The Place Promised in Our Early Days - Edition Anime - DVD

DVD Start: 18.05.2012
FSK: ab 6 - Laufzeit: 92 min

The Place Promised in Our Early Days - Edition Anime DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In einer fiktiven Parallelwelt wurde Japan nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen den Siegermächten aufgeteilt. Die Freunde Hiroki, Takuya und Sayuri fühlen sich von einem riesigen Turm auf der anderen Seite der Grenze magisch angezogen. Sie geben sich ein Versprechen: Mit einem selbstgebauten Flugzeug wollen sie über die Grenze fliegen, um das Geheimnis des Turms zu lüften. Als die junge Sayuri spurlos verschwindet, stirbt der Plan der Jugendfreunde. Jahre später steht das geteilte Japan kurz vor einem Krieg - und Hiroki findet Sayuri wieder, die seit ihrem Verschwinden im Koma liegt. Hiroki schmiedet einen Plan seine Freundin zu befreien. Dass Sayuris Schicksal mit dem geheimnisvollen Turm verknüpft ist, weiss er noch nicht. Denn am Ende ist Sayuri der Schlüssel, der die Tür zum Weltfrieden und zu ihrer Vergangenheit öffnen kann.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Rapid Eye Movies
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Japanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Interviews
- Kinotrailer
- PONS - Sprachkurs Einführung in die jap. Sprache

DVD und Blu-ray | The Place Promised in Our Early Days - Edition Anime

DVD
The Place Promised in Our Early Days - Edition Anime The Place Promised in Our Early Days - Edition Anime
DVD Start:
18.05.2012
FSK: 6 - Laufzeit: 92 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - The Place Promised in Our Early Days - Edition Anime

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Anime über Träume
Manche denken an Animes vielleicht zunächst an Mangaverfilmungen und liegen dabei gar nicht mal so verkehrt. Das die japanischen Zeichentrickfilme aber mehr als nur Mangas im Film sind, konnte man schon seit langem beobachten und es gab sogar ein um das andere Meisterwerk, das zu recht international bekannt und erfolgreich wurde, wie etwa „Chihiros Reise ins Zauberland“ oder „Das wandelnde Schloss“ (auch wenn beide genannten vom selben Regisseur stammen). Auch Actionfilme, oder genauer: gerade Actionfilme, gerne in Verbund mit Science-Fiction, gibt es hier schon einige sehr gute wie etwa der schon ältere „Ghost in the Shell“ oder „Akira“. Der japanische Anime ist jedenfalls nicht jung und hat eine ebenso breite Basis wie einen großen Genrereichtum wie der normale Spielfilm. „The Place promised in our early days“ klingt zunächst wie das übliche Actiongedöns, bei dem eine Dreiecksbeziehung in einer nahen Zukunft mit einem Krieg zu tun hat. Aber um gleich einigen möglichen Enttäuschungen vorzugreifen: der Film ist nicht dem Actiongenre zugehörig und auch dem Science-Fiction-Bereich nur bedingt. Vielmehr ist „The Place“ ein poetischer Anime, der sich zwar mancher Genreelemente bedient, aber sehr viel mehr um Träume geht. Manchmal schrammt das haarscharf am Kitsch vorbei. Vor allem da die Farben sehr satt und kräftig sind und die Schönheit der Situation damit verdeutlichen wollen. Später ist alles in einem kalten Blau gehalten, bis wieder die Liebe thematisiert wird und mehr Sonne und kräftigere bunte Farben genommen werden. Das ist zwar sehr passend. Aber auch sehr platt. Manchmal wird es auch deutlich, wie die Macher von Zeichentrickfilmen mit Perspektiventricks arbeiten. Und da es eben deutlich wird, sind hier Fehler auszumachen. So laufen die drei Hauptfiguren durch ein Feld. Das heißt, man sieht die Beine sich zwar bewegen, aber das Feld und der Hintergrund verändern sich nicht. Es wird Bewegung suggeriert, die nicht stattfindet. Vielleicht war auch einfach nicht viel Geld vorhanden. Das würde auch die recht statischen Hintergründe und die übersichtliche Anzahl von Charakteren erklären. Angesichts der starken poetischen Szenen und der recht spannenden Story nimmt man das aber in Kauf, wenn man es denn überhaupt bemerkt. Der Film ist also kein Sci-Fi-Actioner, sondern eine Ode an die Poesie und an Träume. Der Turm im Film ist ein Sinnbild für das Streben. Streben ist immer auch das Verfolgen eines Zieles und die Diskussion über Parallelwelten wäre demnach eine Diskussion über Welten, welche durch Träume erschaffen werden, welche wieder Handlungen initiieren. Das kommt in diesem Film schön zur Geltung. Liebe erschafft Träume, die wieder eine Parallelwelt ist, da die Erfüllung einer Liebe eine neue Welt, eben von einer einsamen zu einer gemeinsamen, schafft. Aber auch die Wissenschaft hat Träume, nämlich was sie in ihrer Forschung erreichen will und verändert damit die Realität, da viele Forschungsergebnisse die Welt nachhaltig beeinflussen. Allerdings können alle diese Träume diversen Figuren, je nach Neigung, auch Angst machen. Und dieses Thema für einen Film zu nehmen ist eine schöne Idee. Nur ist der inhaltliche Zeitsprung im Film etwas zu kurz gewählt, da sowohl die körperliche als auch die geistige Entwicklung der Figuren für diese kurze Zeitspanne nicht allzu glaubwürdig ist. Die vorkommenden Fehler ergeben leichte Abzüge bei der Wertung. Ansonsten aber ein ungewöhnlicher Anime, der wohl auch Zuschauer finden wird, die ansonsten nichts mit diesem Bereich anfangen können.

Der Ton und das Bild sind gut und die Extras sind ungewöhnlich. Das ein Interview mit dem Regisseur vorhanden ist zwar weniger, aber das gleich drei Hauptsynchronsprecher zu ihren Rollen, der Vorbereitung und vieles mehr befragt werden, schon mehr. Das im Zusammenarbeit mit dem PONS ein kleiner Sprachenkurs für das Japanische hier enthalten ist, ist eine schöne und gelungene Idee.

Ein ungewöhnlich poetischer Anime, der abseits von Action und Sci-Fi angesiedelt ist, obwohl er sich mancher Genreelemente bedient. Vielmehr geht es um die Macht von Träumen und von Liebe, wobei die Grenze zum Kitsch doch ein um das andere Mal haarscharf gestreift wird.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG / Rapid Eye Movies