The Loreleys Grasp - DVD

DVD Start: 23.05.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 81 min

The Loreleys Grasp DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Eine kleine Ortschaft am Rhein wird von einer blutrünstigen Bestie heimgesucht. Nachts, im fahlen Licht des Mondes, erscheint das Monster um seinen Opfern das Herz heraus zu reissen. Der erfahrenen Jäger Sigurd wird beauftragt der Bestie Einhalt zu gebieten. Doch er hat nicht mit der Loreley gerechnet, die einer alten Sage nach, sich die Herzen junger Menschen holt.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Shock Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Spanisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailer
- Bildergalerie

DVD und Blu-ray | The Loreleys Grasp

DVD
The Loreleys Grasp The Loreleys Grasp
DVD Start:
23.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 81 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Loreleys Grasp The Loreleys Grasp
Blu-ray Start:
23.05.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - The Loreleys Grasp

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Kultklassiker ungeschnitten - Vom Regisseur der „Nacht der reitenden Leichen“ stammt auch „The Loreley`s Grasp“, von dem manche vielleicht schon mal gehört haben, der aber bei weitem nicht die Bekanntheit erlangen konnte, wie es etwa die Filmreihe um die toten reitenden Templer schafften. Insofern war dieser kleine Trashstreifen schon recht bald zu einem Kultfilm geworden, von dem man ab und zu munkeln hörte, aber kaum Zugang zu ihm hatte und für ihn dementsprechend auf Börsen horrende Preise zahlen musste. Selbst als Import war er selten und schwer zu kriegen. Nun aber ist er regulär auf Deutsch erschienen und Fans des 1970er Trashs dürfen sich freuen. Und eines gleich vorweg: auch wenn der Film ab 16 Jahren freigegeben ist, so ist er durchaus ungeschnitten und alle Splatterelemente sind enthalten. Da fragt man sich, wie man um die 18er Freigabe herum gekommen ist. Allerdings sollte man sich hüten angesichts der Seltenheit des Filmes allzu hohe Erwartungen zu pflegen. Der Regisseur ist nun nicht gerade als Meister seines Faches bekannt und „Die Nacht der reitenden Leichen“ war damals innovativ mit Blut und Erotik und konnte vor allem mit der gruseligen Atmosphäre punkten, war aber beileibe kein Meisterwerk des Films und des Horrorgenres. Ähnlich geht es „Loreley`s Grasp“. Der Film ist reiner Trash und weiß das auch. Er hat zwar keine Selbstironie, aber allein schon wie er die deutschen Mythen und Legenden plündert ist geradezu hemmungslos und man kann das alles nicht ernst nehmen. Neben der titelgebenden Lorelei, die in der Tat diejenige des Rheins sein soll, gibt es noch massig Anspielungen. So heißt der Held ausgerechnet wie der Drachentöter und viele Ritter in den populären Medien: Sigurd. Dass Lorelei als eine Art Meeresmonster dargestellt ist, ist eigentlich recht logisch, kann aber ausgerechnet von der Maske her nicht überzeugen. Dafür ist der Anzug zu sehr aus Gummi und gerade der Handschuh ist sehr als solcher zu erkennen. Da ist es ein großer dramaturgischer Fehler, dass das Monster gleich zu Beginn gezeigt wird und nicht mit Anspielungen gearbeitet wird. Da wäre man dann beim Anblick später etwas enttäuschend gewesen, aber es währe nicht lächerlich. Auch sonst werden einige Fehler gemacht und es gibt indirekt eine Hommage an Jess Franco wenn Nachtszenen deutlich am Tage gedreht worden sind. Der Held rafft die einfachsten Zusammenhänge nicht, die der Zuschauer schon beim ersten Blick nachvollziehen kann, das Sirenengehabe der Darstellerin, in tanggrünen Bikini bitte schön, ist peinlich und es fehlt nur die Zeitlupe, manche Opfer werden nicht gefunden und die Charaktere offensichtlich auch nicht gesucht. Manche Szenenanschlüsse werden auch vollkommen vergessen. Etwa die Posse, wenn das Monster gesucht wird. Vollkommen zusammenhanglos wird die Sequenz einmal gezeigt, aber wozu das führte, etc. wird nicht mehr thematisiert. Es ist nicht alles logisch und das Rheingold der Nibelungen liegt auch noch herum. Da aber die einzige Waffe, welche die mythologische Lorelei töten kann, ein radioaktiver Dolch ist, so wird noch mal schnell in grenzenloser Naivität die aus den 1950ern stammen könnte, der Konflikt zwischen Legende und Moderne auf den Punkt gebracht. Und ähnlich wie die Filme der Hammer Studios ist das hier alles auch historisch inkohärent. Es wirkt bisweilen als ob die Handlung im 19. Jahrhundert angesiedelt ist, aber dennoch läuft ein Hippie herum. Da steht ein Auto neben einer Kutsche, die Dorfbewohner tragen wie in „Frankenstein“ Fackeln um gegen das Monster vorzugehen aber Anzüge aus den 1970ern. Der ganze Film ist Trash as Trash can, macht damit aber richtig Laune. Natürlich ist vieles Unsinn, aber die immer wieder eingestreuten Splattereffekte, die stellenweise recht hart sind und die Erotik hält einen locker beim Fisch.

Der Ton und das Bild sind sehr gut, aber nicht sonderlich berauschend. Manchmal merkt man dem Film etwas das Alter an, aber ein Gerieseln und Streifen sind nicht zu finden, da das Material remastered worden ist. Als Extras gibt es nur Trailer und eine Bildergalerie wobei einem ein Making Of hier doch ziemlich fehlt.

Der Film ist Trash und bietet neben vielen Fehlern aber auch Blut und nackte Haut und kann somit Trashfans höchst erfreuen. Hemmungslos plündert die seltene Perle deutsche Legenden und ist zudem ungeschnitten.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Shock Entertainment