The Congress - DVD

DVD Start: 13.06.2014
FSK: ab 12 - Laufzeit: 122 min

The Congress DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Die Schauspielerin Robin Wright, deren Stern verblasst, bekommt ein beispielloses Angebot: ein Hollywood Studio will die Rechte an ihrer Person für 20 Jahre kaufen, sie scannen und ihr digitales Abbild für alle denkbaren Rollen besetzen, ohne Beschränkungen, ohne ihr Mitspracherecht. Im Gegenzug erhält sie eine astronomische Summe und das Versprechen, dass ihr digitales Ich niemals altert.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / Pandora Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Der Animationsprozess
- Audiokommentar von Ari Folman

DVD und Blu-ray | The Congress

DVD
The Congress The Congress
DVD Start:
13.06.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Congress The Congress
Blu-ray Start:
20.06.2014
FSK: 12 - Laufzeit: 122 min.

DVD Kritik - The Congress

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 8/10
Extras: | 3/10
Gesamt: | 9/10


Psychotrip - Das allein ist schon ein großer Kunstgriff: die ersten Minuten von „The Congress“ sind schon ein beeindruckendes Schauspielerkino. Dabei passiert da eigentlich gar nichts. Eine Frau hört einem Mann zu und reagiert allein mit ihrer Mimik auf das gesagte. Aber das ist so intensiv, das man von der ersten Einstellung an von dem Streifen überzeugt ist. Wenn nur Robin Wright zu sehen ist und wie sie auf den Monolog von Harvey Keitel reagiert, so spielt sich ein ganzes Universum von Empfindungen und ein ganzes Leben nicht nur vor ihren inneren Augen ab. Ganz stark. Und doch hat man direkt die Befürchtung ob diese selbst gelegte hohe Messlatte weiter gehalten werden kann. Und um es direkt zu sagen: ja, es klappt. Obwohl die Hälfte des Filmes animiert ist kann Robin Wright durchgehend nicht nur überzeugen, sondern extrem beeindrucken. Auch wenn man bislang kein Fan von ihr war oder bislang sogar nur wenig Filme von und mit ihr kannte, was ich hier zugeben muss, so muss man anerkennen, was für ein großes Talent sie ist. Sie setzt Glanzlichter am laufenden Band und ihr wechselndes Mienenspiel, oft wird nur gezeigt wie sie reagiert, erklärt alles und sie liefert eine große Kunst ab. Dabei ist diese Verfilmung eines Buches nicht nur eine als Satire verpackte Kritik an der Pharmaziebranche, sondern zeigt vielmehr auch wie diese Pharmazeutika genutzt werden und für andere Zwecke eingesetzt sind. Da hat man also nicht nur die ach so bösen Konzerne als Zielscheibe, sondern auch die nicht gerade verantwortungsvoll agierenden Nutzer. Damit hängen hier auch Macht und dessen Missbrauch zusammen. Aber als ob das noch nicht genug komplexe Themen wären, kommen noch die Macht der Träume, sowohl im positiven als auch im negativen Sinne vor. Da wird eine Dystopie der Unterhaltungsbranche entworfen auf dessen Weg man sich schon befindet, den man aber doch lieber nach diesem Film nicht beschreiten will. Angesichts der ganzen animierten Wesen und Figuren in den Filmen der letzten Jahre, wird hier noch einmal eindrucksvoll gezeigt, was Darsteller alles so vermögen. Neben Robin Wright übrigens noch Harvey Keitel und Paul Giamatti. In den animierten Szenen des Filmes wird dann auch häufig nebenher zitiert und Verweise hergestellt, was an die glorreiche Geschichte des klassischen Zeichentrickfilmes gemahnt. Storymäßig zieht sich das allerdings manchmal etwas hin und es herrscht eine Art Stillstand, aber es gibt nicht nur visuell so viele schöne Einfälle und viele Anspielungen, nicht nur auf die Filmgeschichte, das man dieses gerne in Kauf nimmt das die Realität hinter dem Wahn verschwimmt.

Der Ton und vor allem das Bild sind sehr gut. Gerade die animierten Szenen sind von hervorragender Qualität. Als Extras gibt es für manche Szenen die Entstehungsprozesse zu begutachten und insgesamt einen interessanten Audiokommentar der leider ohne deutsche Untertitel versehen ist.

Großes Darstellerkino mit vielen verschiedenen Bedeutungsebenen die ihre Kritik in eine Satire verpacken. Fesselnd, faszinierend, ein optischer und intellektueller Genuss, der sich aber bisweilen etwas hinziehen kann.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / Pandora Film