The Assault - DVD

DVD Start: 11.11.2011
FSK: ab 16 - Laufzeit: 88 min

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Inhalt

Algier, am Heiligabend 1994: Eine Gruppe extremistischer Terroristen bringt ein voll besetztes französisches Flugzeug in ihre Gewalt. Die Entführer töten gnadenlos die ersten Geiseln, als ihren Forderungen nicht sofort nachgekommen wird. Ein Fall für die Antiterroreinheit der französischen Polizei! Diese versucht, die Maschine nach Frankreich zu holen, um auf heimischem Territorium einen gewagten Einsatz zur Befreiung der Passagiere in die Wege zu leiten. Doch die Maschine könnte von den Terroristen bereits über Paris zum Absturz gebracht werden. Als das Flugzeug in Algier abhebt, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Originaltrailer, Trailershow, Sonderschuber

DVD und Blu-ray | The Assault

DVD
The Assault The Assault
DVD Start:
11.11.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 88 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Assault The Assault
Blu-ray Start:
11.11.2011
FSK: 16 - Laufzeit: 92 min.

DVD Kritik - The Assault

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 4/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 4/10


Der französische Autor und Regisseur Julien Leclercq brachte mit seinem Film THE ASSAULT (Originaltitel: L'ASSAUT) ein Geiseldrama auf die Leinwand, das sich so im Jahre 1994 tatsächlich über dem Mittelmeer abspielte. Damals brachte eine algerische Terrorgruppe eine Maschine der Air France in ihre Gewalt. Eine Spezialeinheit der französischen Polizei musste ausrücken, um die Geiseln zu befreien und ihre Entführer zur Strecke zu bringen. Leclercq verzichtet in seinem Film grundsätzlich auf Pathos und Heldengeschichten und konzentriert sich somit fast ausschließlich auf das Geiseldrama. Wenn THE ASSAULT allerdings in Emotionen und Nebenhandlungen abtriftet, wird es kurios. Auch Kameraführung, Schnitt und Aufbereitung enttäuschen den Zuschauer.

Ein vierköpfiges Terrorkommando der algerischen Groupe Islamique Armé (GIA) begibt sich als Polizeibeamte getarnt an Bord eines vollbesetzten Passagierflugzeuges der Air France. Noch in Algier offenbaren die Terroristen um Yahia (Aymen Saïdi) ihre wahren Absichten und beginnen die ersten Geiseln umzubringen. Nach langen Verhandlungen und der Ermordung dreier Geiseln gelingt es den Terroristen, das Flugzeug auf den Weg in Richtung Paris zu bringen. Ein hoher Kerosinverbrauch zwingt die Entführer allerdings in Marseille einen Tankstopp einzulegen. Dort bereit sich bereits die französische Spezialeinheit „Groupe d’Intervention de la Gendarmerie Nationale“ (GIGN) darauf vor, das Geiseldrama mit aller Gewalt zu beenden.

THE ASSAULT beginnt ohne viel Schnörkelei gleich mit der Entführung des Flugzeuges. Es wird auf langatmige Darstellungen von Charakteren oder Vorbereitungshandlungen verzichtet – ganz im Gegenteil zu vielen anderen Filmen dieser Art. Das macht Leclercqs Film im ersten Moment doch recht attraktiv.

Die Figuren seines Geiseldramas nehmen rein funktionale Plätze ein. Sie wirken ausschließlich innerhalb der Parameter, die ihnen beispielsweise als Geiselnehmer oder als Elitepolizisten zugedacht sind. Es werden nicht die Menschen mit ihren Gefühlen, Fehlern und Gedanken gezeigt, sondern Marionetten, die Zusammenwirken wie die Zahnräder eines Uhrwerks. Nur selten fällt THE ASSAULT aus diesem Rahmen heraus. Eine generelle Ausnahme stellt allerdings das GIGN-Mitglied Thierry (Vincent Elbaz) dar. Ihn versucht Leclercq zu vermenschlichen. Er sieht sich mit seinen Aufgaben bei der Spezialeinheit in einem Konflikt mit seinem Dasein als Familienvater. Es ist der Versuch, einen Hauch von Sentimentalität zwischen den nüchternen Gewaltdarstellungen zu platzieren. Es gelingt Leclercq allerdings nicht, diesen inneren Zwiespalt glaubhaft und ausgereift auf den Bildschirm zu bringen. Die halbherzige Nebenhandlung um Thierry lässt das GIGN-Mitglied als weinerlichen, in die Jahre gekommen Polizeibeamten daherkommen und nimmt dem Film seine Spannung.

Das Finale stiehlt dem Film weiteren Charme: Sicherlich angetrieben von der tatsächlichen Geiselbefreiung, die fast 30 Minuten dauerte, zieht sich der GIGN-Einsatz länger als nötig. Geradezu unverständlich wird es dann auch, wenn sich ein GIGN-Mitglied inmitten des Feuerhagels auf den Boden legt und zur lebenden Zielscheibe macht. Die Geiselbefreiung offenbart ein weiteres Manko: Kameraführung und Schnitt des Filmes sind eher unbefriedigend. Für den Zuschauer wird es gänzlich unübersichtlich, wenn die französische Spezialeinheit das Flugzeug von beiden Seiten stürmt und sich die Geiselnehmer in den Gängen verschanzen.

Kurzum: THE ASSAULT stellt weitgehend schnörkellos das algerische Geiseldrama des Jahres 1994 dar. Dabei bleibt er aber wenig spannend und enttäuscht durch Oberflächlichkeiten und eine unbefriedigende Inszenierung.

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by Ramon Weilinger
Bilder © Koch Media Home Entertainment