The Inhabitant - DVD

DVD Start: 26.10.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

The Inhabitant DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

12,99 € jetzt kaufen
9,99 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Die Schwestern Maria, Camila und Ana brechen mitten in der Nacht in das Haus eines korrupten Senators ein und nehmen ihn und seine Frau gefangen. Die drei haben es auf Erpressungsgeld abgesehen. Doch ihr Raubzug wird plötzlich von seltsamen Geräuschen aus dem Keller gestört. Als Camila nachsieht, findet sie hinter einer verschlossenen Tür die Tochter der Familie an ein Bett gefesselt vor. Die Mädchen missachten die nachdrücklichen Warnungen der Eltern und befreien das anscheinend schwer misshandelte Kind. Sie ahnen nicht, welche Kräfte sie damit freisetzen.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive / capelight pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Spanisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,66:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Erstauflage mit Silber-O-Card

DVD und Blu-ray | The Inhabitant

DVD
The Inhabitant The Inhabitant
DVD Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Inhabitant The Inhabitant
Blu-ray Start:
26.10.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - The Inhabitant

DVD Wertung:
Film: | 5/10
Bild: | 7/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 6/10


Dämon im Kopf
Der Horrorthriller „The Inhabitant“ ist eine hauptsächlich mexikanische Produktion und da somit zwangsläufig weniger Geld zur Verfügung stand als einem amerikanischen Film muss man aus der Not eine Tugend machen. Zwar wird damit geworben das die Produzenten von „Knock, knock“ und „The Green Inferno“ hier beteiligt waren, aber das muss ja noch nichts heißen. Sie können diesen Film ja auch nebenher gemacht haben und sagt nichts über die Qualität aus. Jedenfalls darf man kein Special Effects Gewitter erwarten und abgesehen von einer Sequenz im Finale scheinen keine Computertricks vorzukommen (und der einzige wirkt auch noch schlecht). Aber aus solch einer Not kann man eine Tugend machen und der Regisseur legt so auch das Augenmerk auf den psychologischen Horror.

Szene aus The Inhabitant
Szene aus The Inhabitant © capelight pictures
Es geht um drei Schwestern die in ein Haus einbrechen, da die älteste dringend Schulden abzahlen muss, da sie sonst getötet wird. Doch leider sind die Bewohner zuhause und werden kurzerhand als Geiseln genommen. Der Plan scheint von vornherein zu scheitern. Die Situation eskaliert als im Keller die gefesselte Tochter des Hauses gefunden wird. Da die kriminellen Schwestern offenbar eine traumatische Kindheit hatten, wollen sie das Mädchen retten. Doch diese wird keineswegs misshandelt, sondern ist die eigentliche Gefahr, denn sie ist besessen. Psychologischen Horror zu entfachen in Verbund mit dem Thema Exorzismus ist eine passende Mischung und wurde in den letzten Jahren oft aus dem Blick verloren. Stattdessen wurden oft die Effekte in den Mittelpunkt gestellt und weniger die Thematik und was die Besessenheit eigentlich bedeutet. Sprich: es stand die Wirkung und nicht die religiöse Thematik im Mittelpunkt. Hier gelingt es leider nur teilweise diese Verbindung herzustellen. Zum einen liegt das daran, dass man es nicht schafft eine klaustrophobische Atmosphäre herzustellen. Obwohl der Film fast ausschließlich in einem Haus spielt ist die Stimmung nicht so dicht als das man als Zuschauer unter einer permanenten Spannung stehen würde.

Szene aus The Inhabitant
Szene aus The Inhabitant © capelight pictures
Das ist das größte Problem: der Film ist nicht spannend da die Atmosphäre oft aufgebrochen wird. Zwar sorgen einige überraschende Wendungen dafür, dass man am Ball bleibt und wissen will wie es weitergehen mag, aber man verfängt sich etwas in den verschiedenen Motivationen der Figuren. Denn zum anderen geht es hier um das religiöse Motiv der Schuld und Vergebung. Das passt zu dem Exorzismus, denn die Besessene erkennt die verborgenen Wahrheiten, bringt sie an die Oberfläche und spielt somit nicht nur die Menschen gegeneinander aus, sondern zerbricht sie damit auch. Hier wird es gut verbunden, bleibt aber insgesamt zu oberflächlich und wenn die Bigotterie am Ende mal einfach so aufgelöst wird, so bleibt einem doch ein äußerst ungutes Gefühl im Magen zurück. Und gerade die Schlussszene ergibt zwar eine gute inhaltliche Klammer zu dem Beginn, hätte aber im Laufe der Handlung etwas mehr fokussiert werden sollen, um das private in das gesellschaftliche zu überführen. Obwohl der Film gut gespielt ist und vor allem die Besessene es schafft ohne Overacting und große Verrenkungen beängstigend zu erscheinen, bleibt der Streifen doch hinter seinen Möglichkeiten zurück da er es nicht schafft seine einzelnen Elemente zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden. Schade, denn es waren gute Ansätze da.

Szene aus The Inhabitant
Szene aus The Inhabitant © capelight pictures
Die Extras sind äußerst enttäuschend. Denn es gibt nur den Trailer und eine Trailershow was eindeutig zu wenig ist. Das Bild hat einen gewissen Hang zur Körnigkeit was einige stören dürfte, aber dem Film auch einen etwas rohen Charakter verleiht, was der Aussage entspricht. Leider gehen manche Soundeffekte unter. Zwar ist die Mischung gut und eigentlich gibt es nichts am Ton auszusetzen, aber manchmal reagieren die Schauspieler auf Geräusche die man als Zuschauer nicht hören kann, was hier zu Punktabzügen führt.


Fazit:
Zwar macht der Film aus der Not eine Tugend und setzt auf psychologischen Horror, bleibt aber leider hinter den Möglichkeiten zurück. Auch will sich keine Atmosphäre einstellen weswegen der Film trotz einiger Überraschungen nur leidlich spannend ist.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive / capelight pictures