The Last Days - DVD

DVD Start: 02.05.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 99 min

The Last Days DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Auf der Erde ist eine rätselhafte Epidemie ausgebrochen: Die Menschen werden von einer unergründlichen Angst befallen, ins Freie zu gehen. Verlassen sie geschlossene Räume, sterben sie an purer Panik. Es herrscht Ausnahmezustand – die Straßen sind leergefegt, alle Versorgungswege zusammengebrochen. In diesem Chaos begibt sich Marc über Tunnelsysteme auf die Suche nach seiner Freundin Julia. Tief unter der Stadt herrscht das Recht des Stärkeren. Doch er ist bereit, alles zu riskieren ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Making Of
- Entfallene Szenen
- virale Clips
- Kinotrailer

DVD und Blu-ray | The Last Days

DVD
The Last Days The Last Days
DVD Start:
02.05.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 99 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Last Days The Last Days
Blu-ray Start:
02.05.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 102 min.

DVD Kritik - The Last Days

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 7/10


Gewählte Isolation - Die Regisseure von „The last Days“ konnten schon mit „Carriers“ Erfahrungen sammeln in dem es ebenfalls um eine Epidemie und die Bewältigungsstrategien der Betroffenen damit geht. Auch „The Last Days“ ist ein Endzeitthriller, welch ein Wunder bei dem Titel, der sich aber dennoch von anderen des Genres wohltuend unterscheidet. Zum einen ist die Bedrohung nicht greifbar. Es kommen keine Zombies vor, keine Aliens und auch keine Monster sowie Banden wie in „Mad Max“ die bekämpft werden müssen, sondern die eigentliche Bedrohung liegt in den Menschen selbst. Sie haben schlicht und ergreifend Angst. Angst davor, in das Freie zu gehen und gerade die Agoraphobie zwingt sie, sich zurückzuziehen. Das ist eine gute Grundidee, wenngleich es natürlich zweifelhaft ist wie sich eine solche Phobie ansteckungsmäßig verbreiten soll, voller sozialkritischer Komponenten. Da ist sich fast jeder selbst genug und man behütet sein Heim, das zunehmend ein Bollwerk gegen die ganze Welt wird und sich als ein Schutzraum erweist, der sein Eigenleben entwickelt. Da der Film logischerweise nur in Innenräumen spielt, hat es den zusätzlichen Effekt, dass sich auch der Zuschauer an diese abgeschotteten Räume gewöhnt. Langsam, ganz langsam packt einen der Film und ist quasi mit der Angst ansteckend. Denn wenn im Finale einer der Helden in das Freie muss, so empfindet man als Zuschauer wirklich Angst, die sogar weit über die Empathie mit der Figur hinausgeht. So sehr hat man sich daran gewöhnt das alles in beengten Räumen stattfindet. Dieses Eingesperrt sein in die Räume und in sich selbst, ist auch ein Zeichen für die Angst vor der Zukunft und vor anderen Menschen, wobei das Ende sehr hoffnungsvoll ist und auch im Film öfter Zeichen großer Solidarität vorkommen. Diese selbstgewählte Isolation verselbstständigt sich und es gibt dann einige faszinierende Aspekte im Film die gerade die Bewältigungsstrategien der Menschen behandeln und wie sie mit einem Leben klarkommen müssen, welche es ihnen nicht mehr ermöglicht, in das Freie zu treten. Insofern gelingen dem Streifen einige gute Utopien, kann aber nicht auf einige Genreversatzstücke verzichten. Da gibt es den Rückfall in die Clanbildung, Kriege zwischen Stämmen und den generellen Rückfall in archaische Strukturen, wobei dann innerhalb der Menschen alle Logik ausgeschaltet wird und die aggressive Vorgehensweise zu reiner Zerstörung führt, wohingegen die Zusammenarbeit die Zukunft formt. Auch wenn letzteres banal klingt und einige Genreversatzstücke genommen werden, gelingt es der spanischen Produktion doch auf beeindruckende Weise die größten Klischees zu umschiffen.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind sehr gut und auch die Extras vermögen zu überzeugen. Das Making Of ist zwar zum Teil eine Werbung für den Film, kann aber dennoch Einblicke in die Entstehung liefern. Dann gibt es noch entfallene Szenen sowie sogenannte virale Clips, die im Internet erschienen sind und Fakten vorgaukeln, die neugierig auf den Film machen sollen. Trailer gibt es natürlich auch.

Eine gute Grundidee, zwar nicht ganz logisch, kann allein schon den Film im Genre abheben und die filmische Gestaltung vermag es den Zuschauer wirklich zu ängstigen. Sozialkritik verbindet sich mit Spannung auf superbe Art und Weise.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Capelight Pictures