The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher - DVD

DVD Start: 24.02.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 135 min

The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Unerklärliche Geschehnisse ereignen sich in einem Haus im Londoner Stadtbezirk Enfield im Jahr 1977. Gegenstände fliegen, unerklärliche Stimmen ertönen - das kleine Mädchen Janet scheint von einem Poltergeist heimgesucht zu werden. Maurice Grosse, der Amateurforscher der Parapsychologischen Gesellschaft, sowie der professionelle Geisterjäger Guy Playfair versuchen, Janet und ihrer Familie zu helfen und sie vor den Attacken des Poltergeistes zu schützen. Ist es Zufall, dass Maurice Grosses tödlich verunglückte Tochter ebenfalls Janet hieß? Und was hat der Poltergeist mit dem schon seit langer Zeit verstorbenen Mann zu tun, der einst in dem Haus lebte?

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: justbridge entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurettes, Making Of

DVD und Blu-ray | The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher

DVD
The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher
DVD Start:
24.02.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 135 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher
Blu-ray Start:
24.02.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 141 min.

DVD Kritik - The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 6/10


Poltergeist in Serie
Die britische TV-Serie „The Enfield Haunting“ bezieht sich auf den realen Fall aus dem Jahre 1977 in Enfield. Damals wurde eine Familie von einem Poltergeist tyrannisiert und der Fall gilt bis heute als einer der am besten dokumentierten Fälle der Parapsychologie. Da man sich hier auf Tatsachen berufen kann und gerade dadurch ein zusätzlicher Schauer über den Rücken geleitet wird, war das schon öfter das Thema von einigen Filmen. So hat sich zuletzt auch „Conjuring 2“ des Ereignisses angenommen und in den eigenen kleinen Kosmos der Dämonenjäger eingebaut. The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher SzenenbildNur kommen die beiden doch relativ berühmten Dämonenjäger aus „Conjuring“ hier in der Serie gar nicht vor und man fragt sich unwillkürlich wer sich da Freiheiten genommen hat und inwieweit man sich an die Fakten gehalten hat.

Die Serie „The Enfield Haunting“ bezieht sich allerdings auf das Buch, das einer der damals beteiligten Parapsychologen, Playfair, im Anschluss geschrieben hat. Da kommt natürlich eine gewisse subjektive Sichtweise zwangsweise vor. Eine der größten Stärken der Serie wird dann aber auch eine der größten Schwächen. Man vermeidet allein die Abfolge der Fakten und Erscheinungen aufzuzählen, sondern schildert auch ausführlich, was der Spuk für emotionale Folgen für alle Beteiligten hat. Das Poltern, das Sprechen in Stimmen, die Angriffe, die Drohungen, das bleibt nicht ohne psychische und physische Verletzungen aus. Hier wird die Familiendynamik angesprochen, aber auch die Zweifel und existentielle Fragen der Parapsychologen. Dadurch wird die Handlung sehr dramatisch und kann den Zuschauer emotional involvieren, geht aber zu Lasten der Spannung. Es gibt zwar manche Jump Scares und einige sehr spannende Szenen, aber die Serie erreicht nicht eine durchgehende und intensive Spannung wie etwa „Conjuring 2“, weil eben immer Nebenfährten eingeschlagen und andere Personen in den Fokus der Ereignisse gerückt werden. So ist das Timing nicht immer ganz passend und manchmal passiert eine zu lange Strecke lang gar nichts und dann wieder gehäuft. Ab und zu Luft holen zu können, wäre zwar schön, um sich von dem Grusel und Horror zu erholen, aber diese Atempausen sollten nicht zu lange andauern. The Enfield Haunting - Unsichtbare Besucher SzenenbildImmerhin sind die Effekte angenehm Old-school-mäßig inszeniert und kommen ohne Computertricks aus, was dem Charme des Vintage entspricht. Auch die Besetzung ist sehr lohnenswert mit Timothy Spall („Harry Potter“) und Mathew McFadyen. Aber denen wird fast die Show gestohlen durch die noch sehr junge Eleanor Worthington-Cox die zu beeindrucken weiß und die Serie mühelos schultert, obwohl ihr Charakter zu der Zeit der Ereignisse erst dreizehn Jahre alt ist.

Sowohl der Ton als auch das Bild sind gut, wobei letzteres verwaschen ist, um die Atmosphäre von Filmen aus den 1970ern herzustellen. Das ist also ganz bewusst Vintage, worauf auch in den Extras eingegangen wird, wo unter anderem berichtet wird, wie man den Look herzustellen versuchte. Allerdings sind die Featurettes sehr kurz und besitzen einen starken Werbecharakter. So gibt es etwa das übliche gegenseitige Lob bei der Vorstellung des Cast aber das Making Of ist gut und die Darsteller berichten über das Thema und eigene Geistererfahrungen.


Fazit:
Mal wieder werden die wahren Ereignisse des Poltergeistauftretens des Jahres 1977 filmisch aufbereitet wobei die Konzentration auf das Drama teilweise zu Lasten der Spannung geht und den Horror nicht intensiv werden lässt. Dennoch lohnenswert allein schon wegen der guten Besetzung.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © justbridge entertainment