Tenebre - Der kalte Hauch des Todes - DVD

DVD Start: 23.10.2012
FSK: ab 18 - Laufzeit: 95 min

Tenebre - Der kalte Hauch des Todes DVD Cover -> zur DVD Kritik

Preisvergleich

14,88 € jetzt kaufen
alle Preise inkl. MWST

-> alle DVD, Blu-ray zum Film

Inhalt

Neal reist nach Rom, um das Werk zu promoten. Doch schon bald steckt er in sehr realen blutigen Ereignissen: Eine Ladendiebin wurde bestialisch ermordet, und zwar genau so, wie er es im Buch beschrieben hat. Weitere Morde geschehen nach seinen Beschreibungen und weisen eine Verbindung zu Neal auf: Einzelne Seiten seines Buches werden an den Tatorten gefunden, er selbst bekommt Morddrohungen und anonyme Briefe. Zusammen mit seinem Assistenten Gianni versucht Neal herauszufinden, wer der irre Mörder ist.

-> mehr Info zum Film mit Trailer, Cast & Crew

DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Ascot Elite Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 2.0)
Bildformat: 16:9 / 1,85:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Trailershow

DVD und Blu-ray | Tenebre - Der kalte Hauch des Todes

DVD
Tenebre - Der kalte Hauch des Todes Tenebre - Der kalte Hauch des Todes
DVD Start:
23.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 95 min.

zur DVD Kritik
Tenebre (Dario Argento Collection) Tenebre (Dario Argento Collection)
DVD Start:
23.06.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 95 min.
Blu-ray
Tenebre - Der kalte Hauch des Todes Tenebre - Der kalte Hauch des Todes
Blu-ray Start:
23.10.2012
FSK: 18 - Laufzeit: 99 min.
Tenebre (Dario Argento Collection) Tenebre (Dario Argento Collection)
Blu-ray Start:
23.06.2017
FSK: 18 - Laufzeit: 99 min.

DVD Kritik - Tenebre - Der kalte Hauch des Todes

DVD Wertung:
Film: | 6/10
Bild: | 7/10
Ton: | 5/10
Extras: | 0/10
Gesamt: | 6/10


Nach Profondo Rosso und Phenomena erschien nun vor kurzem der nächste wichtige Giallo von Dario Argento, dem Meister des italienischen Slasher-Subgenres: Tenebre.

Tenebre ist vor allem deshalb interessant, weil er sich zwar wie ein typischer Argento anfühlt, optisch jedoch sehr wenig gemein hat mit typischen Gialli wie Suspiria oder Profondo Rosso. Wo diese sonst enorm farbenprächtig, fast psychedelisch daherkommen und komplexe Bildkompositionen nutzen, erscheinen in Tenebre die Wände, Häuser, Kleidung, Teppiche, Sofagarnituren und der Großteil der übrigen Wohnungseinrichtungen in klinischem Weiß, das den gesamten Film durchzieht und dabei nur durch strategisch eingesetzte Farbakzente unterbrochen wird. Diese sind natürlich hauptsächlich rot, wenn der Psychopath, der, wie es sich beim Giallo gehört, mit schwarzen Lederhandschuhen und Rasiermesser mordet, den Lebenssaft seiner Opfer auf weißen Hintergründen verteilt.

In diesem Zusammenhang ist zu erwähnen, dass die ungekürzte Fassung von Tenebre nach wie vor beschlagnahmt (!) ist. Die nun veröffentliche Edition wurde von der FSK mit einer Freigabe ab 18 Jahren gekennzeichnet, ist somit jedoch geschnitten. Insgesamt wurden rund 2 Minuten an Gewaltspitzen entfernt. Dies nimmt dem Film nicht nur die vom Regisseur intendierte Drastik der dosiert eingesetzten Schockmomente, sondern beeinträchtigt auch die Farbkompositionen und Kontraste, auf die sich die visuelle Ebene von Tenebre fokussiert.

Trotz dieser Beschneidung kann Tenebre in technischer Hinsicht immer noch überzeugen. So ist die Kameraarbeit sehr gelungen und bietet diesbezüglich einen Höhepunkt im Schaffen von Argento, wenn die Kamera via Kran das Haus einer potenziellen Opfers belauert, das Gebäude mehrere Minuten lang umrundet, durch die Fenster lukt und auf dem Dach balanciert, als wäre sie (und das Publikum) kurzzeitig zum Komplizen des Serienkillers geworden. Dass die imposante Plansequenz direkt letztlich auf den Händen des Mörders zum Stillstand kommt spricht Bände.

Im Gegensatz zu vielen anderen Gialli ist Tenebre auch inhaltlich ordentlich. Insbesondere die katastrophal geschriebenen Dialoge, die in diesem Subgenre fast obligatorisch erscheinen, weist Argentos Werk nicht auf. Stattdessen besitzt Tenebre subtilen Humor und einen recht kreativen Whodunnit-Plot, dessen Ende wirkungsvoll inszeniert ist.

Der Weg zum Finale ist allerdings wenig einfallsreich, entspricht den typischen Gegebenheiten eines Slashers: Mordszenen und Sequenzen, in denen die Protagonisten sich auf die Suche nach dem Täter machen, wechseln sich stetig ab – Spannung kommt so nur wenig auf. Auch die Figurenzeichnung ist eher funktional gehalten, was durch die mäßigen Darsteller nicht ausgeglichen werden kann.

Alles in allem ist Tenebre also gute Kost für Giallo- und Argentofans sowie jene Neugierigen, die sich für das italienische Subgenre interessieren. Liebhaber reinrassiger Horrorfilme werden hingegen eher weniger bedient.

Die jüngst erschienende DVD verfügt über einen soliden Ton (leider nur die deutsche Synchronisation) und eine gute Bildqualität. Als Extra ist leider nur eine Trailershow enthalten.

14,88 € jetzt kaufen

by Tom Schünemann
Bilder © Ascot Elite Home Entertainment