The Dark Knight Rises - DVD

DVD Start: 30.11.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 160 min

The Dark Knight Rises DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

4,75 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray, 4K UHD zum Film

Inhalt

Vor acht Jahren ist Batman in die Nacht verschwunden – seit diesem Moment befindet sich der Held auf der Flucht. Der Dunkle Ritter nahm die Schuld am Tod von Staatsanwalt Harvey Dent auf sich und opferte sich so für die gute Sache, der er sich zusammen mit Commissioner Gordon verschrieben hat. Eine Zeit lang hat diese Lüge funktioniert: Dents neu eingebrachtes Gesetz sorgte dafür, dass die Kriminalitätsraten in Gotham City deutlich sanken.
Aber das ändert sich plötzlich radikal, als eine gerissene, katzenhafte Einbrecherin ihre undurchsichtigen Pläne zu verwirklichen beginnt. Weitaus gefährlicher ist allerdings der maskierte Terrorist Bane: Mit seinem skrupellosen Vorgehen bringt er Bruce dazu, sein selbstgewähltes Exil aufzugeben. Doch selbst als er wieder zu Cape und Maske greift, scheint der Dunkle Ritter Bane unterlegen.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Warner Home Video
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Niederländisch, Französisch, Untertitel für Hörgeschädigte: Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- DIE REISE DES BRUCE WAYNE – Die Filmemacher gewähren Einblicke in den kreativen Entstehungsprozess, der zum fulminanten Abschluss der Bruce-Wayne-Geschichte führte

DVD und Blu-ray | The Dark Knight Rises

DVD
The Dark Knight Rises The Dark Knight Rises
DVD Start:
30.11.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 160 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Dark Knight Rises The Dark Knight Rises
Blu-ray Start:
30.11.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 164 min.
The Dark Knight Rises (4K Ultra HD) The Dark Knight Rises (4K Ultra HD)
Blu-ray Start:
04.01.2018
FSK: 12 - Laufzeit: 164 min.

DVD Kritik - The Dark Knight Rises

DVD Wertung:
Film: | 10/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 9/10


Fulminanter Abschluss - Nach dem fulminanten „Batman begins“ und dem Geniestreich von „The Dark Knight“ konnten die Erwartungen an den dritten und letzten Teil der Reihe von Regisseur Christopher Nolan, „The Dark Knight Rises“, kaum größer sein. Und ja, er kann die Erwartungen zum größten Teil erfüllen. Der Film ist äußerst gelungen und ein würdiger Abschluss der Trilogie. Nicht nur kann der Film als einzelnes überzeugen, sondern er greift auch viele Handlungsstränge und charakterliche Entwicklungen der letzten beiden Filme auf. Und doch hat man immer den Joker vor Augen und man könnte vermuten, dass dieser auch für den dritten Film vorgesehen war, schließlich geht es wieder um den Konflikt zwischen Chaos und Ordnung. Da der großartige Heath Ledger ja nun einmal verstorben ist und somit der Joker als Schurke ausfällt, kommt ein anderer charismatischer Schurke zu Leinwandehren: Bane. Dieser gehört zwar nicht zu den klassischen Schurken, in dem Sinne das er seit den Anfängen dabei ist, aber er gehört zu den wichtigsten, da er in der Comicsaga „Knightfall“ Batman besiegte und ihm gar das Rückgrat brach. Viele Elemente des originalen Comicschurken sind auch hier eingeflochten, werden aber auf gelungene Art und Weise in die Filmgeschichte eingebunden. Und auch wenn nun alle Zuschauer weinen mögen, dass der großartige Run von Regisseur Nolan vorbei ist, so sind doch die Weichen für neue Filme aus dem Batmanuniversum gestellt. Was auf einiges hoffen lässt. Wenn man denn einen fähigen Regisseur verpflichten kann. Zentrales Thema dieses Films ist Befreiung. Und zwar in verschiedenster und vielfältigster Form. Ein kleiner Geniestreich kommt schon direkt am Anfang vor. Bruce Wayne und sein Freund Polizeichef Gordon haben es geschafft und Gotham ist frei von Verbrechen. Aber alles baut auf der selbstgesponnenen Lüge um Harvey Dent auf, dessen Schurkenkarriere als Two Face verschwiegen wird. Da Bruce Wayne als Batman nun allerdings sein Ziel erreicht hat und zudem seine große Liebe gestorben ist, sieht er keinen Sinn mehr in seinem Leben. Depressiv geworden lebt er völlig zurückgezogen und leidet zudem unter den körperlichen Nachwirkungen seines Einsatzes als Batman. Er ist verkrüppelt, depressiv, süchtig nach dem Kostüm und ironischerweise macht ihn sein Sieg komplett überflüssig. Dementsprechend hat er keine Kraft, sich um seine Firma zu kümmern. Als Bane dann später auf den Plan tritt und die ersten Schläge seiner Strategie, unter anderem mit der Hilfe von Catwoman, die hervorragend launisch von Anne Hathaway dargestellt wird, auf Wayne einprasseln, rafft dieser sich zwar auf, kann aber noch nicht effektiv agieren. Erst als er gebrochen ist und er so gut wie nichts mehr hat, erkennt Wayne, das alles Blendwerk nicht wichtig ist und man sich erst erheben kann, wenn man sich von allem frei macht. Die Maske ist nicht nur ein Symbol und dafür da das diejenigen, die einem nahe stehen beschützt werden. Sie ist auch ein Mittel, alles hinter sich zu lassen und hinter der Maske zu verschwinden. Sie eröffnet Möglichkeiten, die man so nicht hat. Zum ersten Mal befreit Wayne sich selbst und nicht mit fremder Hilfe und erhebt sich somit aus allen Verstrickungen. Erst so kann er frei sein und sich von der traumatischen Vergangenheit lösen. Daher ist der Titel „The Dark Knight Rises“ äußerst passend und es ist bezeichnend, dass der letzte große Kampf zwischen Batman und Bane am helllichten Tag stattfindet und Batman auf den bisherigen Vorteil der Dunkelheit und damit des furchterregenden Nimbus verzichtet. Er hat sich von allem gelöst, um siegen zu können. Bane ist dabei das böse Spiegelbild. Auch er löste sich von seinen Fesseln und will nun alle anderen sprengen. Er strebt eine Herrschaft des Volkes an. Keine richtige Anarchie, aber die Lösung und Vernichtung aller Klassenschranken. Da sind durchaus kommunistische Züge erkennbar und das Gericht, mit dem Schurken Scarecrow als Richter, ähnelt eher den sowjetischen und nationalsozialistischen Scheinverfahren, denn denen der Rechtsstaatlichkeit. Bedeutsam sieht man in einem Bild die zerfetzten US-Flaggen an den Häusern wehen, was zeigt, dass all dieses zutiefst unamerikanisch ist und nicht das Kollektive, sondern das Individuelle zählt. Aber die amerikanischen Werte werden nur sehr dezent gepriesen. Bane reißt die gesellschaftlichen Schranken nieder, aber während der Joker reines Chaos wollte, ist die Volksherrschaft und die Anarchie von Bane nur ein Zynismus, da er die Stadt so oder so vernichten will, um global handeln zu können. Und auch wenn die Individualität gepriesen wird, wofür das vigilante Einzelverhalten Batmans natürlich per se zählt, erheben sich die Menschen nur durch ihre Aufopferung zu wirklichen Helden. Insofern handeln sie zwar individuell aber zum allgemeinen Interesse. Und so wird der amerikanische Traum etwas abgefedert. Aber auch abseits aller Botschaften und inhaltlichen Bögen ist hier alles hervorragend: die Action, die Bildsprache, die Darsteller, das Setting, einfach alles ist gelungen. Aber manchmal gibt es merkwürdige inhaltliche Sprünge, als ob einige kleinere Szenen fehlen würden. Das schmälert das Vergnügen aber nicht im Geringsten, sondern zeigt einem nur auf, das man immer mehr davon sehen will und der Film nicht lange genug sein kann. Definitiv einer der besten Filme des Jahres.

Der Ton fällt manchmal etwas leise aus und bisweilen leider auch etwas blechern. Dafür gibt es beim Bild nichts auszusetzen. Als Extra gibt es bei der Erstveröffentlichung (da kommen bestimmt noch einige andere Editionen im Laufe der Zeit heraus) nur ein Special über die Entwicklung des Helden Bruce Wayne. Was heißt „nur“? Dieses ist gelungen und betrachtet alle drei Filme. Dass ist spannend und informativ und ausnahmsweise mal fast völlig frei von dem üblichen Eigenlob.

Hervorragend. Zwar kann er den Geniestreich von „The Dark Knight“ nicht wiederholen, aber er bringt die ganze Trilogie zum Abschluss, indem er die charakterliche Entwicklung des Helden zu einem plausiblen Ende bringt. Einer der besten Filme des Jahres.

4,75 € jetzt kaufen

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Warner Home Video