The Devil Inside - DVD

DVD Start: 05.07.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 79 min

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Inhalt

Wir schreiben das Jahr 1989, die Notrufzentrale nimmt einen Anruf entgegen. Maria Rossi (Suzan Crowley) gesteht, drei Menschen brutal ermordet zu haben. 20 Jahre nach diesem Ereignis, versucht Marias Tochter Isabella (Fernanda Andrade) herauszufinden, was in dieser Nacht wirklich geschehen ist.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | The Devil Inside

DVD
The Devil Inside The Devil Inside
DVD Start:
05.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 79 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Devil Inside The Devil Inside
Blu-ray Start:
05.07.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 83 min.

DVD Kritik - The Devil Inside

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 7/10
Ton: | 9/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 7/10


Psychische Krankheiten, Besessenheit und die katholische Kirche - thematisch setzt „The Devil Inside“ nun wirklich keine neuen Maßstäbe für das horrorfilmische Exorzismus-Subgenre. Dass er das Kinopublikum dennoch auf seine Seite ziehen konnte, dürfte einen einzigen Grund haben: als eine Art Mockumentary begründet er sich auf einer scheinbar wahren Begebenheit und eröffnet sich dem Publikum als dokumentarisches Orginalmaterial. Nachdem sich schon der ihm genreverwandte „Exorzimus der Emma Evans“ im Stile von „Rec“ und „Paranormal Activity“ an die Besessenheitsthematik annäherte, will „The Devil Inside“ nun noch einen drauf setzen: durch seine technische Umsetzung versucht er nicht nur, den Anschein zu machen, vielleicht Realität zu sein - er will es dem Publikum faktengetreu und zweifellos versichern.

Als aufmerksamkeitscatchender Off-Text Einstieg legt der Mitschnitt eines offenbaren Realnotrufs die Basis, eine direkt zugeschnittene Tatortbegehung im Sinne einer verflimmerten Polizeivideosequenz soll den Rest übernehmen. Doch so gern man dem Streifen in all seiner metadiegetischen, intermedialen Art schließlich auch glauben möchte, ein Dokumentarfilm zu sein: haben wir doch zu viele vor ihm gesehen, die uns auf ähnliche Weise von realer Begebenheit zu überzeugen versuchten und am Ende, oh wie verwunderlich, eben doch nur ein Film waren. So konsequent verwackelt, verzoomed, jumpcuthaltig und panlastig „The Devil Inside“ sich auch um die Unmittelbarkeit seiner Aufnahmen bemüht – richtig schocken kann er den hartgesottenen Horrorfan am Ende nicht. Eins der wohl größten Probleme des Streifens: die gerade errichtete Greifbarkeit des scheinbar authentischen Geschehens reißt er im selben Atemzug wieder ein, indem er durch dokumentarfilmische Interviewsequenzen den authentisch-erklärenden Rahmen des Geschehens um Protagonisten Isabella legt und so statt Nähe zu den On-Screen Ereignissen umso mehr Distanz schafft. Während Isabella on-screen Nachforschungen über die Morde ihrer besessenen Mutter anstellt, führt Regisseur William Brent Bell tonal den Off-Text der Interviewsequenzen weiter und wirft den Zuschauer dabei vollkommen aus dem On-Screen Geschehen, sodass sich das direkte Miterleben der bildlichen Ereignisse durch die erzählerähnliche Mittelbarkeit des Plots in ein distanziertes Beobachten wandelt. Schnitttechnisch führt die Fülle an schnelllebig eingebrachten Materialen zu einem derart rasanten Szenenwechsel, dass der Zuschauer kaum Zeit hat, in einem Take anzukommen.

Um die Horrorszenen des tatsächlichen Exorzismus schließlich von der umgebenden Handlung abzuheben und Spannung aufzubauen, nutzt Bell genreungewöhnlich Statik und Long-Takes als spannungssteigernde Elemente. Bei der Dichte und Geschwindigkeit des einführenden Filmteils blieb ihm zur Kontrastierung tatsächlicher Handlung am Ende wohl gar nichts anders übrig, trotzdessen bleibt anzuerkennen, dass jene Technik, wenn auch ungewöhnlich, ihre Wirkung tut und „The Devil Inside“ den Horrorfan wenigstens mit dem dargestellten Exorzimus selbst zu überzeugen vermag. Wohl bemerkenswertester Grund hierfür: bildlich authentische Specialeffects gesteuert von einer tatsächlich beeindruckenden Tontechnik, die den Zuschauer durch gezieltes Koppeln und sparsam, aber punktgenau platzierte Schockeffekte aus der Distanz zurück in die Nähe des Geschehens holt. Und doch bleibt auch hier die Frage offen, inwieweit ständiger Wechsel zwischen Birds Eye, Close Up Pupillen- und frontaler Handkameraaufnahme dem Publikum die Exorzismus Szenerie zugänglicher oder gar greifbarer werden lässt.

Konsequent und dennoch zu bemängeln: Extras finden sich auf der DVD nicht. Dass ein Making-Of oder Interviews bei einer Mockumentary die Ralitätsillusion sprengen würden, versteht sich von selbst. Dennoch wären Trailer oder gar Hintergrundinformationen über den Exorzismusbrauch dem Käufer ein Stück weit entgegengekommen.

So lässt sich "The Devil Inside" fast mit dem alljährlichen Silvesterabend vergleichen: alle reden davon, sind aufgeregt und wollen etwas ganz Besonderes erleben, doch ist er dann gekommen, unterscheidet ihn kaum etwas vom letzten und kurz vor dem Feuerwerk ist die Hälfte der Beteiligten schon eingeschlafen.

Fazit: Medial übertrieben gepushte, obwohl in sich unsystematische Horrormockumentary mit tonalen und szenischen Parallelen zu "Die Vierte Art“ verlagert in den thematischen Rahmen des Exorzismus.

by Sima Moussavian
Bilder © Paramount Home Entertainment