The Box - DVD

DVD Start: 18.02.2010
FSK: ab 16 - Laufzeit: 110 min

The Box DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Norma (Cameron Diaz) und Arthur Lewis (James Marsden) sind eigentlich ein ganz normales junges Ehepaar mit einem kleinen Sohn und einem Haus am Rande der Stadt. Ihr idyllisches Leben gerät eines Tages plötzlich aus den Fugen, als sie ein Paket vor ihrer Haustür finden, das eine seltsame kleine Box mit einem roten Knopf enthält. Kurz darauf erscheint ein mysteriöser Fremder, der den Sinn dieser Box wie folgt erklärt: Drücken Norma und Arthur den roten Knopf, sind sie um 1 Million Dollar reicher. Allerdings, so die Botschaft, wird dadurch auch ein Mensch irgendwo auf der Welt sterben. Fortan sieht sich das ohnehin in finanziellen Schwierigkeiten steckende Ehepaar in einer teuflischen Zwickmühle. Hin- und hergerissen zwischen Verlockung und Moral entwickelt sich das Leben von Norma und Arthur zu einem albtraumhaften Horrortrip, aus dem es keine Rettung zu geben scheint.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Highlight Video
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Die Entstehung von „The Box“ (ca. 11. Min.), Richard Matheson – mit seinen eigenen Worten (ca. 5 Min.), Die Entstehung der Spezialeffekte (ca. 4 Min.), Die Vorgeschichte (ca. 2 Min.), Interviews (ca. 21 Min.), Darsteller-Infos

Video on demand - The Box

DVD und Blu-ray | The Box

DVD
The Box The Box
DVD Start:
18.02.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Box The Box
Blu-ray Start:
18.02.2010
FSK: 16 - Laufzeit: 110 min.

DVD Kritik - The Box

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 5/10


Das Ehepaar Norma und Arthur Lewis wohnen mit ihrem Sohn in einer typisch amerikanischen Vorstadt in den 1970er Jahren. Es geht ihnen nicht schlecht, wenngleich es auch für sie besser laufen könnte. Arthur arbeitet bei der NASA und träumt davon, in das Astronautenprogramm aufgenommen zu werden. Die Lehrerin Norma hat einen verkrüppelten Fuß und wird von ihren Schülern deswegen provoziert. Finanziell kommen sie gerade eben so durch. Als das Schulgeld ihres Sohnes erhöht werden soll, befürchtet Norma ihre Fußoperation verschieben zu müssen. Doch eines Morgens wird an ihrer Haustür von einem Unbekannten eine Box abgestellt. Etwas später kommt der geheimnisvolle Mister Stuard zu Besuch und macht ihnen ein besonderes Angebot: wenn sie den Knopf der Box drücken, bekommen sie eine Million Dollar, aber ein ihnen unbekannter Mensch wird dann sterben. Sie haben 24 Stunden Zeit, sich zu entscheiden. Aber nachdem sie sich entschieden haben, wird das Ehepaar neugierig und versucht Informationen über Mister Stuard und seine Auftraggeber einzuholen. Damit begeben sie sich aber in große Gefahr.

Dieser Mysterythriller spielt nicht nur in den 70er Jahren, sondern weist auch typische Stilmerkmale der Dekade auf. Erfrischend unaufgeregt kommt die Handlung in Gang und auch in den Spannungsmomenten gerät der Film nicht in Hektik. Wer auf Action wartet, wird hier enttäuscht werden. Reminiszenzen an Stanley Kubrick sind unübersehbar. Die stark symmetrisch angeordneten Bildaufbauten sind eindeutig von Kubrick beeinflusst. Ein eigener Stil des Regisseurs Richard Kelly ist aber nicht erkennbar. So zerfällt der Film leider auch in Einzelteile. Man könnte den Streifen strikt in Kapitel aufteilen. Und so erweist sich der langsame und getragene Stil gerade im ersten Teil als Manko: die psychologische Dimension des Altruismus (eine Million Dollar gegen ein Menschenleben) versandet und kommt zu kurz, da relativ schnell klar ist, wie sich das Paar entscheiden wird, denn schließlich muss die eigentliche Handlung noch anlaufen. Manche Szenen sind komplett aus dem Zusammenhang gerissen und lassen ein großes Fragezeichen zurück. Sollen sie die Unsicherheit verstärken oder fehlen einfach die Anschlussszenen? Da keine Deleted Scenes auf der DVD zu finden sind, kann diese Frage leider nicht beantwortet werden. Die Spannung des Films ergibt sich denn auch mehr durch die vielen offenen Fragen, die längst nicht alle beantwortet werden. Diese Unsicherheit der Protagonisten überträgt sich auf den Zuschauer und erweist sich damit als Stärke des Films. Cameron Diaz fängt an, gegen ihre bisherigen Rollenmuster als jugendliche Frohnatur anzuspielen und fängt an im dramatischen Rollenfach zu wildern. Restlos überzeugen kann sie allerdings nicht, obwohl sie eine ordentliche Leistung abliefert. James Marsden ist immer noch kein guter Darsteller. Einzig Frank Langella setzt darstellerische Glanzpunkte und verleiht seinem mephistotelischen Charakter tragische Nuancen.

Das Bild und der Ton der DVD sind solide. Die Farben sind satt und das Bild kristallklar. Die Extras sind nicht gerade herausragend. Das Making Of berichtet nur davon, dass die Eltern des Regisseurs Pate standen für das Filmehepaar. Kann man wissen, muss man aber nicht. Richard Matheson, der die zugrundeliegende Kurzgeschichte geschrieben hatte, gibt ein paar launische Kommentare zu seinem Werdegang ab, die aber nicht sonderlich zünden. Die Entstehung der Spezialeffekte machen dem Zuschauer leider nur sehr deutlich, wie sehr CGI-Effekte das Filmemachen mittlerweile bestimmt. Ist der Gebrauch der Effekte bei den Stadtansichten zwar gut, hätte die Maske von Frank Langella vielleicht eher per Hand gemacht werden sollen, um so natürlicher zu wirken. Das sehr kurze Featurette über die Vorgeschichte (die Vikingmission zum Mars) ist durch die Filmhandlung schon ergiebig behandelt worden und somit überflüssig. Vor allem wurden Deleted Scenes vermisst, die manche Szenen besser in den Handlungsstrang eingeordnet hätten.

Gute Ansätze machen noch keinen wirklich guten Film. Das Potential ist da, überwältigt den Zuschauer aber nicht. Okay.

by Jons Marek Schiemann





Mystery-Thriller sind meistens immer Geschmackssache, denn sind dem Einen die Vorgänge zu undurchsichtig, kann sich der Andere an Fragen über Fragen mehr als erfreuen und so wird dieses Genre stets eines sein, welches die Gemüter in zwei Lager teilt. Auch bei „The Box“ kann im Vorfeld gesagt werden, dass es eine filmische Münze mit zwei Seiten ist: auf der einen steht der Aspekt der Spannung in Kombination mit der Story und auf der anderen Seite eben der Mystery-Faktor der nicht jedem Gefallen wird.

Zu Beginn offeriert ein seltsam-verunstalteter Mann einem glücklich erscheinenden Paar die Möglichkeiten eine Million Dollar geschenkt zu bekommen und das Einzige, was sie dafür tun müssten, ist einen Knopf zu drücken und damit das Leben eines völlig Fremden zu beenden. Diese Basis ist erfrischend neu und allein der Gedanke einer solchen Möglichkeit in Realität wirft große moralische und ethische Fragen, die sich jeder Zuschauer selber stellen wird: „Wie würde ich handeln?“. Allein dafür gilt es dem Film Respekt zu zollen, denn mit einer derartig einfachen Situation zum Nachdenken anzuregen, schafft längst nicht jeder Film. Leider verkommt diese Idee bereits nach den ersten halben Stunde zu vollkommenen Nebensache und von einer moralischen Grabwanderung zwischen Gut und Böse verwandelt sich der Film in einen typischen Mystery-Film.

Das allein wäre natürlich nicht schlimm, denn mysteriöse Dinge, können eine ungeheure Anziehungskraft haben, doch leider schafft es der Regisseur Richard Kelly II. („Donnie Darko“) von einem guten Weg abzukommen und die Einbahnstraße ins Nirgendwo zu nehmen. Leider versucht Kelly zu sehr äußerst mysteriös und Fragen-aufwerfend zu sein und ignoriert dabei Dinge wie Logik, Handlungsstränge und die Nachvollziehbarkeit für den Zuschauer völlig. So gerät der Film mit fortschreitender Laufzeit immer verworrener, unlogischer und in vielen Moment kommt der Zuschauer einfach nicht mehr hinterher, da ganz deutlich bemerkbar ist, dass ein Macher dort viele Ideen hatte, jedoch nicht realisierte, dass diese nicht zueinander passen und ebenfalls keine Rücksicht darauf nahm, dass dem Zuschauer die Handlung nicht vertraut ist. So geschieht es, dass aus der anfänglich hervorragenden Idee eine Verschwörungs-Episode wird, mit übernatürlichen Wesen, der Steuerung von vielen Menschen und zahlreichen Fehler irn im Story-Aufbau.

Kelly verzichtete leider nahezu völlig darauf auch nur ansatzweise Erklärungsversuche für die Vorgänge abzugeben und begnügt sich damit die Handlung zu zeigen, sie jedoch nicht logisch miteinander zu verknüpfen, sodass man als Zuschauer oft mit dem Kopf schüttelt und sich fragt man von der einen Szene jetzt zu dieser Entwicklung kommen konnte. Hierfür trägt allein das verwirrende und nicht ausreichende Konzept die Schuld und auch die optische Umsetzung. So besteht zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd eine Begründung dafür dem Film den Look der 70er-Jahre zu geben, denn weder wird dieses Thema besonders aufgegriffen, noch macht es Sinn.

Unter diesen vielen Fehlern haben auch die Schauspieler Rechnung zu tragen, denn spielt Cameron Diaz („Beim Leben meiner Schwester“) gerade mal mittelmäßig, weiß der vermeintlich Böse im Film Frank Langella („Frost/Nixon“) als Einziger zu überzeugen. Seine ganze Präsenz wird vom Zuschauer während seiner Abwesenheit nahezu herbeigesehnt, denn die anderen Darsteller sind derartig blass, allen voran James Marsden („X-Men 1-3“), der es zu keinem Zeitpunkt schafft, seinem Charakter eine akzeptable und glaubhafte Note zu verleihen.

Aufgrund der vielen Story-Lücken und Ungereimtheiten kann dem Film abschließend keine Empfehlung ausgesprochen werden, denn selbst wenn er sich als „Mystery-Thriller“ bezeichnet ist er weder sonderlich spannend noch mysteriös, denn es reicht nicht nur ein paar Fragen aufzuwerfen und überdeutliche Logikfehler zu fabrizieren , um dieses Prädikat zu verdienen. Leider schaffen es weder Diaz noch Langella den Film auf ein akzeptables Niveau zu heben, dafür sind die Schnitzer einfach zu groß und wirken sich zu störend aus.


by Sven Hensel
Bilder © Highlight Video