The Divide - DVD

DVD Start: 11.05.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 108 min

The Divide DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Starr vor Schreck erlebt Eva am Fenster ihres Apartmentblocks den Augenblick des Weltuntergangs: Mit gewaltigen Explosionen verabschiedet sich New York in einem Inferno aus Feuer und Rauch. In letzter Sekunde erreicht sie zusammen mit ihrem Ehemann und einigen Nachbarn den schützenden Keller. In dem bunkerartigen Komplex eingeschlossen, hoffen die Menschen auf baldige Rettung. Doch als klar wird, dass diese nicht kommt, muss sich die zusammengewürfelte Gruppe selbst helfen. Es kommt zu ersten Konfrontationen; was mit verletzter Eitelkeit beginnt, steigert sich nach der ersten Bedrohung von draußen zu einem Machtspiel mit grausamer Konsequenz.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Behind the Scenes

DVD und Blu-ray | The Divide

DVD
The Divide The Divide
DVD Start:
11.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 108 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Divide The Divide
Blu-ray Start:
11.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 113 min.

DVD Kritik - The Divide

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 8/10
Ton: | 7/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Was sein "Tooth and Nail"-ähnlicher Kurzabriss und sein dramatischer Opener versprechen, kann „The Divide“ in seiner Gesamtheit nicht halten. In doppelter Bildlichkeit wird der Zuschauer durch eine Scheibenspiegelung in die surreale Feuerszenerie einer vollständig entflammten Stadt eingeführt, gleichzeitig führt ihn ein Close-Up durch das Scheibenglas subtil in die Gefühlswelt von Schlüsselfigur Eva (Lauren German), bevor deren Flucht aus der Katastrophe vor dem Fenster durch Extreme Short Takes spürbar hektisches Weltunterganschaos heraufbeschwört. So zeigt sich schon zu Anfang, dass "Frontiers" Regisseur Xavier Gens einiges von seinem Handwerk versteht. Anfang gut heißt aber nicht gleich alles gut und schon während seiner nächsten 10 Minuten beweist "The Divide" genau das.

Zwar baut der Horrorstreifen seine Charaktere auf selbsterklärenden Handlungs- und figureneinführenden Dialogsequenzen auf, wirken die Beteiligten dabei aber schnell schematisch und klischeehaft, sodass der Filmfan bereits in der ersten Viertelstunde die gesamte Folgehandlung vorherahnen kann, ohne dabei zu irgendeiner Figur Bindungen aufzubauen, auf deren Basis psychologisch motivierter Horror später greifen könnte. Dass die beteiligten Charaktere einfach zu viele sind und die kameratechnische Perspektivik auf die Handlung zu beweglich bleibt, erschwert die Identifikation mit wenigsten einem Protagonisten dabei nur noch ein Stückchen mehr. Da der Weltuntergangsthriller aber offensichtlich als Entwicklungsthriller auf engstem Raum konzipiert wurde, sollte doch gerade die Bindung an die Protagonisten über die tiefenpsychologische Wirksamkeit seiner Horrorwenden entscheiden, wenn die Charakterentwicklung die einzige Entwicklung ist, die das statische Setting in einem Bunker überhaupt zulässt. Statt sich so gezielt auf die Herausarbeitung der Figurenentwicklungen zu konzentrieren, fokussiert "The Devide" viel mehr filmtechnischen Mittel, in deren Menge die psychologische Ebene, auf die der Film wegen seiner Story klar angewiesen ist, mit wehenden Fahnen untergeht.

Schattenbildlichkeit, Doppelbildlichkeit, Tonfades, Shallow-Focus, High und Low Angles, Zoom-Ins genauso weite Tilts und Pans über bildblockende Elemente, Frontals, Track-Backs und Point of Views, Birds-Eyes und beklemmend lange Kamerafahrten, mal im Sinne von Pull-Backs, mal als Axials - da gibt es kaum etwas, das Gens nicht für seinen Film nutzen wollte. Dass technisch mehr aber wirkungsästhetisch schnell weniger bedeutet, scheint er dabei nahezu vollständig außer Acht gelassen zu haben. Wirkt es fast schon, als hätte er einfach die Kontrolle verloren und ungeachtet des tatsächlichen Nutzens für die Handlung einfach jede Filmtechnik in „The Divide“ eingebaut, die überhaupt existiert, um den Film aus der setting-bedingten Statik herauszukatapultieren. Dass das Resultat ein unangenehm schnell geschnittener und bildbewegungsüberladener Entwicklungs-Psycho-Thriller ohne psychologisch tiefer greifende Entwicklung ist, dessen Fluss durch seine Technik immer wieder unterbrochen wird, ist dabei wirklich schade, wenn Gens ganz offensichtlich das Handwerkszeug und das Cast gehabt hätte, um einen auf allen cineastischen Ebenen zusammenwirkenden Horrorfilm aus der vielversprechend potenzialhaltigen Story von „The Divide“ zu zaubern.

Seinen Schauspielern jedenfalls kann die fehlende Unmittelbarkeit des Films kaum vorgeworfen werden- so gibt nicht nur Lauren German als Eva ihr Bestmögliches, um „The Divide“ auf eine realere Ebene zu holen, lässt das nuancenreiche Können von Milo Ventimiglia gegen Ende doch klar anklingen, wie furchteinflößend intensiv der erschreckende psychische und äußerliche Verfall symbolhaft für den gesellschaftlichen Verfall hätte durch den Film transportiert werden können, hätte man seinen Schauspielern durch durchdachtere Fokussetzung nur früher die Möglichkeit der Entfaltung gegeben. So macht die schauspielerisch fließende Steigerung auf den Höhepunkt des künstlerisch möglichen Könnens gegen Ende noch einiges gut, genauso tut es die farbliche und motivische Synchronizität zum Opener des Films. Und doch fühlt man sich als Zuschauer irgendwie, als wollte man auf einem mit einem technisch hochwertigen Mountainbike im 8. Gang die Alpen befahren – trotz der tollen Radausstattung ist es anstrengend und man kommt einfach nicht richtig vom Fleck.

by Sima Moussavian
Bilder © Universum Film