The Night eats the World - DVD

DVD Start: 06.06.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

The Night eats the World DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Sam wacht nach einer Party alleine in dem Appartement seiner Ex auf und muss sich plötzlich mit einer bitteren Realität auseinandersetzen. Über Nacht wurde Paris von lebenden Toten heimgesucht und er scheint der letzte Überlebende zu sein. Auf sich alleine gestellt, verbarrikadiert er sich in dem Wohnhaus und versucht dort sein Überleben im Kampf gegen Zombies und einer totale Isolation zu organisieren.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer

DVD und Blu-ray | The Night eats the World

DVD
The Night eats the World The Night eats the World
DVD Start:
06.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Night eats the World The Night eats the World
Blu-ray Start:
06.06.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - The Night eats the World

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Einsamer Zombie
Die Franzosen zeigen mal wieder wie man mit einer leichten Verschiebung der Perspektive einen hervorragenden Horrorfilm gestalten kann. „The Night eats the World“ weist dabei zunächst eine inhaltliche Parallele zu dem deutschen Zombiefilm „Rammbock“ auf. In beiden Filmen geht es weniger darum, wie sich eine Gruppe von Überlebenden durch Horden von Zombies kämpft, sondern sich vielmehr ein einzelner in einem Haus befindet und dort nicht hinauskommt, da gerade eine Zombieapokalypse die Welt überrollt. Während in „Rammbock“ der Protagonist versucht, das Haus zu verlassen, ist es in „The Night eats the World“ genau umgekehrt.

Szene aus The Night eats the World
Szene aus The Night eats the World © Eurovideo
Der Held versucht die Welt auszusperren und sich in dem Pariser Wohnhaus einzuquartieren. Er sichert das Haus ab und durchforscht die Wohnungen. Nicht nur sammelt er die jeweiligen Lebensmittel zusammen, sondern nutzt auch je nach Gelegenheit die Gegenstände zu seinem Vergnügen und zur Ablenkung. Versuche, nach draußen zu gelangen unternimmt er erst gar nicht. Erst als ein anderer Mensch auftaucht, überdenkt er seinen Plan, der im Grunde keiner ist, da dort keinerlei Perspektive vorhanden ist. Schließlich werden irgendwann die Lebensmittel ausgehen. Zudem macht ihn die Einsamkeit zunehmend zu schaffen. Der Film ist zwar klaustrophobisch, aber lange nicht so ein Nägelkauer wie der spanische Genrebeitrag „Rec“ in dem in dem abgeschotteten Haus noch Zombies vorhanden sind und man auf beengtem Raum kämpfen muss. „The Night eats the World“ ist eher als eine psychologische Studie über die Einsamkeit zu sehen. Dabei ist er, wie jeder gute Zombiefilm, hoch symbolisch indem die Isolation der Hauptperson als Sozialangst gedeutet werden kann. Was auch eine Kritik an eine Ich-Bezogenheit der Gesellschaft ist. Trotz der sozialen Medien tritt man kaum wirklich in einen sozialen Kontakt, nur in einen virtuellen, und die Scheu vor Menschen kann noch verstärkt werden. Auffällig ist das da der Held schon vorher kaum in direkten menschlichen Kontakt trat. Er platzt in eine Fete, steht aber immer für sich und es kommt kein Gespräch in Gang.

Szene aus The Night eats the World
Szene aus The Night eats the World © Eurovideo
Er stand also seit jeher im Abseits und auch seine offenbar künstlerische Ader, er scheint ein Künstler zu sein, ist eher etwas was nicht im Team entstand. Der Held setzte sich nicht durch, sondern nabelte sich ab. So bricht für ihn mit der Zombieapokalypse auch nicht direkt eine Welt zusammen. Er nimmt sie hin und kommt anscheinend gut klar. Nur langsam verfällt er nicht nur physisch sondern auch psychisch. Insofern stehen die Zombies für alle anderen Menschen vor denen man sich instinktiv hütet, denen man misstraut und sich nicht zu öffnen wagt. Aber man muss sich mit ihnen auseinandersetzen und die letzte Einstellung des Filmes deutet an, dass man bereit ist, über die Grenzen hinwegzusehen. Insgesamt also liegt hier ein ungewöhnlicher Zombiefilm vor, der aber gerade wegen der klaustrophobischen Stimmung und der psychologischen Aspekte zu überzeugen vermag und kein Actiongewitter braucht. Auf jeden Fall lohnt er mehr als einen Blick auch wenn er mit einigen Glanzperlen des Subgenres nicht ganz mithalten kann da die wirklich nervenzerfetzenden Szenen fehlen. Immerhin sind die Zombies geräuschempfindlich und so muss der Protagonist sich davor hüten zu laut zu sein was zu einigen sehr spannenden Szenen führt.

Der Ton ist sehr gut und gerade wichtig für einen Film in dem nicht oft gesprochen wird, sondern jedes Geräusch gefährlich ist und die Zombies auf den Plan rufen kann. Auch das Bild ist ohne Mangel. Abgesehen von dem Trailer und einer nicht separat anwählbaren Trailershow gibt es aber keinerlei Extras.


Fazit:
Eine ungewöhnliche Perspektive für einen Zombiefilm die eine gesellschaftliche und psychologische Aussage sehr treffend symbolisiert. Zwar ist er weniger spannend als andere Genrebeiträge, aber die Stimmung packt einen an der Gurgel.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo