The Body Transformer - Sie liebt Dich zu Tode! - DVD

DVD Start: 25.05.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 94 min

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Inhalt

Die eher schüchterne Jackie (Gabrielle Hall) erbt von ihrem Onkel ein Vermögen samt großem Herrenhaus. Nachdem sie dort eingezogen ist, entdeckt sie ein verstecktes Labor. Ihr Onkel forschte offensichtlich an einem geheimen Mittel. Unglücklicherweise trinkt Jackie das Serum, das bald darauf wunderbare Eigenschaften entfaltet: Jackie kann ihren Körper nach ihrem Wunsch gestalten. Andere Haarfarbe, größere Brüste, ausladende Hüften - alles kein Problem. Mehr Selbstvertrauen, besserer Sex. Doch das Serum beherrscht sie wie eine Droge, ihr Verhalten beim Sex wird immer gewalttätiger - was geschieht mit ihr? Und wie kann sie ihre zweite dunkle Persönlichkeit "Jaqueline" zügeln und wieder in den Griff bekommen, bevor es weitere Leichen geben wird?

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Infopictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar
- Featurette
- Deleted Scenes
- Original-Trailer
- Bildergalerie

DVD und Blu-ray | The Body Transformer - Sie liebt Dich zu Tode!

DVD
The Body Transformer - Sie liebt Dich zu Tode! The Body Transformer - Sie liebt Dich zu Tode!
DVD Start:
25.05.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 94 min.

zur DVD Kritik

DVD Kritik - The Body Transformer - Sie liebt Dich zu Tode!

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 7/10
Extras: | 7/10
Gesamt: | 7/10


Intelligenter Trash
Sicher, „The Body Transformer“ ist ein Trashfilm. Aber immerhin einer der darum weiß, und alles mit einem gehörigen Augenzwinkern erzählt. Und vor allem ist er endlich mal wieder ein wirklich gelungener Trashfilm, der abseits vom Mainstream durchaus neue Wege findet und sich auch was traut. Das Thema, das in „Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ behandelt wird, ist eines der immer gültigen Prinzipien der Menschen. Robert Louis Stevenson konnte in seiner Erzählung nicht nur ein scharfsinniges Portrait der viktorianischen Gesellschaft mit ihrer Prüderie und geheim gehaltenen Leidenschaften schaffen, sondern auch ein psychologisches Profil in einer spannenden und unheimlichen Erzählung etablieren. So griffig und unterhaltsam wurden die zwei Seelen wohnhaft in unserer Brust (frei nach Goethe) selten formuliert und verklausuliert. Schon direkt nach dem Erscheinen der Novelle war diese ein immenser Erfolg und wurde ebenso schnell als Bühnenstück adaptiert. Wen wundert es, dass einer der allerersten Horrorfilme bereits eine Verfilmung dieses Stoffes war (1920 mit John Barrymore)? Seitdem gibt es diese Figur immer wieder in den unterschiedlichsten Inkarnationen und ist längst zum Kanon auch der Populärkultur geworden. Denn der „Hulk“ ist im Grunde Mr. Hyde und sein Alter Ego Bruce Banner Dr. Jekyll. „The Body Transformer“ könnte von seiner Ausgangslage her auch ein Porno sein, da hier das Prinzip auf Sexualität und Minderwertigkeitsgefühle angewandt wird. Zunächst besteht eine der größten Änderungen darin, dass die Hauptfigur weiblich ist, was noch nicht das innovativste ist. Interessant ist es aber, dass abgesehen von den Prämissen der Film keine neue Adaption ist. Die Heldin ist mit ihrem Leben unzufrieden, hält sich für unattraktiv, da sie nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht und zudem noch Jungfrau ist. Sie ist generell äußerst frustriert. Als sie ein Erbe ihres Großvaters antritt, entdeckt sie eine Mixtur, die Veränderungen des Körpers ermöglicht. Sie kann ihre Gestalt verändern, was sie auch leidlich ausnutzt, um endlich sexuelle Erfüllung zu finden und die Macht auszukosten, die mit der weiblichen Schönheit einhergeht. Nur wird ihr sexueller Hunger immer unbändiger und gewalttätiger. Man hätte auch einen Porno daraus machen können, aber das ist hier nicht gewollt. Dennoch ist der Film sehr erotisch mit viel nackter Haut und einigen deftigen Gewalteinlagen. Entfernt sich der Film generell sehr von der Vorlage, ist der Zwiespalt des, psychoanalytisch gesprochenen, Ichs und Über-Ichs, in Form des Gewissens, aber auch hier zu finden. Mit dem Es ist dann der reine Sexual-Trieb gemeint. Psychoanalytisch gesehen ist der Film schon höchst interessant. Aber auch die sexuellen Aspekte machen den Film nicht nur zu einem erotisch und ästhetischen Vergnügen, sondern diese üben auch Kritik an dem immerwährenden Thema Schönheitsideal vs. Realität und was die psychischen Auswirkungen dieser Konstellation auf die Menschen bedeutet. Die Aussage, dass die inneren Werte mehr zählen als das Äußere, klingt zwar ziemlich banal, ist aber richtig. Die Kameratricks mit ihren vielen verschwimmenden Bildern und Überblendungen nerven zwar etwas, aber die mechanischen und computeranimierten Tricks sind sehr gelungen und können sich für eine Low-Budget-Produktion sehr sehen lassen. Viele Tricks sind durch einen gelungenen Schnitt gemacht. Die Ausleuchtung ist zwar sehr 80er-like, aber daran kann man sich gewöhnen. Ohne aufdringlich zu sein, steckt hinter den Effekten, dem Sex und der Gewalt also doch sehr viel mehr: das Frauen ihren Körper (wortwörtlich) als Waffe benutzen können, aber auch die Unzulänglichkeitsgefühle gegenüber einem Schönheitsideal, sexuelle Macht und die Angst der Männer vor einer sexuellen Selbstbestimmung der Frauen. Die Aussage am Ende ist zwar relativ konservativ, aber selten hat das so viel Spaß gemacht zu sehen. Eine wahre Trashperle.

Der Ton ist gut, das Bild verwischt leider manchmal etwas. Das wird aber etwas durch die guten und informativen Extras wett gemacht. Der interessante Audiokommentar hat aber leider keine deutschen Untertitel. Neben den üblichen Trailern gibt es noch ein gutes Making-Of, welches auch viele B-Roll-Elemente enthält. Dann gibt es noch entfernte und erweiterte Szenen, sowie eine Fotogalerie. Für einen Trashfilm sind also erstaunlich viele und auch noch gute Extras vorhanden.

Eine kleine Überraschung, da sich hier eine kleine Perle des Trashfilms verbirgt und mit Erotik und Gewalt das Prinzip von Dr. Jekyll und Mr. Hyde auf sexuelle Selbstbestimmung, Schönheitsideale, Minderwertigkeitsgefühle und Begehren anwendet.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG / Infopictures