The Monster - DVD

DVD Start: 23.03.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 88 min

The Monster DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein einsamer Waldabschnitt bei Nacht, strömender Regen und ein verschreckter Wolf, der in ein Auto läuft: Eigentlich wollte die geschiedene und alkoholkranke Kathy ihre Tochter Lizzy bei ihrem Ex-Mann abliefern, jetzt warten beide im Unfallwagen auf Ambulanz und Abschleppwagen. Doch statt der ersehnten Hilfe lauert etwas ganz anderes im Dickicht des Waldes auf das Mutter-Tochter-Gespann. Etwas, das nicht nur den Wolf das Leben gekostet hat, sondern bald schon für blanken Terror unter den Wartenden sorgt und eine Erkenntnis birgt: Monster existieren wirklich!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
"Eyes in the Darkness" Featurette, Trailer


DVD und Blu-ray | The Monster

DVD
The Monster The Monster
DVD Start:
23.03.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Monster The Monster
Blu-ray Start:
23.03.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

DVD Kritik - The Monster

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 6/10


Nomen est Omen
Der Regisseur Bryan Bertino hatte mit dem Thriller „The Strangers“ ein eindrucksvolles Beispiel für einen Terrorfilm abgeliefert. Allerdings ist er danach etwas in der Versenkung verschwunden und sein Name dürfte wohl nur noch Insidern geläufig sein. Dabei war die Bedrohung in „The Strangers“ namen- und gesichtslos und man hatte die Befürchtung das es dem Filmemacher ebenso erging. Ist es deswegen eine Ironie, dass der neue Film von Bertino schlicht „The Monster“ betitelt ist? Schließlich geht es auch hier um eine Gesichts- und namenlose Bedrohung. The Monster SzenenbildDabei ist die Handlung an sich sehr schlicht und vermeidet die Nebenstraßen. Die junge Lizzy soll von ihrer Mutter Kathy zu dem Ex-Mann gebracht werden, um dort fortan zu leben. Auf der nächtlichen Straße übersehen die beiden Frauen bei Regen einen Wolf und überfahren ihn. Allerdings geht dabei auch das Auto kaputt. Während Lizzy und Kathy auf Hilfe warten müssen sie feststellen, dass in dem sie umgebenden Wald etwas Böses lauert.

Zugegeben: die Story an sich klingt nicht sonderlich interessant und es hängt dann sehr viel von der Machart ab, ob der eingeschränkte Schauplatz optimal genutzt wird, wie etwa in Filmen wie „Der eisige Tod“ und „Frozen“ oder jüngst erst „Shallows“. Dabei ist die eigentliche Stärke das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter. Immer wieder gibt es Rückblenden welche die desolate Beziehung untereinander aufhellen. Kathy ist noch recht jung und hat Lizzy wohl während der Teenagerzeit bekommen. Zudem ist sie alkoholkrank und dementsprechend unzuverlässig und kein Halt für ihre Tochter. Anhand einiger Szenen kann man sich auch fragen, ob sich das Monster im Titel nicht sogar auf die Mutter selber bezieht. Doch dafür ist sie zu vielschichtig gezeichnet. Zoe Kazan gelingt es, den Charakter nicht einfach auf die Sucht zu reduzieren, sondern kann durchaus Mitleid erzeugen aber auch Abscheu. Man leidet mit der jungen Frau aufgrund ihrer Sucht, verachtet sie aber wie sie im Suff mit ihrer Tochter umgeht. Das tragische und dramatische dabei ist, dass sich Kathy darüber bewusst ist. Ihre Tochter ist stellenweise sehr viel reifer als sie selber und von Ella Ballentine hervorragend gespielt. Es ist auffällig, dass gerade in den letzten Monaten im Horrorbereich viele gute Kinderdarsteller auf sich aufmerksam machen (man siehe dazu auch nur „Before I Wake“ und „Ouija: Der Ursprung des Bösen“). Aufgrund dieser Dramatik zwischen den beiden Hauptpersonen wird zwar die erzählerische Dichte immer wieder aufgebrochen und damit die Spannungskurve erheblich gestört, aber da einem so die Charaktere näher kommen, fürchtet man umso mehr um sie. The Monster SzenenbildAber intensiv werden das Grauen und die Spannung durch die Unterbrechungen nie. Vom eigentlichen Inhalt her ist das auch überschaubar. Dabei ist das Monster durchaus gut gelungen und die Maske sehr furchteinflößend und lässt sogar die Überlegung zu, ob es sich dabei um die personifizierte Symbolik der Mutter-Tochter-Beziehung handelt. Jedenfalls ist das Finale mitreißend und man kann ein um das andere Mal mitfiebern. Aber letztlich ist die Struktur manchmal etwas unglücklich ausgefallen, so dass hier einige Abstriche gemacht werden müssen.

Das Bild ist gelungen und gerade in den nächtlichen Regenszenen kann man auch die Konturen noch immer gut erkennen. Der Ton kann auch überzeugen, kommt aber nur zur Geltung wenn das Monster brüllt. Neben dem Trailer gibt es noch ein Making Of als Extra welches viele Interviews aufweist die mehr in Richtung PR gehen aber auch Einblicke in die Dreharbeiten liefert, welches sehr viel interessanter ist.


Fazit:
Die tragische Mutter-Tochter-Beziehung wertet das Geschehen dramatisch auf, so dass man wirklich um die Charaktere fürchtet, bricht aber die Spannungsbögen zu oft ab, weswegen die Struktur etwas schwächelt.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media