The Man Who Wasn't There - DVD

DVD Start: 07.10.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 112 min

The Man Who Wasn't There DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der schweigsame Barbier Ed Crane (Billy Bob Thornton) hadert mit der Monotonie seines Lebens. Als ein Kunde ihm anbietet, mit 10.000 Dollar Geschäftspartner seines florierenden Unternehmens zu werden, wittert Ed eine Chance, sein Leben zu ändern. Er will das Geld von Kaufhausbesitzer Big Dave (James Gandolfini) erpressen, der mit Eds Frau ein Verhältnis hat. Doch Big Dave bekommt heraus, wer der anonyme Erpresser ist.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews (ca. 13 Min.), Blick hinter die Kulissen (ca. 4 Min.), Deleted Scenes, Darsteller-Infos

DVD und Blu-ray | The Man Who Wasn't There

DVD
The Man Who Wasn't There The Man Who Wasn't There
DVD Start:
07.10.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - The Man Who Wasn't There

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 9/10


Filme von den Coen-Brüdern sind und bleiben doch stets etwas Besonderes. Kein Film gleicht dem anderen, stets erlebt man da etwas Neues. Und doch trägt jeder einzelne Film von Ethan und Joel Coen unverkennbar die Handschrift der Brüder: skurrile Charaktere, seltsame Situationen, die in noch seltsamere Situationen ausufern. Man könnte meinen, die Coens erzählen seit Jahren immer wieder sie selbe Geschichte und doch möchte man keinen ihre Filme missen. Denn eines kommt niemals auf: Langeweile. Dies ist insbesondere bemerkenswert bei einem Film wie „The Man who wasn´t there“. Denn wirklich viel passiert hier in der Tat nicht. Trotzdem schafft es Ed Crane, fabelhaft gespielt von Billy Bob Thornton, sich zunächst kaum merklich, dann aber immer rasanter, auf seinen eigenen Abgrund zuzubewegen, sodass man, trotz oder gerade wegen der enormen Ruhe und Stille, die der Film vermittelt, irgendwann umso entsetzter feststellen muss, wie viel in der Zwischenzeit doch eigentlich passiert ist. Das anfänglich, zugegeben oberflächlich perfekte Leben von Ed ist am Ende zumindest keinen Cent mehr Wert, denn übrig davon bleibt absolut gar nichts, nicht einmal Eds eigenes Leben.

Natürlich macht dieser Film für eingefleischte Cineasten umso mehr Spass, denn wie es von den Coens nicht anders zu erwarten war, ist auch „The Man who wasn´t there“ vollgestopft mit Zitaten und Verweisen auf andere Filme, die zu entdecken so ungeheure Freude macht. Auffällig ist in jedem Falle die gesamte Bildkomposition: Wir sehen einen Film Noir wie er schöner kaum sein könnte. Allein die Kameraführung und Lichtgestaltung lohnt das Ansehen unbedingt! Dies ist jedoch nur der eine, optische Aspekt, der den Reiz dieses Films ausmacht. Darüber hinaus ist es aber auch, wie eigentlich immer bei einem Coen-Film, das Schauspiel ausnahmslos aller Darsteller, welches durchweg überzeugend und genial ist. Und natürlich ist es, wie jedes Mal bei den Coens, die Story, die den Zuschauer in ihren Bann zu ziehen vermag. Es beginnt mit einer sicherlich nicht sehr klugen, aber durchaus einfachen Idee, die Ed verfolgt. Er ist unzufrieden mit seinem Leben und will gern wieder glücklich sein. Da kommt ihm das etwas merkwürdige Angebot von einem seiner Kunden im Friseursalon gerade recht: Mit 10.000 US-$ Beteiligung und keinen weiteren Verpflichtungen sieht Ed seine Chance als Teilhaber einer neuen Geschäftsidee, an das große Geld zu kommen. Was er dabei übersieht, ist seine Naivität und die Tatsache, dass seine nachfolgend unvernünftigen Schritte ihn eigentlich immer schneller in die falsche Richtung, weg vom Glück, hinein ins Verderben rennen lassen. Ethan und Joel Coen wären nicht sie selbst, wenn sie es dabei nicht schaffen würden, uns immer wieder aufs Neue zu überraschen. Immer wenn man denkt, es könnte nicht mehr schlimmer kommen und die Handlung müsse nun eine Wendung erfahren und Ed zurück auf den richtigen Weg bringen, liefern sie uns eine Wendung, nur jedoch um das Geschehen noch weiter zu dramatisieren. Dies ist die eigentliche Spannung eines ansonsten eher handlungsarmen Filmes, der gerade deshalb so stark ist, weil er trotz seiner wenigen, traurigen Stationen, die Ed durchläuft, seine Zuschauer von Anfang bis Ende fesseln kann. Wann hat man schonmal einen derart ruhigen Film zu sehen bekommt, der dennoch in keiner Sekunde langweilig ist und man bis zum Ende mitfiebert, wie dieses Drama wohl zu einem Abschluss gebracht werden soll. Hervorragen!

by Oliver Tege
Bilder © Paramount Home Entertainment