The Teachers Country - DVD

DVD Start: 28.08.2014
FSK: ab 0 - Laufzeit: 70 min

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Inhalt

THE TEACHER’S COUNTRY erzählt die Geschichte Tansanias 50 Jahre nach der Unabhängigkeit von Großbritannien durch die Augen einer Köchin, eines Lehrers, eines Priesters und des jüngsten Sohnes des ersten Präsidenten. Ihm folgt der Film auf der kräftezehrenden Besteigung des Kilimanjaro, des "Gipfels der Freiheit". THE TEACHER’S COUNTRY ist ein beobachtender Einblick in die alltägliche Lebenswelt der Protagonisten, die ihre Einschätzungen zum Status quo Tansanias 50 Jahre nach der Unabhängigkeit von Großbritannien mit dem Zuschauer teilen. Der Film erzählt von ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, von ihren Erfahrungen, Erfolgen, Wünschen und Sorgen. Madaraka Nyerere reflektiert während seiner Expedition durch mehrere Klimazonen auf den Kilimanjaro die Herausforderungen, vor denen sein Vater vor 50 Jahren stand und vor denen Tansania jetzt steht.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
DVD kann erworben werden unter:
http://theteacherscountry.de/

DVD und Blu-ray | The Teachers Country

DVD
The Teachers Country The Teachers Country
DVD Start:
28.08.2014
FSK: 0 - Laufzeit: 70 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - The Teachers Country

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 6/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Vor fünfzig Jahren vereinten sich die Staaten Tanganjika und Sansibar, um das unabhängige Tansania zu gründen. Der Leipziger Filmemacher Benjamin Leers wagt sich nach Tansania, um Antworten darauf zu finden, was sich seit der Unabhängigkeit verändert hat und welche Sorgen und Nöte noch immer die Bevölkerung plagen. Gemeinsam mit seinem Team und Madaraka Nyerere, dem jüngsten Sohn des ersten Präsidenten, besteigt er den Kilimanjaro und skizziert auf dem Weg zum Berggipfel die heutige Situation des Landes.

Innerhalb der sechswöchigen Dreharbeiten ist es dem Filmteam gelungen, einen Überblick der sozialen, politischen und religiösen Umstände des Landes zu liefern. Während ihrer Filmarbeiten trifft das Team auf einzigartige Bewohner: Die allein erziehende Köchin Bertha Bernard arbeitet in einer religiösen Einrichtung, um den Lebensunterhalt für sich und ihre Tochter zu erwirtschaften, während sich Laurent Nestory auf der Insel Kome im Viktoriasee als Lehrer für die Bildung der Jugendlichen engagiert. Auch Pfarrer Thomas Bilingi, der sich für seine Gemeinde einsetzt, trägt etwas zum gemeinschaftlichen Wohle des Landes bei. Jeder der Protagonisten steht stellvertretend für eine gesellschaftliche Schicht, die sich seit der Unabhängigkeit vor fünfzig Jahren in ihren Lebensstandards eingerichtet hat. Hoffungen und Wünsche der Menschen werden laut. Sie alle sind von Enttäuschungen, Kummer und Schmerz geprägt, können aber auch von Erfolgen und glücklichen Momenten ihres Lebens zehren. Der Zuschauer lernt durch die Portraits der unterschiedlichen Protagonisten das Land und seine Bewohner aus nächster Nähe kennen. Einblicke in den Schulunterricht, die Arbeit auf den Plantagen und den Gottesdienst bebildern die Strukturen des Landes, die sich zu einer globalen Einheit verbinden. Der Perspektivwechsel zwischen den Protagonisten verbindet gekonnt die Unterschiede zwischen Arbeitslosigkeit und Armut. In rund siebzig Minuten werden Bilder des Landes gezeigt, die fern jeder Reisebroschüre unverschönt die blanke Realität des Landes zeigen.

Die Dokumentation wird in sehr klaren Bildern mit einer satten Kolorierung präsentiert. Nur in wenigen Szenen machen sich kleinste Mattscheibeneffekte bemerkbar. Die Landschaftsaufnahmen sind ebenfalls sauber und klar und zeigen die landestypischen Vegetationen in ihrer schönsten Art und Weise. Die Dialoge sind gelegentlich etwas leise, sind aber dank der deutschen Untertitel verständlich. Der akustische Raum ist authentisch eingefangen und verleiht den Bildern lebendige Dynamik. Das zwanzigminütige Making Of liefert einen persönlichen Einblick in die Filmarbeiten. Die Filmemacher kommen persönlich zu Wort und berichten von den Herausforderungen ihrer einwöchigen Besteigung des 6000 Meter hohen Berggipfels, bei Regen, Kälte, dünner Höhenluft und mangelnder Vorbereitung.

Fazit: Bildgewaltige Dokumentation über Tansania, die episodenhaft die Strukturen des Landes zwischen Armut und Arbeitslosigkeit aufzeigt und anhand von ausgewählten Protagonisten einen Einblick in das heutige Leben wirft, fünfzig Jahre nach der Unabhängigkeit.


by Sandy Kolbuch
Bilder ©