The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel - DVD

DVD Start: 17.03.2016
FSK: ab 16 - Laufzeit: 91 min

The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Der US-amerikanische Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südstaaten nähert sich im Jahr 1865 zwar seinem unausweichlichen Ende. Doch auch in den letzten Tagen des blutigen Konflikts regieren Gewalt und Tod: Für die willensstarke Augusta, die zusammen mit ihrer Schwester Louise und Sklavin Mad auf einem abgelegenen Anwesen auf das Kriegsende wartet, werden die letzten Tage des Kriegs zum Überlebenskampf: Zwei Deserteure der herannahenden Unions-Armee haben es auf die wehrlosen Frauen abgesehen...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Kinotrailer

DVD und Blu-ray | The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel

DVD
The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel
DVD Start:
17.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 91 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel
Blu-ray Start:
17.03.2016
FSK: 16 - Laufzeit: 95 min.

DVD Kritik - The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 8/10


Welt der Frauen
„The Keeping Room“ ist erfolgreich auf einigen Festivals gelaufen, kam aber hierzulande leider gar nicht erst in die Kinos, was angesichts der tollen Bilder besonders schade ist. Aber Western haben es heutzutage schwer. In den USA mögen sie durchaus erfolgreich in den Kinos laufen, aber in Deutschland erscheinen sie in den letzten Jahren zunehmend nur noch direkt auf DVD. Von einigen Ausnahmen wie „Slow West“ mal abgesehen. The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel Szenenbild„The Keeping Room“ ist zudem noch ein sehr ungewöhnlicher Western, der einige Klischees des Genres gut umschiffen kann. Was natürlich auch daran liegt, das er sein Genre mit einem Subgenre des Horrorfilms, nämlich dem Home Invasion Thriller, verknüpft. Ein Subgenre das sich erst in letzter Zeit etwas totgelaufen hat. Nach dem Höhepunkt „You`re Next“ liegt es brach. Inhaltlich gibt es auch nicht viel her: eine Bande von Schurken oder ein einzelner Psychopath dringt in ein Heim ein und quält die Bewohner, die irgendwann zurückschlagen. Da wurde alles schon mal durchgespielt. Außer eben in einer Genreverknüpfung. „The Keeping Room“ gelingt das sehr gut und nutzt historische Begebenheiten und ist insofern sehr glaubwürdig. Der amerikanische Bürgerkrieg nähert sich dem Ende. Die Männer sind alle im Krieg und so bleibt es an den Frauen, das Land zu bestellen. Augusta ist eine junge Frau, die mit ihrer jüngeren Schwester Louise und der Sklavin Mad im Elternhaus verblieben ist. Louise, stark: Hailee Steinfeld („True Grit“), kann sich mit den neuen Gegebenheiten nicht zurechtfinden und möchte den alten Lebensstil weiterführen, wohingegen Augusta die Rolle des Familienoberhaupts ausfüllen will und die Zeichen der Zeit erkennt. Während Louise Mad immer noch als reine Sklavin behandelt und demütigt, holt sich Augusta bei der Sklavin Rat. In einer bezeichnenden Szene ohrfeigt sie Mad und bekommt als Antwort ebenfalls eine Ohrfeige. Aber sie nimmt sie hin und bestraft die Arbeiterin nicht. Die Zeiten ändern sich und das bisherige Weltbild liegt durch den Krieg in den Trümmern. Nicht nur die Sklaven emanzipieren sich, sondern auch die Frauen. Wobei gerade Augusta hier die zentrale Rolle innehat. Die dramatischen Aspekte dieses Konflikts kommen durchaus zum Tragen. Doch der Krieg trifft auch sie. Zwei Soldaten der Unionsarmee sind als Kundschafter in der Nähe und verbreiten Terror und Gewalt. Als nächstes haben sie Augusta und ihr Heim im Visier. Das alles macht durchaus Sinn. Nicht nur müssen die Frauen ihre neu gewonnene Freiheit und ihr erwachtes Selbstbewusstsein gegen Männer verteidigen, sondern hier kommt auch der Aspekt der Home Invasion zum Tragen. Denn der Krieg zerstört das Heim und die Schurken sind Soldaten der gegnerischen Seite, die versuchen in das Haus einzudringen. Diese Szenen dauern aber nicht allzu lange, da man sich nicht auf einem Subgenre ausruht. Überraschenderweise sind auch die Bösen sehr vielschichtig und Sam Worthington wurde ganz gegen sein Image als Actionheld besetzt. Der Mann der als Terminator unterwegs war und auch die Götter des griechischen Olymp bekämpfte, ist hier als wahrhaft beängstigender Mann zu sehen. Dass er um die Schrecknisse seines Tuns weiß, macht es nicht besser. In einer Szene fragt ihn Augusta, warum er sie quält. Als Antwort hört sie: „Ich kann einfach nicht mehr aufhören.“ Und möchte es eigentlich doch. Verroht durch den Krieg, will der Böse mit dem ironischen Namen Moses ein Heim finden und eine Möglichkeit zur Rückkehr haben. Doch der Krieg macht das zunichte. Das machen seine Taten nicht weniger grausam, verleihen ihm aber eine unerwartete Tiefe. Sam Worthington ist hier überraschend gut und kann einen hypnotisch in seinen Bann ziehen. The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel SzenenbildIm Vordergrund steht aber der Reifeprozess der drei Frauen die sich mit einer neuen Welt konfrontiert sehen. Man sieht: gängige Klischees können vermieden werden. Zudem ist der Film sehr spannend, da auch einige unerwartete Momente vorkommen und zudem sehr blutig. Einer der größten Stärken des Filmes sind aber vor allem die wunderbar fotografierten Bilder. Da gibt es so manche Szenen und Einstellungen die noch lange nachhallen und die man nicht mehr vergessen wird. Allein schon der Einstieg in den Film ist eine der besten und zugleich erschütterndsten Expositionen der letzten Zeit. Sehr gut.

Der Ton ist exzellent und die Soundeffekte kommen mit großer Wucht daher. Und auch das Bild kann voll überzeugen. Der Audiokommentar hat aber leider keine deutschen Untertitel wie auch das Making Of welches viel Eigenlob enthält, aber auch einige interessante Aspekte aufzubieten hat.


Fazit:
Stark. Von der erschütternden ersten Szene an, hält einen der Film in seinen Bann. Vielschichtige Charaktere, wunderbare Bilder, unerwartete Wendungen und unvermutet ausbrechende Gewalt lassen den Film noch lange nachhallen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media




The Keeping Room - Bis zur letzten Kugel - Trailer