The Lords of Salem - DVD

DVD Start: 31.10.2013
FSK: ab 16 - Laufzeit: 100 min

The Lords of Salem DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

9,99 € jetzt kaufen
8,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD und Blu-ray zum Film

Inhalt

Das blonde Rockergirl Heidi arbeitet als DJ bei einem lokalen Radiosender. Eines Tages wird ihr eine hölzerne Kiste zugestellt, in der eine Schallplatte liegt. Als sie die Platte auflegt, läuft diese jedoch rückwärts und Heidi erlebt in einer Rückblende ein bereits vergangenes Trauma. Es folgt eine weitere Box, in der sich die Aufforderung befindet, eine Musikveranstaltung auszurichten. Als Heidi dort ankommt, ist das, was sie sich vorgestellt hatte, weit von dem entfernt, was sie dort erwartet ...

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universal Pictures

DVD und Blu-ray | The Lords of Salem

DVD
The Lords of Salem The Lords of Salem
DVD Start:
31.10.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 100 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Lords of Salem The Lords of Salem
Blu-ray Start:
31.10.2013
FSK: 16 - Laufzeit: 104 min.

DVD Kritik - The Lords of Salem

DVD Wertung:
Film: | 2/10
Bild: | 5/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 3/10


Hexenmumpitz - An Rob Zombies Filmen scheiden sich die Geister. Manche verehren sie kultisch wie etwa „The Devil`s Rejects“ andere halten seine Filme schlicht und ergreifend für Schrott. Schließlich hat Zombie auch den unsäglichen „Halloween“-Remake Mist verbrochen. Angesichts dessen neuen Streifens „The Lords of Salem“ kann hier eine kleine Anekdote erzählt werden. Es lag nur ein Pressescreener vor, ohne irgendein Cover und da ein Vorspann nicht existiert, war es dem Rezensenten gar nicht bewusst, dass hier ein Rob Zombie Film vorlag. Die ganze Zeit dachte ich mir nur, dass hier eindeutig ein Debütfilm vorliegt, in dem der neue Regisseur noch seine Handschrift sucht. Da gibt es nämlich einige sehr gelungene Szenen und Einstellungen, die mit völlig misslungenen Szenen gemischt waren und stellenweise extrem peinlich sind. Alles ist sehr unsicher und man stolpert durch verschiedene Stile ohne je etwas wirklich hinzubekommen. Wie doch das Wissen um die Macher einen manchmal beeinflussen kann, so war es doch ein Schock zu sehen, dass hier ein Regisseur am Werke war, der schon einige Streifen realisiert hatte. Umso erschreckender das Ergebnis. Dabei ist die Idee zu dem Film nicht gerade verwerflich. Gut, es ist ein Abklatsch von „Rosemaries Baby“, inklusive Hexen, Begattung durch den Teufel, diabolische Nachbarn, etc. Das geht ja alles noch an, wenn es denn gut gemacht ist. Das fängt direkt schlecht an, denn die Hexendarstellerinnen kommen offenbar aus einem Provinztheater und agieren so übertrieben, dass es einem die Fußnägel krempelt. Und dann noch die grauenhaften Dialoge. Da verliert man schnell die Lust weiter zu sehen. Doch dann kommt ein inhaltlicher und zeitlicher Wechsel und es folgen einige sehr gelungene Einstellungen mit einer äußerst angenehm zurückhaltenden Sheri Moon Zombie, der Ehefrau des Regisseurs, in der Hauptrolle. Sie kann ganz am Anfang schon Sympathie erwecken und die Zerrissenheit des Charakters gut darstellen. Im Nachhinein entpuppt sie sich dann auch als das Beste am Film (übrigens gibt es zwei Gastauftritte, von denen besonders Ken Foree zu erwähnen ist, der eine der Hauptrollen in George A. Romeros legendärem „Dawn of the Dead“ besetzt hatte). Nach dem missglückten Einstieg gehören die Szenen zur Charakterbildung mit zu den Besten, was hier zu sehen ist. Generell sind alle Handlungselemente, die in dem düsteren Mietshaus spielen die wirklich lohnenswerten. Alle Zutaten aus dem Geisterfilm, die hier zusammengeworfen werden sind optimal eingesetzt. So wackelt nur eine Deckenlampe ganz im Hintergrund und kann damit Spannung erzeugen. Auch das im Hintergrund Geister zu sehen sind, welche der Heldin nicht auffallen, ist sehr spannungsgeladen. Können die Hintergrundeffekte überzeugen und Spannung schüren, so sind andere Sachen einfach nur peinlich. Wenn etwa der Satan auftritt muss man sich vor Lachen die Flanken halten, weil es einfach lächerlich ist. Das overacting aller Schurken zerrt unfreiwillig an den Nerven. Und auch wenn die Hauptfigur sympathisch ist, so ist doch gerade gegen Ende und zwischendurch in der Kirchenszene alles so bewusst auf Provokation und blasphemisch gezimmert, dass es geradezu infantil wirkt. Insbesondere das eine Schlussbild, wenn die Heldin als neue böse Jungfrau Maria gezeigt wird, so wirkt das wie eine Mischung aus Pop-Art, Ikonenkitsch und Gothic Art aus einem psychedelischen Alptraum eines schwulen Designers. Und auch die Story möchte alten klassischen Elementen etwas Neues abgewinnen, verfällt dann aber doch nur in uralte Klischees was Hexen anbelangt und bestätigt diese nur. Und diese Aspekte hatten schon im Mittelalter einen langen Bart. Schlicht und ergreifend: Rob Zombie hat mal wieder einen schlechten Film gemacht.

Der Ton und das Bild sind gut, als Extra gibt es allerdings nur eine kleine Trailershow.

Wieder ein Machwerk von Rob Zombie das stilistisch so unsicher daher kommt als wäre es ein Debütfilm. Einige gelungene Szenen wechseln sich mit absoluten Peinlichkeiten ab und verärgern den Zuschauer anstatt ihn zu ängstigen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universal Pictures