The New Daughter - DVD

DVD Start: 07.01.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 104 min

The New Daughter DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der alleinerziehende Vater John James zieht nach einer schmerzvollen Scheidung mit seinen zwei Kindern auf eine abgelegene Farm aufs Land. Seine pubertierende Tochter Louisa kann sich mit der langweiligen Umgebung überhaupt nicht anfreunden, bis sie beim Spielen am Waldrand seltsam geformte Hügel entdeckt. Von da an benimmt sie sich immer seltsamer und macht sogar ihrem kleinen Bruder Sam angst. Als John der Sache nachgeht wird ihm schnell klar, dass sie nicht alleine auf dem Anwesen leben. Unter den Hügeln scheint irgendetwas Unheilvolles zu schlummern. Schon bald muss John erkennen, dass seine Tochter nicht mehr dieselbe ist, und dass er alles tun muss, um seine Familie vor dem Tod zu retten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Laufzeit Bonusmaterial ca. 37 Minuten
- Hinter den Kulissen
- Entfernte Szenen
- Trailer

DVD und Blu-ray | The New Daughter

DVD
The New Daughter The New Daughter
DVD Start:
07.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The New Daughter The New Daughter
Blu-ray Start:
07.01.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

DVD Kritik - The New Daughter

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Starker Film mit schwachem Finale
„The New Daughter“, der am 7.1.2011 auf DVD erscheint, ist ein kleiner feiner Gruselfilm, der vor allem durch seine filmsprachlichen Mittel zu überzeugen weiß. Die Regie ist einfach hervorragend und es wird sehr gut mit subtilen Mitteln die charakterlichen Beziehungen und Situationen beleuchtet. Oft bezeichnet die Kameraposition die Konstellation der Figuren untereinander mehr als der Dialog. Auch das die Tochter des Filmes, Louisa, in einem verwinkelten Dachzimmer wohnt, greift auf das Ende vorweg und schildert von Beginn an ihr Eingesperrtsein und das Unentrinnbare ihrer Situation. Das Dachzimmer wird dadurch zu einer Höhle wie später die Erde und am Ende kommt dann eine richtige Höhle vor. Die charakterliche Änderung der Louisa, glaubhaft dargestellt und ohne jede Übertreibung präsentiert von Ivana Baquero, ist dann auch auf mehreren Ebenen zu finden und rechtfertigt somit den Filmtitel auf mehrere Art und Weise. Zum einen ist sie völlig entwurzelt durch den Umzug in eine andere Stadt mit einer neuen Schule und ohne Freunde. Zum anderen ist sie ein verunsichertes Scheidungskind. Als ob das nicht reichen würde, bekommt sie auch ihre erste Periode und wird damit zur Frau. Somit ist auch die Bahn gelegt für die übersinnlichen Ereignisse, die als allzu deutliches Symbol für die frauliche Entwicklung stehen können. Das Louisa sich auch gerne in die Erde gräbt kann auch als Bezug für die Mutter Erde stehen. Louisa sehnt sich nicht nur nach ihrer Mutter, sondern kann (und soll) mittlerweile durch die einsetzende Periode auch selber zur Mutter werden. Dieser Film, basierend auf einer Kurzgeschichte vom Bestsellerautor John Connolly, arbeitet viel mit Andeutungen und Symbolen. Auch die darstellerischen Leistungen vor allem von Kevin Costner und Samantha Mathis sind sehr gut zurückgenommen und enthalten sich aller Übertreibungen. Auch sind die Opfer gegen die Genrekonventionen gestaltet. Die Andeutungen im Film steigern sich natürlich genregemäß. Zu Anfang sieht man nur am unteren Bildrand dreckige Fußspuren und die Haustür steht mal offen. Bei der ersten Nachtszene, in der die Filmtochter am Fenster steht, sollte der Zuschauer auf den rechten Bildrand achten. Ohne deutlich was zu zeigen wird ein gutes Unbehagen und Spannung erzeugt. Der gute Ton spielt dabei eine große Rolle. Die idyllischen Anfangsbilder mit ihren schönen und satten Herbstfarben werden auch fast unmerklich immer blasser und dunkler. Ist der Film bis dahin ein sehr gut gedrehtes Drama und Horrorthriller, gerät das Finale leider komplett außer Kontrolle. Allzu sehr wird dort auf eine physische Konfrontation gesetzt und alles was vorher behutsam inszeniert worden war, wird mit diesem konventionellen und auf Effekte gerichteten Finale kaputt gemacht. Das widerspricht nicht nur komplett dem behutsamen Inszenierungsstil, sondern zitiert auch allzu deutlich „The Descent“ und beinhaltet auch einen großen logischen Fehler. Wie kann Kevin Costner minutenlang unter der Erde laufen, wenn der Hügel es proportional überhaupt nicht zulässt? Auch der Wissenschaftler kommt viel zu kurz und hätte den Film auch auf eine andere Ebene heben können. Es ist sehr bedauerlich, dass der psychologische Horror zugunsten eines Monsterstreifens in der letzten halben Stunde aufgegeben wird. So werden alle Symbole und die behutsame Inszenierung kaputt gemacht. Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass dieses Ende dem Regisseur durch die Produzenten aufgesetzt worden ist. Zu stark ist der Bruch. Aber das letzte Bild hat dann doch wieder alle Qualitäten die dem vorhergehenden Teil inne waren. Die Spiegelung auf dem Familienbild ist eine sehr gute und stark symbolische Idee. Aber auch hier achte man auf den rechten Bildrand.

Das Bild und der Ton sind sehr gut. Der sehr gute Audiokommentar von dem Regisseur Luis Berdejo behandelt auch viel die filmsprachlichen Mittel und könnte somit glatt nicht nur für Cineasten interessant sein, sondern auch Filmschülern einiges beibringen. Leider hat er keine Untertitel. Das Making Of ist eine typische Werbemaßnahme und berichtet immerhin, das die Produzenten mit dem Film eine kleine Hommage an den 1980er Horrorfilm schaffen wollten. Die ungefähr eine halbe Stunde dauernden entfernten Szenen sind sehr gut, aber leider ohne Untertitel. Natürlich gibt es dann auch noch einen Trailer und eine Trailershow.

Ein hervorragend gedrehtes und gespieltes Horrordrama, das leider mit einem sehr konventionellen und dem Monsterfilm entlehntem Ende den ganzen Film kaputt macht. Das ist mehr als Schade.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film