönen Landschaftsimpressionen passend ein. Doch all das hilft nicht, wenn es um die emotionale Wirkung des Films geht. Die Geschichte ist per se interessant angelegt. Es geht um die Selbstbestimmung der Frauen in einer von Männern dominierten Welt. Die Sehnsucht nach eigenen Entscheidungen und der freien Wahl, wen man liebt, sind die großen Themen des Films. Eindringlich wird die unterschiedliche Entwicklung der beiden Freundinnen gezeigt. Doch ab der zweiten Hälfte des Films nach einem inszenatorischen Höhepunkt verliert der Film an Anziehungskraft. Die Motivationen der einzelnen Charaktere sind zu einfach gehalten und können dem Publikum so keine authentischen Gefühle vermitteln und keine Erklärungen für ihr Verhalten bieten. Die Rollen Bernards und Anne sind mit den beiden Schauspielern Gilles Lellouche und Anaïs Demoustier gut besetzt. Die Besetzung der Hauptrolle mit Audrey Tatou gibt dem Film durch ihren internationalen Ruhm eine gewisse Strahlkraft. Aber gerade diese Besetzung scheint nicht vollends gelungen. Ihre Mimik ist schwer zu durchschauen und gibt kaum Einblick in ihre Gefühle. Auch strahlt sie wenig Sympathie aus und kann so den Zuschauer nicht emotional binden. Auf der anderen Seite schafft sie es authentisch die verbitterte Ehefrau, welcher jedes Mittel recht ist, einzufangen.

Die Bild- und Tonqualität der DVD ist sehr gut. Die Bonusausstattung dagegen ist etwas dürftig. Sie setzt sich aus einem 8-minütigen Making-Of zusammen, welches aber wenige interessante Informationen für den Zuschauer bereithält, und einem deutschen Kinotrailer sowie weiteren Trailern zu anderen Filmen.

Fazit: „Thérèse“ ist ein gut besetztes und liebevoll ausgestattetes Drama. Doch trotz dieser überzeugenden formalen Aspekte schafft es der Film nicht, dass die Geschichte den Betrachter berührt. So verliert der Film an Spannung und Fesslungsvermögen und hinterlässt vor allem einen bleibenden Eindruck durch die schönen Filmaufnahmen.

by Doreen Matthei
Bilder © Alive / Capelight Pictures