The Dinner - DVD

DVD Start: 20.10.2017
FSK: ab 12 - Laufzeit: 116 min

The Dinner DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Für die Brüder Paul und Stan (Steve Coogan und Richard Gere) und ihre Frauen Claire und Katelyn (Laura Linney und Rebecca Hall) beginnt das Dinner mit unverbindlichem Smalltalk über Filme und Urlaubspläne. Das eigentliche Thema meiden sie geflissentlich: die Zukunft ihrer Söhne Michael und Rick. Die beiden 16-Jährigen haben nämlich ein Gewaltverbrechen begangen, das ihre Zukunftsaussichten und damit ihr Leben für immer ruinieren könnte. Noch aber sind sie nicht als Täter identifiziert worden. Michaels Vater will nur das Beste für seinen Sohn – und ist bereit, dafür weit zu gehen, sehr weit. Doch auch die anderen am Tisch haben ihre eigene, geheime Agenda. Während des Essens brechen die Emotionen auf, schwelende Konflikte zwischen den Brüdern entladen sich, und auf einmal steht eine Entscheidung im Raum, die drei der vier mit aller Macht verhindern wollen …

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Universum Film / Tobis
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Interviews, Trailer, Bildergalerie

DVD und Blu-ray | The Dinner

DVD
The Dinner The Dinner
DVD Start:
20.10.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 116 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Dinner The Dinner
Blu-ray Start:
20.10.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 120 min.

DVD Kritik - The Dinner

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 6/10
Ton: | 6/10
Extras: | 5/10
Gesamt: | 7/10


Zwei Elternpaare streiten und diskutieren über einen Vorfall, in dem ihre Kinder verwickelt sind. Dies ist ungefähr die Handlung von Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“. Eine sehr ähnliche Handlung und vor allem Ausgangssituation hat der Film „The Dinner“, welcher mit Schauspielern wie Richard Gere, Laura Linney, Steve Coogan und Rebecca Hall ebenfalls mit einem Staraufgebot auftrumpfen kann. An die Qualität von Polanskis Kammerspiel kommt dieser Film nicht ran. Jedoch bietet auch dieses Drama mit Thriller-Elementen von Oren Moverman Schauspielkino der Extraklasse, das einen Blick wert ist.

Stan Lohman (Richard Gere)
Stan Lohman (Richard Gere) © Tobis Film
In The Dinner stehen vier Figuren in einem noblen Restaurant im Mittelpunkt. Dies ist auf der einen Seite Stan Lohman (Richard Gere), der einen Kongressabgeordneten spielt sowie seine deutlich jüngere Frau Katelyn (Rebecca Hall). Auf der anderen Seite hat man Paul Lohmann (Steve Coogan), welcher der jüngere Bruder von Stan ist und dessen Frau Claire. Vor allem Stan und Paul verstehen sich nicht gut und auch zwischen Katelyn und Stan läuft es nicht prächtig. Der Grund, weswegen hier alle versammelt sind, ist eine kriminelle Handlung der Kinder der beiden Eltern, die hier nicht gespoilert wird. Der Film wurde von Kritikern gemischt aufgenommen mit überwiegend soliden Kritiken, jedoch vom Publikum weitestgehend zerrissen. Auch wenn The Dinner seine Schwächen hat über die man, egal wie gut man den Film findet, nicht hinweg sehen kann, bleibt The Dinner dennoch ein sehenswerter Film mit überragenden Schauspielern.

Paul (Steve Coogan) und Claire Lohman (Laura Linney)
Paul (Steve Coogan) und Claire Lohman (Laura Linney) © Tobis Film
Der Film hat ein paar Schwächen, die einem schnell bewusst werden und die sich über die ersten drei Viertel des Films ziehen. The Dinner ist übersät mit Flashbacks, welche die verschiedenen Probleme und Auseinandersetzungen der beteiligten Personen skizzieren. Diese sind manchmal jedoch äußerst deplatziert und in die Länge gezogen und selten notwendig für die Handlung, sodass diese Flashbacks den Zuschauer eher aus der eigentlich brisanten Situation rausziehen und man sich vom Geschehen distanziert. Teilweise sind die Rückblenden sehr bizarr erzählt, schwer zu folgen und harmonisieren nicht mit dem restlichen Film. Der Film dauert knapp 2h und hätte eigentlich nicht länger als 1,5h andauern müssen. Denn The Dinner ist vollgepackt mit Szenen, die die Handlung nicht vorantreiben. Grundsätzlich dauert es wirklich sehr lang, bis die Herrschaften so wirklich auf den Punkt kommen. Der Film hätte hier den Fokus verstärkt auf das Wesentliche richten müssen.

Stan Lohman (Richard Gere) und seine Frau Katelyn (Rebecca Hall)
Stan Lohman (Richard Gere) und seine Frau Katelyn (Rebecca Hall) © Tobis Film
Letztlich überwiegen die Stärken des Films deutlich. Nicht jeder Flashback ist misslungen. Manche sind durchaus angebracht und helfen dem Zuschauer die Charaktere und deren Beziehungen besser zu verstehen. Darüber hinaus ist das Prunkstück des Films die Darsteller, die phänomenal aufspielen. Jeder Darsteller brilliert hier und bringt seinen Text grandios rüber. Vor allem Steve Coogan, der eher im Comedy-Genre seinen Platz hat, zeigt auch, dass er in dramatischen Rollen glänzen kann. Insbesondere diesen Darstellern ist zu verdanken, dass viele nicht handlungsfördernde Szenen dennoch sehr unterhaltsam sind, da sie zum einen toll geschrieben sind und zum anderen schlichtweg gut gespielt. Zudem weiß man von der ersten Sekunde an, dass hier etwas im Argen liegt. Die Atmosphäre ist alles andere als aufheiternd. Es knistert förmlich und man wartet sehnsüchtig bis „Tacheles geredet wird“. Die Charaktere sind nicht sympathisch, doch jeder nimmt in irgendeiner Form eine Wandlung vor. Man lernt als Zuschauer den Charakter und sein Innenleben immer besser kennen und lernt dadurch im Laufe des Films eine neue Seite von ihm kennen. Die Dialoge sind wie angedeutet stark geschrieben. Sie sind bissig und teilweise humorvoll und man folgt diesen sehr gerne. Die Thematik, die dem Ganze zu Grunde liegt, ist sehr politisch und gesellschaftskritisch. Aber dies wird hier, um spoilerfrei zu bleiben, nicht weiter thematisiert.

Stan Lohman (Richard Gere) und Barbara Lohman (Chloë Sevigny)
Stan Lohman (Richard Gere) und Barbara Lohman (Chloë Sevigny) © Tobis Film
Bei den Extras gibt es kurze Interviews mit dem Regisseur sowie mit Richard Gere, Steve Coogan und Laura Linney. Dazu gibt es eine Bildergalerie, den deutschen Trailer und den Originaltrailer. Zur Blu-ray-Qualität kann nichts gesagt werden, da zur Rezension leider lediglich eine DVD vorlag und dies merkt man teilweise am kriseligen und körnigen Bild, vor allem bei Aufnahmen im Dunklen. Auch ist der Ton teilweise rauschend und nicht glasklar.


Fazit:
Stark gespielt, spannende Atmosphäre, interessante Thematik sind auf der Plus-Seite. Auf der Minusseite hat man teilweise misslungene Flashbacks, die die Story in die Länge ziehen und die Tatsache, dass der Film lange braucht bis er auf den Punkt kommt. Dennoch überwiegen die positiven Aspekte, insbesondere die für ein Kammerspiel wichtigen Darsteller und deren hervorragende Performances.

by Morteza Wakilian
Bilder © Universum Film / Tobis