The Dead Lands - DVD

DVD Start: 21.04.2015
FSK: ab 16 - Laufzeit: 103 min

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Inhalt

Ist Te Tupua, der Wächter des toten Landes, ein Mythos, ein Geist oder ein Mann aus Fleisch und Blut? Der junge Hongi muss es herausfinden, denn nur „das Monster“, wie der unbesiegbare Krieger wegen seines Appetits auf Menschenfleisch genannt wird, kann ihm helfen. Wirepa und seine Männer haben nämlich die Grenzen des verbotenen Gebietes überschritten, um den Weg abzukürzen. Sie wollen den Kopf von Hongis Vater heimbringen, um sich für die Auslöschung des Chiefs und seines Stammes feiern zu lassen. Nur Hongi hat überlebt und jetzt liegt es an ihm, seinen getöteten Vater und die aufgebrachten Ahnen wieder zu versöhnen. Doch allein ist der gerade mal 16jährige viel zu schwach. Ein starker Verbündeter muss her, so unbesiegbar wie Te Tupua …

Aotearoa, das präkoloniale Maoriland, ist der mystische Schauplatz dieses außergewöhnlichen Actionstreifens. Die Ureinwohner Neuseelands sind ein kriegerisches Volk und Mau rākau, die von ihnen entwickelte Kampfkunst, ist nicht für harmlose Scharmützel gemacht. Hier wird mit einem Arsenal ausgefeilter Nahkampfwaffen auf atemberaubend akrobatische Weise gekämpft. Der Feind soll sterben und dabei wird viel Blut vergossen. Deshalb ist auch THE DEAD LANDS nichts für Zartbesaitete.

Der junge Hongi reift im Blutvergießen seines Rachefeldzuges zum Mann. Sein kriegserfahrener Mentor, „das Monster“, findet im Kampf für seinen jungen Schützling die Erlösung von den Greueltaten seines eigenen Lebens. Beide Wege sind ohne ihre mystische Verbindung zum Reich der Toten nicht denkbar. Die verstorbenen Ahnen sind ebenso wichtig wie die Lebenden. Regisseur Toa Fraser öffnet mit seiner Crew und seinen herausragenden Darstellern das Tor in eine geheimnisvoll archaische Welt des Krieges und der Ehre. Wer sich darauf einläßt, wird der Faszination schnell erliegen.

Gedreht wurde ausschließlich in Te Reo Māori, der Sprache der Maori, und wer möchte, kann THE DEAD LANDS in der untertitelten Originalfassung ansehen und das fantastische Filmerlebnis dieser fremden Welt mit der rauen, kriegerischen Sprachmelodie ihrer Bewohner bereichern.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Maori (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Behind the Scenes

Video on demand - The Dead Lands

DVD und Blu-ray | The Dead Lands

DVD
The Dead Lands The Dead Lands
DVD Start:
21.04.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 103 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Dead Lands The Dead Lands
Blu-ray Start:
21.04.015
FSK: 16 - Laufzeit: 108 min.

DVD Kritik - The Dead Lands

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 7/10


Ehre und Jagd - Aotearoa dürfte wohl kaum jemanden etwas sagen. Dieses ist das präkoloniale Maoriland, in dem der Film „The Dead Lands“ spielt. Er nimmt sich also einer Kultur an, die noch nicht von den imperialistischen Kolonisten geprägt ist und erinnert damit an Filme wie Mel Gibsons „Apocalypto“ und „Pathfinder“. So wie die beiden genannten ist „The Dead Lands“ ein Actionfilm der innerhalb seiner Story einiges über die Kultur und deren Denken erzählt ohne in eine anthropologische Studie abzugleiten, sondern durchaus zu fesseln und zu unterhalten weiß. Die Ureinwohner Neuseelands sind ein kriegerisches Volk, welche ihre ganz eigene Kampfkunst hatten, welche weniger auf die Entfernung setzte wie etwa beim Kampf mit Pfeil und Bogen und Speeren, sondern den direkten Körperkontakt suchte. Inklusive einiger Einschüchterungstaktiken die etwas befremdlich anzuschauen sind, da man zunächst meint hier einem overacting gegenüberzusitzen. Da wird mit den Augen gerollt und die Zunge rausgestreckt, sowie auf dem Boden gestampft. Aber das rituelle Verspeisen des Gegners um seine Kraft in sich aufzunehmen wird hier nur erwähnt, aber zum Glück des Zuschauers wird dieser Kannibalismus nicht gezeigt. Was nicht heißen soll, das die hier gezeigten Bilder harmlos wären. Es geht durchaus blutig zu und die Choreographie der Kämpfe ist sehr dynamisch und kraftvoll. Man merkt dem Film an, das die Produzenten von „The Raid“ und „Merantau“ dahinter stecken. Aber die Maori sind hier weit mehr als nur der exotische Hintergrund für eine Actionstory, sondern liefern mit ihrem Ehrempfinden und ihrem Stammesdenken erst den Grund für alle Konflikte die hier entstehen und bewältigt werden. Deren Ideologie und Glauben ist es, welche die ganze Handlung und damit auch die Action bestimmt.
Im Gegensatz etwa zu „300“ werden die Ehrbegriffe und Vorstellungen hier aber kritisch gesehen und gegen Ende gelingt es vielleicht sogar einen ewigen Kreislauf der Gewalt zu unterbrechen. Regisseur Toa Fraser legt viel Wert auf den Respekt vor der Kultur der Maori und drehte seinen Film sogar in deren Sprache, wobei hier auch eine deutsche Tonspur existent ist. Dazu wurde an Originalschauplätzen gedreht und Studioaufnahmen fast komplett vermieden. Das verleiht dem ganzen Geschehen eine kraftvolle Authentizität welche einen in das Geschehen hineinzieht. Dabei ist die Story an sich durchaus archetypisch: der Held wider Willen muss auf eine Reise gehen und trifft einen Mentor, der gleichzeitig der Schatten im Sinne Jungs ist und der ihn das Überleben lehrt, aber auch das Ehrempfinden in Frage stellt. Zudem ist dieser Mann ein lebendes Ungeheuer, ein Mörder, ein Ausgestoßener wobei seine Figur durchaus tragisch besetzt ist. Empfindet man als Zuschauer ihm gegenüber nichts als Verachtung und auch Furcht, so kommt er einem näher und man kann ihn immer mehr verstehen, bis er einem sogar fast sympathisch ist. Dem entgegen wird der eigentliche Held immer härter, besitzt aber eine Stärke die überraschend ist. Es geht viel um Ehre, Verzeihen und die Ahnen und damit auch Themen die man in jeder Kultur mal mehr, mal weniger ausgeprägt finden kann. Gegen Ende gibt es dann Hoffnung auf einen Fortschritt ohne seine kulturelle Identität zu verlieren. Alles besitzt seine Faszination und es gelingen sehr eindrückliche Bilder. Selten genug kann man innerhalb einer packenden und spannenden Geschichte etwas über ein fremdes Volk lernen, aber auch wenn man einfach nur eine archaische und wilde Actiongeschichte sehen will, wird man hier fündig. Übrigens war dieser Film der offizielle Oscarbeitrag Neuseelands für den besten ausländischen Film.

Das Bild ist sehr gut, aber der Ton schwankt manchmal leider etwas. Er flaut teilweise im Dialog etwas ab. Vor allem die Extras sind enttäuschend. Neben dem Originaltrailer gibt es noch ein Behind the scenes welches nur Impressionen vom Set liefert und zudem keine deutschen Untertitel besitzt. Auch die Extras über das Krafttraining und das Kampftraining liefern nur unkommentierte Eindrücke. Was sehr schade ist, denn gerade bei einem solchen Film wären Dokumentationen über die Kultur und die Geschichte der Maoris und die Intentionen der Macher höchst interessant und angebracht gewesen.


Fazit:
Ein wilder, kraftvoller Film, der eingepackt in eine mitreißende Actiongeschichte viel über ein fremdes Volk und deren Vorstellungen mitteilt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment