The Strangers: Opfernacht - DVD

DVD Start: 26.10.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 82 min

The Strangers: Opfernacht DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Cindy (Christina Hendricks) und ihr Ehemann Mike (Martin Henderson) begeben sich mit ihrer rebellischen Teenager-Tochter Kinsey (Bailee Madison) und ihrem Sohn Luke (Lewis Pullman) in den Familienurlaub. Doch der Trip entpuppt sich schon bald als unvorstellbarer Albtraum. Nachdem die Vier ihre Unterkunft in einem abgelegenen Trailerpark bezogen haben, beginnt mit einem Klopfen an der Tür eine Nacht voller Terror, aus der es kein Entrinnen gibt. Drei maskier-te Fremde mit tödlichen Absichten zwingen die Familie dazu, gemeinsam um ihr Leben zu kämpfen ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / SquareOne Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews, B-Roll

DVD und Blu-ray | The Strangers: Opfernacht

DVD
The Strangers: Opfernacht The Strangers: Opfernacht
DVD Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 82 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Strangers: Opfernacht The Strangers: Opfernacht
Blu-ray Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

DVD Kritik - The Strangers: Opfernacht

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 4/10
Gesamt: | 7/10


Auf dem Regiestuhl zur Fortsetzung des Erfolgshits The Strangers von 2008 nahm diesmal nicht Bryan Bertino Platz, sondern Johannes Roberts, der 2010 mit F - London bereits einen atmosphärisch dichten, kleinen Slasher auf die Beine gestellt hat. Bis auf die Maskentragenden Schlächter "Man in the Mask,", "Dollface" und "PinUp Girl", die bereits im ersten Teil ihr Unwesen trieben, steht Opfernacht oder wie er im Originaltitel heißt Prey at Night, vollkommen für sich allein und hat keinerlei Bezüge zum ersten Teil. Sowohl Kenner als auch Neulinge werden auf ihre Kosten kommen.

Die Masken-Mörderin überrascht Kinsey (Bailee Madison) in ihrem Versteck – kann sie entkommen?
Die Masken-Mörderin überrascht Kinsey (Bailee Madison) in ihrem Versteck – kann sie entkommen? © SquareOne/Universum
"Ist Tamara zu Hause?" Mit dieser Frage beginnt ein blutiger Alptraum für Mike (Martin Hendeson) und Cindy (Christina Hendricks), die mit ihren pubertierenden Kindern Kinsey (Bailee Madison) und Luke (Lewis Pullman) in einem Trailerpark ein letztes gemeinsames Wochenende verbringen wollen, bevor sie Kinsey in einem Internat für Schwererziehbare abliefern. Diese ist damit so gar nicht einverstanden und hat es sich zur Aufgabe gemacht, dem harmonischen Kurzurlaub mit allen Mitteln und Wegen ein jähes Ende zu setzen. Als sie wieder mit ihrem Vater aneinander gerät und fluchtartig den Trailer verlässt klopft es an der Tür, vor der ein unbekanntes Mädchen sich nach einer Person erkundigt, die überhaupt nicht dort wohnt. Als sich das Schauspiel innerhalb kurzer Zeit wiederholt, schickt die besorgte Cindy ihren Sohn vor, um nach seiner Schwester zu sehen, die allein draußen herumirrt. Als er sie dann endlich gefunden hat durchstreifen sie gemeinsam die Umgebung und stoßen bald auf die entsetzlich zugerichteten Leichen der Parkbesitzer. Kurz darauf wird die gesamte Familie von drei Maskierten Unbekannten, dem "Man in the Mask" (Damian Maffei), "Dollface" (Emma Bellomy) und "PinUp Girl" (Lea Enslin) terrorisiert, die auf die Frage nach dem "Warum?" eine simple Antwort haben: "Warum nicht?"

Kinsey (Bailee Madison) realisiert ihre aussichtslose Lage
Kinsey (Bailee Madison) realisiert ihre aussichtslose Lage © SquareOne/Universum
Dass eine Fortsetzung kommen wird, war schon kurz nach dem Release des ersten Teils beschlossene Sache. Kurz nach Fertigstellung begannen auch schon die Dreharbeiten an Teil 2, der aber immer wieder wegen verschiedener Gründe verschoben wurde. Jetzt, 10 Jahre danach, ist es dann endlich soweit und das Warten hat sich gelohnt. Trotz dessen nicht, wie erwartet, Bryan Bertino Regie führte, ließ er es sich nicht nehmen das Drehbuch zu verfassen, das sich nicht nur an einigen sich ähnelnden, realen Fällen orientiert hat, wie z.B. dem Fall der Cabin 28 aus dem April 1981, bei dem eine Familie im Keddie-Resort gefoltert und ermordet wurde, sondern auch zum Teil auf einer selbst erlebten Begebenheit beruht. In seiner Kindheit soll am späten Abend eine fremde Person an der Tür geklingelt haben und nach einem Hausbewohner gefragt haben, den es gar nicht gab. Bei der Person handelte es sich im Nachhinein um einen Einbrecher, der schlussendlich das Haus der Nachbarn ausgeräumt hat. Was eine "harmlose" Situation für böses nach sich ziehen kann intensiviert Johannes Roberts durch die drei maskierten Unbekannten, die vollkommen grundlos und aus Spaß Jagd auf Menschen machen. Leider ist genau so ein Szenario gar nicht mehr so fernab der Realität, was es umso schauriger macht dabei zuzusehen. Die beinahe schon Oldschool anmutenden Kulissen wie neblige Anhöhen mit angrenzendem Grün, verschachtelte, sich ähnelnde Wege und weitläufiges Nichts in Verbindung mit der treffenden Sounduntermalung verstärken das Gefühl der Abgeschiedenheit und Ausweglosigkeit noch und seien an dieser Stelle besonders hervorzuheben. Auch wird durch die Verlagerung der Story von einem Haus, aus dem es kein Entkommen gibt, auf einen einsamen Trailerpark, der Wirkungsradius der Maskierten merklich ausgeweitet und bietet somit ein größeres Spektrum an Möglichkeiten. Wo Teil 1 vermehrt auf Beklemmung und Jump Scares gesetzt hat, dennoch relativ blutleer daherkam, behält jetzt Prey at Night den Terror seines Vorgängers bei, zieht die Gewaltschraube allerdings deutlich an. Zwar sind die CGI Effekte relativ ersichtlich, jedoch entschärft das den Film nicht unbedingt. Warum auf dem Cover das blaue 16er Siegel prangt, anstatt ausschließlich volljährigem Publikum vorbehalten zu sein, ist mir persönlich ein Rätsel.

Cindy (Christina Hendricks) blickt besorgt in die Dunkelheit
Cindy (Christina Hendricks) blickt besorgt in die Dunkelheit © SquareOne/Universum
Die Laufzeit von 85 Minuten vergeht wie im Flug und sind ausreichend gefüllt, ohne dass Längen entstehen. Auch die Charaktere, insbesondere Bailee Madison und Lewis Pullman, sind im Gegensatz zu vielen anderen Akteuren dieses Genres, sympathisch und handeln nicht alle Nase lang sinnlos und überstürzt.

Das Bild der DVD liegt im 2,40:1 (16:9) vor und ist erstaunlich scharf. Die Übergänge sind weich gehalten und auch die Sichtbarkeit der Pixel ist minimal. Die Farben sind satt und kräftig und auch der Kontrast wird als angenehm wahrgenommen. Der Grundton des Films ist bis auf die erste viertel Stunde verhältnismäßig dunkel gehalten, jedoch lässt auch der Detailreichtum keine Wünsche offen.

Der Ton (Dolby Digital 5.1) liegt in deutscher und englischer Audiospur vor und kann vor allem durch seine grotesk ulkige Musikwahl während brutaler Kills und anderer Bösartigkeit auftrumpfen. Einerseits entschärft es das Gezeigte, wenn auch nur minimal, andererseits verleiht sie dem Gesehenen einen bizarren Beigeschmack. Das Lautstärkenverhältnis lässt, wie so oft, zu wünschen übrig und die Effekte sind leider wesentlich lauter als das Gesprochene.

Als Extras gibt es Interviews mit Cast und Crew und etwas nebensächliches B-Roll Material, sowie eine Trailershow.


Fazit:
Auf der einen Seite wäre The Strangers: Opfernacht sicher nicht nötig gewesen, auf der anderen Seite empfand ich die Fortsetzung als sehr unterhaltsam und an vielen Stellen sogar originell. Allein die Wahl der Kulissen und die musikalische Untermalung, die teilweise sehr makaber und dennoch passend schräg gewählt wurden, haben keine Langeweile aufkommen lassen und schon die nötige Grundatmosphäre geschaffen. Auch waren die Dialoge nicht sinnentleert und scheinbar nur zur Zierde, sondern haben den Handlungsverlauf nicht nur erklärt, sondern auch vorangetrieben. Zugegeben, er ist kein herausragendes Meisterwerk wie Hereditary oder besonders wendungsreich wie Ghostland, aber er hat dennoch, wie ich finde, seine Daseinsberechtigung und jeder, der auf diese Art Film steht, oder den ersten mochte, kann bedenkenlos zugreifen. Für sich sprechen dürfte, dass der Film trotz seines geringen Budgets von rund 5 Millionen Dollar fast das fünffache wieder eingespielt hat.

by Christoph Berger
Bilder © Universum Film / SquareOne Entertainment