The House at the End of Time - DVD

DVD Start: 20.02.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 97 min

The House at the End of Time DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

In dem alten Kolonialhaus in dem Dulce mit ihrer Familie lebt, gehen unerklärliche Dinge vor sich. Als ihr Mann ermordet wird und ihr Sohn vor ihren Augen verschwindet, verhaftet die Polizei Dulce und sie wird des Mordes an Ihrem Mann für schuldig erklärt. Nach 30 Jahren Haft kehrt sie zurück in das alte Haus und versucht, gemeinsam mit einem Priester, ihre Unschuld zu beweisen. Gemeinsam wollen sie dem düsteren Geheimnis auf den Grund gehen…

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | The House at the End of Time

DVD
The House at the End of Time The House at the End of Time
DVD Start:
20.02.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 97 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The House at the End of Time The House at the End of Time
Blu-ray Start:
20.02.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 101 min.

DVD Kritik - The House at the End of Time

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 5/10
Ton: | 6/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Geister der Vergangenheit und Zukunft - In den letzten Jahren kamen gerade aus Spanien, was als Filmland viele Jahre lang ein Nischendasein auf dem internationalen Markt geführt hatte, einige sehr interessante Horrorfilme. Auffällig dabei ist, dass diese fast ausschließlich Geisterfilme waren und so kann man glatt vermuten, dass diese Auseinandersetzung mit der Vergangenheit dann auch etwas mit der Franco-Ära zu tun hat. Manchmal ist das sehr offensichtlich wie in „Pan`s Labyrinth“ und „The Devil`s Backbone“, manchmal aber auch versteckter wie in „Das Waisenhaus“. „The House at the End of Time“ hingegen liefert keine Hinweise auf einen politischen Subtext. Ob nun der Zerfall der Familie an politischen Dimensionen festzumachen ist, ist unwahrscheinlich, aber dem Zuschauer auch letztlich egal, da leider nicht linear erzählt wird und man so immer wieder bei den charakterlichen Entwicklungen nicht direkter Zeuge wird. Da fällt es einem dann zunehmend schwer sich mit den Figuren zu identifizieren. Dabei fängt alles sehr gut an. Der Film beginnt als klassischer Grusler und überrascht insofern, da der Zuschauer direkt in das Geschehen geworfen wird und Zeuge dessen wird, was gemeinhin erst am Ende eines Geisterfilmes geschieht. Diese ach so innovative Erzählstruktur führt dann zu den immer wieder eingesetzten Rückblenden, die dann keinerlei Entwicklungen, kein Andrehen der Spannungsschraube zulassen möchte. Es gibt die klassischen Elemente wie Türgriffklappern, merkwürdige Gestalten, etc. und da entwickeln sich auch einige sehr spannende Momente. Gegen Ende machen die vielen Rückblenden Sinn, denn es ist alles ziemlich anders als gedacht. Hier darf nichts verraten werden, da vieles auf den Kopf gestellt wird und das manche Rückblenden zeitlich anders geordnet worden waren als man vorher vermutet hatte, schafft innerhalb eines gefühlten Chaos doch wieder eine Struktur. Leider wird abgesehen von Anspielungen auf Hintergründe der Figuren verzichtet und das macht es mit der immer wieder aufgebrochenen Struktur nicht gerade einfach, sich mit denen zurechtzufinden. Teilweise gibt es immerhin einige sehr schöne Regieeinfälle und hier ist vor allem der hervorragende Schnitt zu erwähnen. Erst spät wird da klar, dass der Film mit verschiedenen Zeitebenen spielt. Das ist schon geschickt gemacht, aber wenn man nun den Twist kennt und die Überraschung darüber vorbei ist, wird das Vergnügen beim zweiten Sehen deutlich geschmälert. So bleibt also die Frage, ob man den Film wirklich ein zweites Mal sehen will. Reinzugucken lohnt sich auf jeden Fall. Auch wenn er mit den anderen spanischen Produktionen der letzten Zeit nicht mithalten kann.

Der Ton ist gut, aber das Bild vermag nicht sonderlich zu überzeugen. Es liegt angesichts des Inhalts des Filmes der Verdacht nahe, das es absichtlich etwas blass gehalten worden ist und die Farben das Grau-Blaue bevorzugen, was eine gewisse Unwirklichkeit erschafft. Man hat den Eindruck alles durch eine Art Schleier zu sehen. Manchmal wechseln in einigen Szenen nämlich die Farben zu einem satteren Ton. Als Extras gibt es leider auch nur den Trailer und eine Trailershow.

Die nicht-lineare Erzählstruktur führt leider dazu, dass einem die Charaktere fremd bleiben und es keine sich steigernde Spannung gibt. Der Endtwist ist zwar interessant, aber insgesamt vermag der Film nur mäßig zu überzeugen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film