The Borderlands - DVD

DVD Start: 15.04.2014
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

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Inhalt

Eine alte, abgelegene Kirche in der englischen Provinz: Bei der Taufe eines Babys kommt es zu mysteriösen Zwischenfällen, die die Gemeinde verängstigen. Der Vatikan schickt ein Ermittlerteam. Die Gruppe um Pater Amidon soll untersuchen, ob es sich hierbei um paranormale Ereignisse handelt. Zunächst verdächtigen die Ermittler den psychisch kranken Pfarrer, die Vorfälle zu inszenieren. Doch dann treffen sie auf das unvorstellbare Böse, das in den Eingeweiden der Kirche erwacht ist und alles in den Wahnsinn reißt, was sich ihm entgegenstellt. Ein höllisches Inferno bricht los ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Untertitel:
Deutsch, Englisch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailershow

DVD und Blu-ray | The Borderlands

DVD
The Borderlands The Borderlands
DVD Start:
15.04.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Borderlands The Borderlands
Blu-ray Start:
15.04.2014
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - The Borderlands

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Religionen im Clinch - Nicht schon wieder ein Found-Footage-Film. So langsam ist die Welle wirklich ausgelutscht und es gibt kaum noch Themen die da nicht untersucht worden sind und die Begründungen, warum eine subjektive Kamera genommen werden soll werden immer fadenscheiniger. So ist man angesichts von „The Borderlands“ ziemlich skeptisch. Subjektive Kamera, Geisterjagd? Kennt man, braucht man nicht. Dann liest man die Werbung und die hochjubelnden Kritiken und man wird dann doch neugierig. „Der beste Found-Footage-Films des Jahrzehnts“? Hmm. Okay. Wenn man dann noch liest das der Film in einer Kirche spielt, also an einem Ort, der ja nicht gerade für Heimsuchungen von Dämonen und Geistern, abgesehen vom heiligen natürlich, bekannt ist, so gibt man ihm doch eine Chance. Die Begründung für die Nutzung der subjektiven Kamera kann dann leider nicht ganz überzeugen. Da die Charaktere im Auftrag der Kirche klären wollen, ob es in der schottischen Kirche ein Wunder gibt oder ein Täuschungsmanöver, ist es klar, das dort Kameras und Mikrofone aufgebaut werden, um die Vorkommnisse zu untersuchen. Das nun aber die Forscher auch in ihrem gemieteten Ferienhaus welche installieren ist kaum glaubwürdig und das sie auch in den Kneipen, im Bett, etc. immer eine Head-Kamera tragen auch nicht. Hier wäre eine Kombination von found-footage und normaler filmischer Arbeit sehr viel sinnvoller, glaubwürdiger und intensiver gewesen. Auch folgt die Handlung nur dem gängigen Schema und ist insofern nur wenig überraschend. Die Zweifler bekommen Recht und werden am Ende dann doch eines besseren belehrt. Das ist alles sehr klischeehaft mit dem ehrgeizigen und engstirnigen Chef, dem nervenden Technikfreak und dem erfahrenen Macher, der alles schon ziemlich ahnt. Dann kommt noch der weise Alte, der alles richten soll. Das ist Klischeehaft und kennt man schon zur Genüge, aber ist noch nicht als Minuspunkt an sich zu sehen. Das zieht sich in der ganzen ersten Stunde etwas und Spannung entsteht dann meistens durch die Erwartungshaltung des Zuschauers. Dieser kennt ja schon genügend Filme wie etwa „Paranormal Activity“ und wartet bei den nächtlichen Kameraaufnahmen förmlich auf einen Geist oder etwas Ungewöhnliches. Mit dieser Erwartungshaltung zu spielen ist schon sehr geschickt, wird aber durch die fadenscheinige Begründung konterkariert. Dafür ist die letzte halbe Stunde sehr intensiv und kann einige Male das Adrenalin sprießen lassen und lässt genügend Fragen für die Fantasie offen. Da ist vor allem der Subtext gelungen und im Nachhinein begibt man sich gedanklich auf eine Spurensuche, wie das Finale durch Andeutungen vorbereitet worden ist. Es geht um den uralten Konflikt zwischen Christentum und Heidentum. Und dass die Kirchen viel auf alten heidnischen Stätten errichtet worden sind (was historisch belegt ist), spielt hier eine wesentliche Rolle. Mehr soll aber nicht verraten werden. Man kaut zwar nicht gerade vor Spannung auf seinen Fingernägeln, aber es gibt doch einige Schocks. Diese sind wohldosiert und in Vermeidung eines Overkills auch wieder relativ realistisch. So bleibt am Ende eine gute Unterhaltung übrig. „Bester Found-Footage-Film des Jahrzehnts“, wie es die Werbung versprach? Nein, das ist er nicht. Aber schon eine gehobene Klasse innerhalb der Kategorie, die dennoch mit diesem Beispiel deutlich macht, das uns die Stilistik nichts mehr geben kann und an das Ende ihrer Gestaltungsmöglichkeit gekommen ist ohne sich immer wieder zu kopieren.

Das Bild ist für einen Found-Footage-Film ziemlich gut. Die Konturen sind scharf und die Farben satt und selbst bei den nächtlichen Szenen wenn die einzige Lichtquelle eine Taschenlampe ist, löst sich die Kontur nicht auf. Der Ton hingegen ist manchmal etwas zu leise, so dass man in einzelnen Sequenzen auf den Dialog angewiesen ist, wenn die Charaktere meinten etwas zu hören. In anderen Szenen ist die Tonspur dann aber wieder mehr als überzeugend. Leider gibt es keinerlei Extras, sondern nur den Trailer und eine Trailershow.

Entgegen der Werbung ist dieser Film nicht ein Höhepunkt des Found-Footage-Subgenres, aber doch ein gehobener Vertreter der Gattung. Dafür ist die Stilbegründung zu unglaubwürdig und manches läuft zu klischeehaft ab.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment / Pandastorm Pictures