The Artist (Limited Award Edition) - DVD

DVD Start: 11.10.2012
FSK: ab 6 - Laufzeit: 100 min

The Artist (Limited Award Edition) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

George Valentin (Jean Dujardin) ist der Superstar des großen Hollywood-Kinos der 20er Jahre. Dem unvergleichlichen Charmeur und Draufgänger fliegen die Herzen des Publikums zu. Er genießt und zelebriert seinen Ruhm und entdeckt wie im Vorbeigehen das Talent der jungen Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo). Doch mit dem Wendepunkt vom Stummfilm zum Tonfilm stehen die beiden Schauspieler plötzlich zwischen Ruhm und Untergang: Valentin will nicht wahr haben, dass der Tonfilm seine Karriere zu überrollen droht. Für Peppy Miller aber bedeutet die neue Technik den Durchbruch: Das Sternchen wird zum gefeierten Kinostar!

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 1,33:1 (4:3 Vollbild)
Bonusmaterial:
Inkl. Soundtrack-CD mit 47 Min. Original Filmmusik
- The Making of "The Artist";
- "The Artist" Soundtrack - Behind the Music;
- Outtakes mit Filmhund Uggie, George und Peppy; Interviews mit Michel Hazanavicius (Regie), Jean Dujardin (George Valentin), Bérénice Bejo (Peppy Miller);
- Originaltrailer;
- Trailershow;
- Original Soundtrack (47 Min. Filmmusik)

DVD und Blu-ray | The Artist (Limited Award Edition)

DVD
The Artist (Limited Award Edition) The Artist (Limited Award Edition)
DVD Start:
11.10.2012
FSK: 6 - Laufzeit: 100 min.

zur DVD Kritik
The Artist The Artist
DVD Start:
28.08.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 100 min.
Blu-ray
The Artist The Artist
Blu-ray Start:
11.10.2012
FSK: 6 - Laufzeit: 100 min.
The Artist The Artist
Blu-ray Start:
28.08.2015
FSK: 6 - Laufzeit: 104 min.

DVD Kritik - The Artist (Limited Award Edition)

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 9/10
Ton: | 7/10
Extras: | 6/10
Gesamt: | 6/10


Es war keine Überraschung, dass The Artist 2011 gleich fünf Oscars für sich verbuchen konnte: der Film wurde quer durch alle Medien besprochen, Filmfans aller Altersschichten wurden auf ihn aufmerksam. Mit den Oscars kam dann der endgültige Erfolg. Doch warum eigentlich?

Die Medien waren sich zumindest einig: Die Idee, in der heutigen Zeit einen Stummfilm zu produzieren, sei außergewöhnlich. So sehr dies auch stimmt, so sehr verwundert es doch, dass von den vielen Stummfilmen aus den letzten Jahren ausgerechnet The Artist in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt wurde. Denn einzigartig ist dieser nun wirklich nicht. Wo moderne Stummfilme wie Vase de Noces, Begotten oder Der letzte Kampf ihre Wortlosigkeit zum Kreieren einer lebensfeindlichen Welt nutzten, wo Kaurismäkis Film Juha stumm eine finnischen Volkssage wiedererweckte, wo The Call Of Cthulhu die unbeschreibbare Welt des Schriftstellers H.P. Lovecraft nur in Bildern skizzierte oder der (Stumm!)Filmemacher Guy Maddin mit Brand Upon The Brain eine rauschhafte Fantasygeschichte aus Genreversatzstücken erzählte, wo der 2007 in Argentinien produzierte Stummfilm La Antena seine Wortlosigkeit sogar inhaltlich begründen und die Texttafeln in die Bilder integrieren konnte, um eine stimmige Science-Fiction-Geschichte zu erzählen, da hat The Artist nichts außer seiner Prämisse, ein Stummfilm zu sein. Wo die vorgenannten Filme meist eine außergewöhnliche Optik und ungewöhnliche Inhalte auffahren, biedert sich The Artist lediglich an die Stummfilmzeit an und erzählt fast dieselbe Geschichte, die Singin’ In The Rain bereits 60 Jahre zuvor besser geschildert hat.

Dass The Artist einen seiner Oscars für die Filmmusik erhalten hat, obwohl diese Fremdmaterial wie beispielsweise Bernhard Herrmans weltbekanntem Score für Hitchcocks Vertigo verwertete, setzte dem ganzen dann die Krone auf.

Unabhängig von obigen Vergleichen ist The Artist beileibe kein schlechter Film. Die Darsteller sind zwar nur solide, versprühen aber Charme und bewegen sich in einer Stummfilmwelt, dessen liebevolles Set- und Kostümdesign gefällt. Auch die Kameraarbeit kann überzeugen.

Allerdings gibt es für The Artist ein großes Problem: In seinem Bemühen, ein klassischer Stummfilm zu sein, fehlen dem Film schlicht die Mittel, in seiner Geschichte den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm zu illustrieren und so die Probleme seines Protagonisten zu gestalten – der Tonfilm bleibt in The Artist natürlich stumm, doch funktioniert dies nicht wirklich und beeinträchtigt die Narration.

Und trotz allem hat der The Artist einige Oscars abgeräumt. Und die Gründe dafür sind natürlich schnell gefunden: Der Film bietet routiniert-belangloses Erzählkino, also ein Kino des kleinsten gemeinsamen Nenners, damit naturgemäß eine große Zielgruppe generiert wird, die durch die butterweiche Inszenierung in keinem Moment überfordert werden kann. Wer also routinierte Unterhaltung mag, wird an The Artist Gefallen finden, denn schlecht ist er nicht; allerdings ist es bedenklich, dass sich der Film letztlich konventioneller und uninspirierter als die echte Stummfilme aus den 20er Jahren erweist – wer schon The Artist mag, sollte daher unbedingt mal die Werke der großen Meister wie Murnau, Lang, Wiene oder Dreyer in Augenschein nehmen.

Die jüngst erschienende DVD Veröffentlichung von The Artist bietet ein sehr gutes Bild, eine ordentliche Tonqualität sowie interessante Extras wie beispielsweise Making-ofs und Interviews.

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by Tom Schünemann
Bilder © Eurovideo