The Disappointments Room - DVD

DVD Start: 09.06.2017
FSK: ab 16 - Laufzeit: 88 min

The Disappointments Room DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Nach dem traumatischen Unfalltod ihrer neugeborenen Tochter ziehen Dana (Kate Beckinsale) und David (Mel Raido) mit ihrem 5-jährigen Sohn Lucas in ein abgelegenes Landhaus, um dort einen Neuanfang zu starten. Doch das scheinbare ländliche Idyll hütet ein dunkles Geheimnis. Bei der Renovierung des Hauses entdeckt Dana auf dem Dachboden eine kleine verschlossene Tür, die sich jedoch auf keinem Bauplan finden lässt. Die Entdeckung dieses Raumes führt zu unerklärlichen Ereignissen, die ihren Verstand auf die Probe stellen und langsam die schreckliche Vergangenheit des Hauses offenbaren. Schnell wird klar, dass der Traum von einem Neuanfang zu einem Albtraum wird...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Featurette


DVD und Blu-ray | The Disappointments Room

DVD
The Disappointments Room The Disappointments Room
DVD Start:
09.06.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Disappointments Room The Disappointments Room
Blu-ray Start:
09.06.2017
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - The Disappointments Room

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 6/10


Filmischer Raum der Enttäuschung
Kate Beckinsale kehrt mit “The Disappointmens Room” in ihre Anfänge als Schauspielerin zurück. Schon zu Beginn ihrer Karriere hatte sie es in dem Film „Haunted“ mit einem Haus und seinen Geistern zu tun und wer sie damals sah, wusste das der jungen Aktrice eine große Karriere bevorstand. Später blieb sie dem Genre des Horrors vor allem in den Actionfilmen der „Underworld“-Reihe treu. In „The Disappointments Room“ wechselt sie zwar nicht das Genre, es geht aber doch deutlich ruhiger zu und es wird weniger die körperliche Fitness gefordert denn die schauspielerischen Qualitäten von der Beckinsale so einige hat.

The Disappointments Room Szenenbild Um einen Neuanfang zu wagen nach dem tragischen Tod eines Kindes, zieht Beckinsale mit Sohn und Ehemann in ein altes weitläufiges Haus, welches sie wieder instand setzen will. Wobei natürlich die Instandsetzung des maroden Gemäuers gleichbedeutend mit ihrer Seelenlage und dem Zustand der Familie ist. Eine Symbolik übrigens die nicht genügend ausgeweitet wird. Wie man es gemeinhin erwarten kann, spukt es in dem Haus und die anwesenden Geister freuen sich nicht gerade über die neuen Mitbewohner und wollen sie loswerden, um in Ruhe weiterspuken zu können. Oder was unbeobachtete Gespenster eben so tun. Vor allem die psychisch nicht so stabile Dame des Hauses leidet unter wiederkehrenden Vorzeichen und offensichtlichen Warnungen. Die sich noch verstärken nachdem ein geheimes Zimmer gefunden wird. Der neue Geisterthriller macht wenig falsch und nutzt alle bekannten Zutaten die zu dem Genre einfach dazugehören, aber traut sich auch nicht so richtig was zu. Man ruht sich auf dem sicheren Rezept aus und wagt keine Neuerungen und erkennt nicht die Symbolik die einem in das Gesicht schreit.

So geht er leider in der Dutzendware unter da hier einfach viel zu viele Klischees vorkommen. Diese verhindern auch einen großen Spannungsaufbau, da man einfach immer das bekommt was man erwartet. Zwei Pluspunkte machen den Film aber durchaus sehenswert. Zum einen das real existierende Haus welches eine unheimliche Atmosphäre besitzt (und in dem es wirklich spuken soll, aber das angeblich heimgesuchte Gewächshaus ist in dem Film nicht zu sehen) und Kate Beckinsale die ihren Job sehr gut macht. Man hat Mitleid mit ihr, nimmt ihr das Schwanken zwischen Verzagen und Tatkraft gut ab, aber ab und an wird sie von der Regie im Stich gelassen und in der zweiten Hälfte geschehen manche Entwicklungen etwas zu abrupt. Ständig hat man hier ein Déjà-Vu was in einer Genreproduktion an sich nicht schlimm ist, aber gerade in der letzten Zeit gab es in dem Subgenre des Haunted House deutlich spannendere Filme zu sehen. Immerhin ist der Grund für den Spuk originell. So viel sei hier verraten, da es der Titel schon vorgibt. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts besaßen manche Herrenhäuser einen sogenannten Raum der Enttäuschung in denen missgebildete oder verrückte Mitglieder vor allen Augen versteckt wurden. Diese hatten oft nur sporadischen Kontakt zu den Eltern oder der Dienerschaft, wurden aber ansonsten für den Rest ihres meist kurzen Lebens gefangen gehalten. The Disappointments Room SzenenbildDas ist historisch verbürgt und dem Film ist es anzurechnen, dass er dieses thematisiert. Aber eigentlich ist das als Grundlage nicht sonderlich logisch, denn sollte nicht das unschuldige Opfer den rachsüchtigen Geist darstellen und nicht dessen Peiniger? Wenn jemand als Mensch schon ständig misshandelt worden ist, wäre es nicht nachvollziehbar wenn er auch als Geist Neid und Rachsucht verspürt? Zudem ist das persönliche Schicksal und die Psychologie der Figuren zwar gut gezeichnet, verwässert aber gegen Ende die Aussage und den Gruselaspekt, da man den Zuschauer im Ungefähren lässt, ob nicht alles nur Fantasie der labilen Hauptfigur ist. So mühen sich alle ab, können aber gegen die einfallslose Regie und das uninspirierte Drehbuch eigentlich nur verlieren.

Das Bild als auch der Ton sind gut. Vor allem letzterer ist gelungen und überzeugt mit den Soundeffekten, was für das Genre eines Haunted House wichtig ist. Das Featurette stellt eigentlich nur den Film vor und ist damit ein Trailer mit Interviews, aber dahingehend interessant, das einer der Kernaspekte des Filmes auf Tatsachen beruht.


Fazit:
Die Stärken des Filmes, das Setting und die Hauptdarstellerin, mühen sich gegen ein klischeebeladenes Drehbuch und eine einfallslose Regie ab. Leider ist der Streifen dadurch nur Dutzendware aber durchaus einen Blick wert.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Universum Film