The Grey - Unter Wölfen - DVD

DVD Start: 21.09.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 112 min

The Grey - Unter Wölfen DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

John Ottway (LIAM NEESON) ist in Alaska bei einem Ölunternehmen angestellt, um dort die Bohrarbeiter vor wilden Tieren zu schützen. Er und ein Trupp Männer befinden sich auf dem Rückflug in die Heimat, als ihr Flugzeug in einen heftigen Sturm gerät und in der Wildnis abstürzt. Eisige Kälte empfängt die Männer in einer scheinbar unendlichen Schnee-Hölle. Die acht Überlebenden, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen sich in Richtung Süden durchzuschlagen - doch Hunger und Kälte sind nicht die größte Gefahr: Die Absturzstelle liegt inmitten eines Jagdreviers von Wölfen. Das Rudel hat die Männer bereits entdeckt und nimmt die unerbittliche Verfolgung auf.

In einem atemberaubenden Wettlauf gegen die Zeit liefern sich Mann und Wolf ein gnadenloses Duell um Leben und Tod. Nur gemeinsam als Gruppe können die Männer jetzt überleben. Jeder Fehltritt, jede Schwäche eines Einzelnen, kann sie das Leben kosten.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Making Of, Deleted Scenes, B-Roll, Interviews mit Cast & Crew, Trailer

DVD und Blu-ray | The Grey - Unter Wölfen

DVD
The Grey - Unter Wölfen The Grey - Unter Wölfen
DVD Start:
21.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 112 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Grey - Unter Wölfen The Grey - Unter Wölfen
Blu-ray Start:
21.09.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 117 min.

DVD Kritik - The Grey - Unter Wölfen

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 8/10


Tiefgefrorenes Hundefutter - "The Grey" ist ein klassischer Survivalthriller und demnach ein typischer Genrevertreter. Eine Gruppe von Menschen gerät in Not und strandet in der Wildnis, in der sie sich nun behaupten müssen und sich miteinander arrangieren sollten, um überhaupt überleben zu können. Das ist die Grundstruktur aller Katastrophenfilme und Survivalthriller. „The Grey“ macht da keine Ausnahme. Auf dem Weg in die Zivilisation stürzt ein Charterflugzeug in der eisigen Wildnis Alaskas ab. Die Überlebenden sind Angestellte einer Ölbohrfirma, welche die Tundra nach Öl absucht. Solch eine Umweltzerstörung gehört natürlich genremäßig bestraft, was im folgenden auch geschieht, obwohl es schon ungewöhnlich ist, dass die eigentliche Arbeit und die Umweltsünden thematisch sehr vernachlässigt werden. Ob da die amerikanische Öllobby intervenierte? So bekommt die Natur einen doppelt bösen Charakter, da sie sich nicht in dem Sinne wehrt, sondern einfach nur ist und durch ihren ganz eigenen Charakter demnach die Menschen bedroht. Wird hier zwar einiges verschenkt und eine latente Skepsis gegenüber der Natur dargebracht (was durch die schwelgerischen Aufnahmen konterkariert wird, weswegen wohl kaum die Natur als wirklich bedrohlich angesehen wird), wollte der Regisseur Joe Carnahan vielleicht auch nur einigen Genrefallstricken entgehen. Natürlich lässt ein Survivalthriller wenig Spielraum und so kann man eigentlich nur filmsprachlich punkten. Und das gelingt hervorragend. Um es gleich hier zu sagen: „The Grey“ ist einer der besten Survivalthriller überhaupt. Das liegt zum einen an den beeindruckenden Naturaufnahmen, welche insofern traurig sind, da die Natur dennoch von den Amerikanern hartnäckig weiter zerstört wird, und an dem hervorragenden Liam Neeson, der bislang wirklich in jedem seiner Filme überzeugen konnte. Hier spielt er einen Jäger, der aufgrund des Verlustes seiner Frau suizidal veranlagt ist. Da braucht Neeson relativ wenig zu spielen, da er vor wenigen Jahren seine eigene Frau verloren hat und seitdem als Therapie und Ablenkung einen Film nach dem anderen dreht (so überredete etwa sein Freund Ralph Fiennes ihn zur Teilnahme an „Kampf der Titanen“, um ihn aus der Trauer zu holen). Diese Stimmung, diese Trauer und die damit auch verbundene Wut spürt man den ganzen Film über und somit ist Neesons Präsenz sehr beeindruckend. Aber auch die Regie ist sehr gut. Nicht nur ist die Optik hervorragend, sondern es fallen Carnahan auch immer gute Ideen ein. So wird etwa der Ton weggeblendet, wenn sich die Hauptfigur auf sich selber konzentriert und alle anderen ignoriert. Auch bildsprachlich gibt es einige sehr beeindruckende Aufnahmen, etwa wenn sich ein Abdruck im Schnee mit Blut füllt. Oder die Szene am Abgrund: der Zuschauer sieht die Tiefe der Schlucht erst dann, wenn der letzte sich daran macht, den Schlund zu überqueren. Passenderweise hat dieser Mann Höhenangst und erst mit ihm erlebt der Zuschauer die Tiefe (und fragt sich gleichzeitig, was aus den anderen Personen geworden ist, was die Szene doppelt spannend macht). Auffällig sind die teilweise recht langen Takes, welche den Darstellern Raum zum spielen geben und dementsprechend auch dem Film einen guten Rhythmus geben in der Abwechslung von Action und besinnlicher Ruhe. Obwohl ein typischer Genrefilm, kann er doch gerade gegen Ende einige Klischees vermeiden (die hier nicht verraten werden sollen). Es tut dem Film auch nur gut, dass er nicht sonderlich platt ausgefallen ist. Die Wölfe werden nicht etwa dämonisiert, naja, gut, doch zu einem gewissen Teil, weil mit den menschlichen Urängsten vor ihnen gespielt wird, aber sie verhalten sich artgerecht, indem sie die Menschen einfach deswegen attackieren, weil sie in das Revier eingedrungen sind. In der Konfrontation mit der Natur und den Wölfen werden die Männer auch mit sich selber konfrontiert und müssen an den Herausforderungen wachsen. Das ist nun mal sehr genretypisch und gehört eben dazu. Aber wie gesagt: hier liegt ein typischer Genrefilm vor. Aber einer der besten.

Der Ton und das Bild sind exzellent und lassen kaum Wünsche offen. Einzig die Soundabmischung ist etwas unausgeglichen, da der Dialog im Vergleich zu dem Sound etwas leiser und demnach manchmal etwas schwer zu verstehen ist. Die Extras vermögen leider nicht komplett zu überzeugen. Der Audiokommentar ist zwar solide und informativ, hat aber leider keine deutschen Untertitel. Ein Behind the Scenes ist immer ganz nett, wenngleich nur selten informativ und die deswegen heiß erwarteten Featurettes enttäuschen auf ganzer Linie, da sie im Grunde nichts weiter sind als zweiminütige Trailer, die mit etwas Interviewschnipseln angereichert wurden. Die Interviews an sich sind auch recht kurz und behandeln meist nur die Story an sich und wie die Zusammenarbeit mit Liam Neeson war, der von allen (natürlich) sehr bewundert wird. Trailer gibt es natürlich auch.

„The Grey“ ist zwar ein typischer Genrevertreter des Katastrophenfilms und Survivalthrillers, kann aber einige Klischees umschiffen und mit dem hervorragenden Liam Neeson punkten sowie einigen äußerst gelungenen Regieideen. Das macht ihn zwar zu einem reinen Genrefilm, aber immerhin zu einem der besten.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film