The Crucifixion - DVD

DVD Start: 01.02.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 86 min

The Crucifixion DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Nach dem grausamen Tod einer Nonne wittert die junge Journalistin Nicole eine aufsehenerregende Geschichte. An der besessenen Ordensfrau wurde ein Exorzismus mit anschließender Kreuzigung durchgeführt. Im Kloster angekommen prallt Nicole an eine Mauer des Schweigens. Die örtliche Kirche verschweigt offenbar, die schreckliche Wahrheit. Doch schon bald verdichtet sich Nicoles Verdacht, dass tatsächlich ein Dämon hinter dem schaurigen Ereignis steckt. Ehe sie sich versieht, gerät sie selbst immer tiefer in die verfluchten Abgründe des Glaubens und ist plötzlich selbst in Lebensgefahr. Dämonen suchen sich nämlich am liebsten einen Wirt, der nicht an Gott und die Kirche glaubt - und da haben sie in Nicole ihr nächstes Opfer gefunden.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Tiberius Film
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Deutsch (DTS)
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | The Crucifixion

DVD
The Crucifixion The Crucifixion
DVD Start:
01.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 86 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
The Crucifixion The Crucifixion
Blu-ray Start:
01.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.
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Blu-ray Start:
01.02.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

DVD Kritik - The Crucifixion

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 9/10
Ton: | 10/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 7/10


Das Kreuz mit dem Dämon
Es ist ein Kreuz mit dem Thema Exorzismus im Film. Im Grunde kann seit „Der Exorzist“, dem nie erreichten Klassiker und dem Gründer des Subgenres, jeder Film mit dem Thema nur versagen und auch die mögliche inhaltliche Bandbreite ist äußerst beschränkt. In den letzten Jahren gab es da erstaunlicherweise einen regelrechten Boom mit einigen durchaus sehenswerten Streifen. Aber es hatte sich ausgereizt und so überrascht „The Crucifixion“ allein schon dadurch, dass wieder einmal Besessenheit und Exorzismus auf das Tapet gebracht werden. Vor allem da sich die Thematik schon selber exorziert hatte. Das man dem Film von vornherein schon wohlwollendes Interesse entgegenbringt, liegt vor allem an dem Regisseur Xavier Gens, der immerhin schon den modernen Klassiker „Frontiers“ drehte und auch in Hollywood mit „Hitman“ auf sich aufmerksam machte. Inhaltlich sind es nicht gerade neue Wege welche er hier beschreitet und bietet eine Mischung aus „Der Exorzist“ (natürlich) und „Der Exorzismus der Emily Rose“. Angeblich beruht der Film auf realen Ereignissen die sich 2004 in Rumänien zugetragen haben sollen. Bei einem Exorzismus einer Nonne stirbt die vermeintlich Besessene und der Priester und die ihm assistierenden Nonnen werden des Mordes angeklagt. Eine amerikanische Journalistin, die ihren eigenen persönlichen Zwist mit dem Glauben hat, wird neugierig und reist nach Rumänien. Im Grunde will sie einen anti-klerikalen Artikel schreiben, aber nach und nach häufen sich merkwürdige Begebenheiten und die Lage spitzt sich immer weiter zu.

Szene aus The Crucifixion
Szene aus The Crucifixion © Tiberius Film
Das investigative Handeln der Heldin erinnert sehr an die gerichtliche Aufarbeitung eines Exorzismus aus „Der Exorzismus der Emily Rose“. Zugleich können hier durch die geführten Interviews verschiedene Perspektiven und Meinungen der Figuren eingeholt werden. Überraschend ist das unterkühlte Erzählen. Es geht zwar um das Sammeln von Fakten und so ist der sachliche Blick durchaus gerechtfertigt. Gerade zu Beginn ist der Film allerdings sehr spröde und unterkühlt ausgefallen. Scheinbar unbeteiligt blicken die Kamera, und damit die Zuschauer, auf die Figuren und die Ereignisse. Was dazu führt, das manche Aspekte etwas untergehen können. Etwa als auf einem Foto merkwürdige Schatten und verwischte Formen zu sehen sind, so wird das nicht herausgestellt. Geschweige denn später noch einmal thematisiert. Andere Regisseure hätten das deutlich mehr ausgeschlachtet. Aber gerade dieses Understatement lullt den Zuschauer ein und die kleinen vermeintlich unwichtigen Aspekte hallen doch noch nach und sammeln sich im Unterbewussten an. Im Laufe der erzählten Ereignisse wirken die unheimlichen Geschehnisse aufgrund des Understatements umso intensiver und können nachhaltige Gänsehaut erzeugen. Es wird kein Wert auf Gewaltexzesse und Blutfontänen gelegt, sondern es gibt Elemente einer Detektivgeschichte mit übersinnlichem Touch und Stilelementen des Geisterfilmes. Obwohl die Handlung an sich durchaus im konventionellen Rahmen abläuft und wenig Überraschungen bietet, ist es das geerdete Spiel der Darsteller, das Understatement mit Gänsehautfaktor und vor allem das Setting welches den Genrefan entzücken dürfte. Da in Rumänien gedreht worden ist, gewinnt der Film durch die alten Gemäuer und urigen Dörfer einen Hauch von Gothic Horror der den Film nicht nur ansehnlich sondern auch sehr atmosphärisch macht.

Szene aus The Crucifixion
Szene aus The Crucifixion © Tiberius Film
Leider besitzt das Hauptmenü einen Fehler und man kann nicht sehen, wo sich der Cursor der Fernbedienung gerade befindet. Vielleicht hat ihn ja der Dämon gefressen und so muss man mit Glück auswählen und hofft dorthin zu gelangen wohin man will. Auch die Extras sind schwach. Bedauerlicherweise gibt es keine Specials, sondern nur den Trailer und eine Trailershow. Vor allem da der Film behauptet auf realen Ereignissen zu basieren ist das besonders schade, denn man hätte doch gerne mehr über die Hintergründe erfahren. Das Bild und der Ton sind aber sehr gut und gerade der Ton, essentiell für einen Horrorfilm, ist sehr gelungen.


Fazit:
Auch wenn inhaltlich sehr konventionell erzählt wird, so ist es doch gerade der unterkühlte Blick der für eine nachhaltige Verstörung und Gänsehaut sorgt. Genrefans können also beruhigt einen Blick reinwerfen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Tiberius Film