The Traveller - Nobody Will Survive - DVD

DVD Start: 26.11.2010
FSK: ab 18 - Laufzeit: 89 min

The Traveller - Nobody Will Survive DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Heiligabend in einer kleinen verschlafenen Stadt: Ein heftiger Sturm tobt, die Straßen sind dunkel und menschenleer. Die unheilvolle Ruhe wird von einem geheimnisvollen Mann (Val Kilmer) gestört, der in das lokale Polizeirevier spaziert und aussagt, er habe 6 Menschen getötet. Nach jedem seiner Geständnisse stirbt einer der anwesenden Polizisten wie von Geisterhand, und zwar auf die gleiche grausame Art und Weise, die der Unbekannte zuvor beschrieben hat. Irgendwie hat der Fremde seine Finger im Spiel, doch der sitzt seelenruhig in seiner Zelle. Die Polizisten sind ratlos: Es bleibt nicht viel Zeit, das Ganze aufzuklären, denn der Unbekannte fährt unbeirrt mit seinen Geständnissen fort...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Splendid
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | The Traveller - Nobody Will Survive

DVD
The Traveller - Nobody Will Survive The Traveller - Nobody Will Survive
DVD Start:
26.11.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Traveller - Nobody Will Survive The Traveller - Nobody Will Survive
Blu-ray Start:
26.11.2010
FSK: 18 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - The Traveller - Nobody Will Survive

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 5/10


Blaues Blut
„The Traveler“ besticht durch seine Grundidee. Ein merkwürdiger Fremder betritt eine Polizeiwache und will Morde gestehen. Jedes Mal wenn er einen Mord gesteht, stirbt einer der Polizisten auf die eben geschilderte Art und Weise. Das durch einen Sturm die Verkehrsbedingungen erschwert sind und das Handynetz ausgefallen ist, ist zwar Genreüblich, aber immerhin glaubwürdig. Die Polizeiwache ist ziemlich karg und verwahrlost. Der Putz bröckelt, die Lampen gehen kaputt, keiner der Räume ist angenehm eingerichtet. Alles strahlt Kälte, Verwahrlosung und Trostlosigkeit aus. Die Ausstattung versteht es, eine bedrückende Atmosphäre zu schaffen, die den Zuschauer sehr gut auf den Film einstimmt. Leider, leider kann der Regisseur Michael Oblowitz mit diesen ganzen Steilvorlagen nichts Sonderliches anfangen und so zeigt der Film die ganze Zeit hindurch eine gewisse Unsicherheit und viel verschenktes Potential. Zum einen hätten wir da den Star, vielleicht sollte man eher sagen: den ehemaligen Star, Val Kilmer. Kilmer wirkt sehr aufgeschwemmt und abgewrackt, was einen der größten anfänglichen Schocks darstellt. Ob er dem späten Marlon Brando nacheifern will? Dabei macht er seinen Job gut und schafft eine gute zwielichtige Darstellung und eine Bedrohung mit minimalen Mitteln. Eines der größten Handicaps des Filmes sind die vielen Rückblenden. Sie zeigen nämlich immer dasselbe. Weder wechseln sie die Perspektiven, noch erzählen sie inhaltlich andere Schwerpunkte. Manche Rückblenden kommen bis zu sechs Mal vor. Die erste Rückblende erzählt sogar, was erst drei Minuten vorher geschehen ist. Für wie blöd hält der Regisseur den Zuschauer? Wenn er seinen Zuschauern nur eine kurze Aufmerksamkeitsdauer zuspricht sollte er sich eher auf Kurzfilme verlegen. So wie hier die Rückblenden eingesetzt werden sind sie nicht nur nervig, sondern auch ärgerlich. Leider wird auch sehr schnell klar, dass es sich hier um etwas Übernatürliches handelt. Das ist prinzipiell nicht schlecht, aber der Regisseur hätte etwas damit warten können und so den Zuschauer viel mehr gefesselt, indem er ihn im Ungewissen lässt und ihm Rätsel aufgibt. Ausgerechnet das Finale wird dann durch einen Deus Ex Machina Effekt kaputtgemacht. In letzter Sekunde kommt unerwartete Hilfe und nichts stimmt mehr. Das Finale ist dadurch äußerst unbefriedigend. Vor allem die letzte schlechte, unsagbar kitschige Einstellung entlässt den Zuschauer aus dem Film mit einem sehr ärgerlichen und negativen Eindruck. Das ist alles sehr schade und man fragt sich, wie ein guter Regisseur wohl mit dem Stoff umgegangen wäre. Das hätte ein John Carpenter filmen sollen. Aus all den vielen Ideen wird nichts gemacht. Aber einige Szenen sind sehr spannend und sehr blutig geworden. Das macht es ein bisschen wieder wett. Aber lange nicht genug.

Der Film hat leider keinerlei Extras, sieht man einmal von dem Trailer ab. Das Bild und der Ton sind aber gut.

Der Film ist ein Lehrbeispiel dafür, wie viele gute Ideen und eine gute Ausgangslage durch einen unfähigen Regisseur kaputt gemacht werden können. Trotz Spannung, guter Atmosphäre und einigen blutigen Szenen zeugt der Film im Grunde nur in jeder Szene vom verschenkten Potential. Schade.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Splendid