The Pretty One - DVD

DVD Start: 28.08.2014
FSK: ab 6 - Laufzeit: 91 min

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Inhalt

Laurel (Kazan) hat ihr bisheriges Leben als Mauerblümchen im Haus ihres Vaters verbracht, während ihre glamouröse Zwillingsschwester Audrey (Kazan) mit Selbstbewusstsein und Charme im Großstadtleben triumphiert. Als man Laurel nach einem tragischen Unfall für ihre Zwillingsschwester hält, beschließt sie spontan, die Identität ihrer Schwester anzunehmen und "The Pretty One" zu werden. Während sie sich an ihre neue Unabhängigkeit gewöhnt, entdeckt sie ungeahnte Fähigkeiten in sich: sie macht Karriere, findet Freunde und sogar ihre große Liebe. Zoe Kazan (Ruby Sparks), Jake Johnson (TV-Serie „New Girl”) und Ron Livingston (Drinking Buddies) spielen die Hauptrollen in diesem charmanten Comedy-Drama über Familienbande und zweite Chancen.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Sony Pictures Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- THE PRETTY ONE: VISUELLE EFFEKTE

DVD und Blu-ray | The Pretty One

DVD
The Pretty One The Pretty One
DVD Start:
28.08.2014
FSK: 6 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - The Pretty One

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 5/10


Ob Lindsay Lohan in einer Doppelrolle oder die Olsen Zwillinge je für sich: Geschwister-Verwechslungsfilme waren DER Karrierekick für die einstigen Jungstars des letzten Jahrzehnts. Ich dachte schon, Verwechslungsfilme wären out. Und jetzt kommt das Kömodien-Drama, oder auch kurz Dramedy, "The Pretty One" mit Newcomer Zoe Kazan (demnächst in der RomCom "What If" neben Daniel Radcliffe zu sehen) daher. Direkt auf DVD geschnappt und reingezappt. Eine nächste Neuentdeckung, erstmals einem breiteren Publikum bekannt durch die Hauptrolle in dem von ihr geschriebenem Überraschungshit "Ruby Sparks". Die Wandlungsfähigkeit hat sie in 2012 schon bewiesen.

Das Schema ist einfach, aber glaubwürdig. Eine der Zwillinge Audrey und Laurel ist die Erfolgreiche, die aus sich und ihrem Leben etwas macht. Die Andere ist seit dem Tod der Mutter ein Mauerblümchen und fühlt sich nun verantwortlich, deren Rolle reinzunehmen. Nach einem Friseurbesuch erleiden die sich nah stehenden Geschwister einen Autounfall bei dem die beliebte Audrey stirbt. Von nun an wird jedoch Laurel für Audrey gehalten und diese weiß sich nicht weiter zu helfen als das Spiel mitzuspielen. In ihrem "neuen" Leben erföhrt sie, dass Audrey alles andere als Perfekt war , doch ihr Geheimnis holt sie immer weiter ein.

Nun, zuerst muss ich sagen, ist der Film keine geschichtliche Meisterleistung. Logischerweise ist es hervorsehbar, dass das Mysterium irgendwann ans Licht kommen musste. Sehr schade, dass nicht aus der Vergangenheit gelernt wurde und ein Plot Twist oder ähnliches eingebaut wurde. Auch auf die Genrebezeichnung will ich liebend gerne eingehen, denn "The Pretty One" ist kein bisschen lustig. Humor findet hier nichtmal derjenige, mit dem schlechtesten oder langweiligsten Belustigungsgeschmack auf dem Planeten. Wo zum Teufel lässt sich das dann Komödie nennen? Aber ganz ehrlich, mir ist schon viel zu oft aufgefallen, dass Filme Kömödie genannt werden, wenn er nicht durchgehend seriös ist und auf die Tränendrüse dückt. So wie alles, wo man sich ein einziges mal erschreckt, ein Horror sein soll. Es hätte also eigentlich (!) ruhig beim Drama bleiben können, denn der Plot ist wirklich traurig. Leider geht man in diesem Film wiederrum zu heiter für ein Drama mit dem Verlust um. Ist für mich wie der Vergleich "weder Fisch noch Fleisch". Ich als Zuschauer kann mich so nicht wirklich entscheiden, wie ich fühlen soll und fühle im Endeffekt einfach nix. Als ob mir der Film kurz und knapp gesagt Schnuppe wäre. Ein bleibender Eindruck ist das nicht. Und im Endeffekt bekommt dann natürlich die eigentliche Laurel die Probleme der gar nicht so coolen Schwester auf dem silbernen Tablett serviert. Doch davon merkt man im Film wieviel? Nichts, genau. Das geht so extrem unter, dass ich mich frage, wo denn hier die Katastrophe stattfindet. Irgendetwas muss doch die Spannung hervorbringen und nicht den Film einfach so vor sich hindümpeln lassen. Aber Fehlanzeige

Möglicherweise habe ich auch zu hohe Erwartungen, weil ich seit "Ruby Sparks" wirklich begeistert bin von der puppenhaften Zoe Kazan. Die Doppelrolle, als graues Mäuschen Laurel und extrovertierte Superfrau Audrey zu spielen, ist nicht das Meisterstück, allerdings realistisch eine Fusion beider Rollen zu werden, nachdem die eine dahinscheidet, schon. Das schafft Kazan. Unterstützung bekommt sie von "New Girl"-Hottie Jake Johnson, der sich im Moment wahrscheinlich nicht vor Aufträgen retten kann ("Bad Neighbors" und angeblich bald sogar "Jurassic World"!), in der Rolle des früher gehassten und nun von der "neuen" Audrey geliebten Basel. Er macht den Film nicht zur One-Zoe-Show und das finde ich sehr bemerkenswert, denn bei einer Doppelrolle steht die Hauptdarstellerin nunmal zweimal im Auge des Geschehens. Und ein schönes Paar geben die beiden auch ab, selbst wenn Johnson aussieht wie der totale Hipster schlechthin. Aber ich schweife ab...

Ich habe mich nämlich natülich mit der inneren Marterie des Streifens beschäftigt und nicht mit einer Stilkritik der Darsteller. Und auf den ersten Blick dachte ich mir: Schön, dass sich die Introvertierte so hübsch entwickeln und von ihrem alten Leben lösen kann. Auch wenn die Umstände irgendwie doof sind. Zeigt einfach, dass jeder es schafft, sein Glück zu finden. Auf dem zweiten Blick fiel mir dann aber etwas grundfalsches auf: alle wollen die Zwillingsschwester, die geschminkt ist, eine zurecht gemachte Frisur hat und sexy gekleidet ist. Sie hat Erfolg, obwohl sie -Zitat- eine "Bitch" ist. Und dann kommt Laurel, ein herzensgutes Mädchen, die aber nie geschätzt oder hoch angerechnet wurde. Erst jetzt, da sie sich als Aurey ausgibt und nun gut aussehen muss. Das ist für mich der falsche Ansatz von Vermittlung innerer Werte.

Im Extrasmenü findet sich ein knapp zweiminütiger Clip über die Vorher-Nacher Bearbeitungen per Visual Effects, zum Beispiel wie man eine Schauspielerin mit zwei Looks gleichzeitig vor die Kamera kriegt. Wirklich nett anzuschauen, aber für die zwei Minuten lohnt es sich kaum und hätte auch nicht sein müssen. Wie gesagt: Diese Disc lebt nach dem "weder Fisch noch Fleisch"-Motto. Dafür gibt es bei Bild-und Tonqualität nichts zu bemängeln.

Karrieretechnisch wird "The Pretty One" Zoe Kazan nicht vernichten, aber auch nicht in den Himmel der Hollywoodliga katapultieren. Ein recht solider Film für zwischendurch bei dem man nebenbei gut Kochen oder Bügeln kann. Von mir gibt es 5 Punkte.

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by Jennifer Mazzero
Bilder © Sony Pictures Home Entertainment