The Remaining - DVD

DVD Start: 30.04.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 84 min

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Inhalt

Vier Freunde sind auf einer Hochzeit, als eine Naturkatastrophe apokalyptischen Ausmaßes losbricht und sie vor die Frage nach Leben, Liebe und Glauben stellt. Jeder von ihnen wird von Versuchungen heimgesucht und muss sich zwischen Erlösung und Überleben entscheiden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Französisch, Polnisch, Hindi, Türkisch, Italienisch, Holländisch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Göttliche Offenbarung
Making of
Geschnittene Szene

DVD und Blu-ray | The Remaining

DVD
The Remaining The Remaining
DVD Start:
30.04.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 84 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - The Remaining

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 6/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 5/10


Weltuntergangsstimmung - „The Remaining“ ist ein etwas ungewöhnlicher Zwitter, wobei die hier scheinbar unvereinbaren Themen eines Katastrophenfilmes und eines theologischen Manifests durchaus zueinander passen. Während einer Hochzeit ereignet sich eine Naturkatastrophe, die von etwas sehr unheimlichem eingeleitet wird, welches mit die beste Szene in dem ganzen Film ist, doch nach den Ereignissen ist der Schrecken für die Überlebenden noch nicht vorbei, sondern es war erst das Vorspiel nach der Hochzeit interruptus. Auf die Gefahr hin, hier zu viel zu verraten: es handelt sich nicht um eine schnöde Naturkatastrophe, sondern um den Beginn der biblischen Apokalypse. Holla, das hat man nicht erwartet und es ist durchaus beeindruckend und dieser Storytwist ist sogar überzeugend. Denn handeln nicht alle Katastrophenfilme von der Hybris des Menschen und das gewaltige Ereignisse ihn wieder Demut lehren? Ob nun die Titanic oder die Poseidon untergehen: der Mensch kann die Natur nicht durch Technik besiegen. Und nicht nur im Jahre „2012“ oder am „The Day after Tomorrow“ zeigt sich, das der Mensch immer der Natur unterlegen ist und Gottes Schöpfung mit Ehrfurcht begegnen soll. In den meisten Filmen wird es auch offen gesagt, das der Mensch eigentlich selber schuld ist, wenn die Erde aufbegehrt (oder Tiere, wie es in den Tierhorrorfilmen der 1970er gerne Thema war im Zuge der erwachenden ökologischen Bewegung). Aber in „The Remaining“ fühlt man sich teilweise auch an den Horrorfilm erinnert. Gerade Zombiefilme sind immer auch Katastrophenszenarien, wenn die Zivilisation ausgelöscht wird. So erinnern hier auch die Szenen im Krankenhaus sehr an diverse Zombiestreifen wie etwa „Diary of the Dead“. Man wartet förmlich darauf, dass ein Untoter um die Ecke kommt. Schließlich kommt hier nicht nur Natürliches vor. Wie auch, wenn die Apokalypse hereinbricht. Jedenfalls ist der Auftakt sehr beeindruckend, aber da hat man eigentlich schon das Pulver verschossen. Denn es flaut deutlich ab. Hohe Erwartungen angesichts guter erster Szenen verlangen nach einer Steigerung, die aber leider ausbleibt. Es kommen kaum noch weitere Stadien vor und die nächsten Kapitel aus der Offenbarung des Johannes werden wohl erst demnächst gelesen. Das ist aber leider nicht das einzige Problem des Filmes. Am Anfang verstärkt, und später glücklicherweise immer seltener, kommt der Found Footage Stil zum Vorschein. Macht es am Anfang noch teilweise Sinn, als Dokumentation der Hochzeit, entfällt später die Begründung und es wird nicht mehr eingesetzt. Doch warum hat man es dann überhaupt genommen? Der Regisseur wollte einen realistischen Ton schaffen, aber das ist Unsinn, denn so verwackelt, unscharf und blass wie die Kameras sehen unsere Augen nicht das Umfeld. Somit ist das nur Spielerei. Der gewollte Realismus führt dann aber zu dem dritten und größten Problem: die religiöse Botschaft. Filme, die unterschwellig anhand ihrer Archetypen und Symbolik religiöse Aspekte transportieren sind eher die Regel denn die Ausnahme, aber hier ist die Botschaft gewollt und fordert den Zuschauer aufdringlich auf, an Gott zu glauben, da nur er die Errettung ist. Das ist so dermaßen flach und unbeholfen offen ausformuliert, das dieser missionarische Tonfall einfach nur nervt. Besonders gegen Ende ist das Übel und widerspricht sogar manchen vorhergehenden Aspekten. Demnach ist besonders das Finale sehr unglaubwürdig. Schade, das nach einem so guten Anfang am Ende doch ein halb schlechter Film steht.

Der Ton ist gut, könnte aber manchmal durchaus etwas durchdringender ausgefallen sein. Leider ist das Bild etwas blass, aber das passt immerhin zu dem halb dokumentarischen, rohen Stil und täuscht damit einen Realismus vor. Als Extras gibt es entfernte Szenen und ein gelungenes Making Of, in dem zwar durchaus das typische gegenseitige Lob vorkommt, in dem aber auch die Begründung der Herangehensweise und die Genese der Story vorkommt.

Nach einem starken Anfang fällt der Film deutlich ab und der unerwartete Storytwist führt dann zu einer aufdringlichen missionarischen Botschaft. Schade.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment