The Raid 2 (Special Edition) - DVD

DVD Start: 27.11.2014
FSK: ab 18 - Laufzeit: 144 min

The Raid 2 (Special Edition) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der junge Cop Rama und seine Familie geraten ins Visier des organisierten Verbrechens. Um seine Frau und seinen kleinen Sohn zu schützen, muss sich Rama auf eine erbarmungslose Undercover-Mission in Jakartas Unterwelt einlassen. Bis in die höchsten Machtebenen ist die Stadt durchzogen von einem Netz aus Bestechlichkeit und Verbrechen. Mit neuer Identität als knallharter Kämpfer Yuda arbeitet er sich im Gefängnis innerhalb der Hierarchie der Gesetzlosen nach oben. Schließlich gelingt es ihm, die Gunst von Uco zu gewinnen: Der skrupellose Sohn eines mächtigen Gangster-Bosses ist sein Schlüssel in die engsten Kreise der indonesischen Mafia. Vollkommen auf sich allein gestellt, sagt er dem gesamten verrotteten System den Kampf an. Für Rama beginnt eine Odyssee der Gewalt durch einen Sumpf aus Korruption und Kriminalität. Seine Gegner kennen keine Gnade und am Ende kann es nur eines geben: Leben oder Tod…

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Indonesisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar mit Regisseur Gareth Evans, Diverse Kinotrailer, Geschnittene Szene „Gang War“ (ca. 5 Minuten), das nächste Kapitel (ca. 11 Minuten), bereit für einen Kampf (ca. 13 Minuten), im Gespräch mit Gareth Evans, Iko Uwais & Joe Trapanese (ca. 44 Minuten), die Choreographie (ca. 19 Minuten), Fanmade Videos zu „The Raid“ (ca. 18 Minuten)

DVD und Blu-ray | The Raid 2 (Special Edition)

DVD
The Raid 2 The Raid 2
DVD Start:
27.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 144 min.
The Raid 2 (Special Edition) The Raid 2 (Special Edition)
DVD Start:
27.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 144 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Raid 2 The Raid 2
Blu-ray Start:
27.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 150 min.
The Raid 2 (Special Edition) The Raid 2 (Special Edition)
Blu-ray Start:
27.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 150 min.
The Raid 2 (Ultimate Limited Edition) The Raid 2 (Ultimate Limited Edition)
Blu-ray Start:
27.11.2014
FSK: 18 - Laufzeit: 150 min.

DVD Kritik - The Raid 2 (Special Edition)

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 6/10
Ton: | 8/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Blutige Straßen - „The Raid“ war ein großer Überraschungserfolg. Es hatten wohl nur wenige mit diesem Durchschlag gerechnet. Schließlich handelte es sich um eine indonesische Produktion und Filme aus den asiatischen Ländern finden per se zwar eine eingeschworene, aber doch überschaubare, Fangemeinde. Nur relativ selten können sie ein großes und breit gestreutes Publikum erreichen und dann sind sie meist sehr aufwendig und/oder mit namhaften Darstellern wie Jackie Chan, Jet Li oder Chow Yun Fat besetzt. „The Raid“ hatte nichts davon und nur der Regisseur ist ein Amerikaner der aber schon seit Jahren auf den indonesischen Inseln lebt. „The Raid“ war einer der ultimativen Actionfilme, bei dem die Minimalstory nur als Anlass diente eine Gewaltorgie abzufeuern, welche aber nicht nur im Effekt schwelgte, sondern zum einen hervorragend choreographiert worden und zum anderen sehr spannend war. Vor allem lebte der Film durch die dichte Atmosphäre. Das Sequel „The Raid 2“ ist nun größer aufgezogen worden. Wenn man nur wieder ein Hochhaus genommen hätte, oder einen ähnlich begrenzten Raum, so hätte man sich selber kopiert. Und so tun die Macher gut daran, diese Prämisse zu verlassen, verlieren dabei aber auch deutlich am Alleinstellungsmerkmal. Was einer der größten Nachteile dieses Filmes ist. Die Handlung setzt direkt an den ersten Teil an, wenn der überlebende Held von einer Spezialeinheit rekrutiert wird, um korrupte Polizisten zu entlarven. Dafür geht er Undercover und wird in einen blutigen Bandenkrieg verstrickt. Die Handlung ist kaum vorhanden und sehr viele Elemente werden im Laufe der Geschichte komplett weggelassen. Die Undercover-Arbeit blitzt immer wieder auf, aber das eigentliche Ziel ist schon lange aus den Augen verloren. Die Charaktere sind nur minimal psychologisiert und eher Typen denn wirkliche Figuren. Manches ist unlogisch und vieles wird fallen gelassen, etwa die Familie des Helden, die nur in zwei Szenen vorkommt, und bei all den Figuren, Füllszenen und den Fronten wechselnden Charakteren verliert man recht schnell den Überblick. Zudem sind die Zeitsprünge in der ersten halben Stunde etwas verwirrend und sollen einzig eine lange Einführung verhindern. Denn der Regisseur Gareth Edwards weiß, was die Zuschauer wollen: Action. So kann eine lange Präposition störend sein und er hat die Möglichkeit direkt in die vollen zu gehen. Ist das Drehbuch also insgesamt recht schwach und die dichte Atmosphäre aufgegeben worden, so kann der Film doch überzeugen. Einfach weil die Action hervorragend ist. Sie ist sehr blutig, stellenweise sogar äußerst grausam, aber auch spannend und voller Dynamik. Wer da warum gegen wen kämpft ist dann eigentlich egal, denn es geht um den Schauwert, der hier enorm hoch ist. Auffällig ist die Tatsache, dass mit nur wenigen Schnitten gearbeitet wird. Stattdessen vollführt die Kameras viele Schwenks und folgt den real kämpfenden Darstellern und die Soundeffekte machen alles noch viel wuchtiger. Da gibt es manche Szenen die man so noch nicht gesehen hat: vor allem ein solcher Kampf in einem begrenzten Raum einer Toilette oder im Inneren eines fahrenden Autos sind sehr beeindruckend. Generell gibt es hier keine einzige schwache Actionszene, nur das Drumherum lässt zu wünschen übrig. Aber die Dramaturgie und Psychologisierung wird auch durch die Art des Kämpfens bestimmt. Der Kampf in der Küche kann zu einem Klassiker des Martial Arts Genre werden. Im Laufe des Fights werden der ursprüngliche Respekt und die Fairness immer mehr aufgeben und der Hass, die Wildheit, die Instinkte brechen durch, bis am Ende alles in Blut schwimmt. Und das ist das symptomatische des ganzen Filmes. Also: Gehirn aus und die Action genießen.

Das Bild des Filmes ist etwas blass, aber wohlwollend kann man da unterstellen, dass es die Grauzonen in denen sich der Undercoveragent bewegt gut symbolisiert. Der Ton ist etwas leise, aber die Soundeffekte sind äußerst gelungen und die Knochen brechen wuchtvoll. Die erste Disk hat viele Trailer und Teaser und auch einen gelungenen Audiokommentar des Regisseurs (der auch das Drehbuch schrieb und den Film schnitt), aber leider keine deutschen Untertitel. Die Bonusdisk bietet detaillierte Einblicke mit einem Making Of, Interviews, einer Rückschau auf die langen Vorbereitungen (die Genese des Filmes liegt lange zurück und das Drehbuch bzw. die Kampfchoreographien bestanden schon vor dem ersten Teil von „The Raid“), eine Betrachtung der Stunts und der Choreographie sowie eine sehr lange blutige entfernte Szene. Als kleines Schmankerl sind hier noch Kurzfilme zu sehen, welche Fans des ersten Teils gedreht haben und in das Internet gestellt hatten. Natürlich sind das Amateurfilme, aber doch unterhaltsam.

Die Action ist äußerst beeindruckend. Was man von der Handlung und der Psychologie nicht gerade behaupten kann, denn hier verliert man schnell den Überblick und es wird viel fallen gelassen. Aber als Actionfilm ist „The Raid 2“ einer der besten der letzten Jahre.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media