Templar Knight - Ritter des Bösen (2 DVDs) - DVD

DVD Start: 29.07.2011
FSK: ab 18 - Laufzeit: 81 min

Templar Knight - Ritter des Bösen (2 DVDs) DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Nach vielen Jahren treffen sich Brian und seine alten Freunde endlich einmal wieder. Die „Weekend Warriors“, feiern, trinken und legen alte Streitigkeiten bei einer gemütlichen Runde Paintball im Happy Valley Paintball Park bei. Als Brian und Santos jedoch zu einem nächtlichen Zweikampf aufbrechen, stolpern sie über mysteriöse Mönche, die einen uralten, untoten Tempelritter wieder zum Leben erwecken. Und dieser Ritter des Bösen versteht es, eine Party so richtig zu ruinieren.

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DVD Details

Medienanzahl: 2
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 1,78:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Trailer
Kurzfilm

DVD und Blu-ray | Templar Knight - Ritter des Bösen (2 DVDs)

DVD
Templar Knight - Ritter des Bösen (2 DVDs) Templar Knight - Ritter des Bösen (2 DVDs)
DVD Start:
29.07.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 81 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Templar Knight - Ritter des Bösen Templar Knight - Ritter des Bösen
Blu-ray Start:
29.07.2011
FSK: 18 - Laufzeit: 84 min.

DVD Kritik - Templar Knight - Ritter des Bösen (2 DVDs)

DVD Wertung:
Film: | 3/10
Bild: | 4/10
Ton: | 4/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 3/10


Rostiger Ritter
Der Filmtitel „Templar Knight“ ist ein kleines Wortspiel was aber eher verlustig geht. Das K in „Knight“ wird ja nicht mitgesprochen und somit ist der Filmtitel sowohl des Templers „Ritter“ als auch „Nacht“. Der Originaltitel lautet „Stag Knight“ und hat dieses Wortspiel ebenfalls. Der Film plündert munter Mythen, wie es Horrorfilme gerne tun. Da hätten wir die Templerritter, die immer mal wieder gerne in Horrorfilmen benutzt werden (siehe etwa „Die Nacht der reitenden Leichen“). Warum eigentlich? Der Kriegerorden war sehr religiös und sehr mächtig und spielte eine wesentliche Rolle in den Kreuzzügen. Als der französische König den Orden verfolgen ließ, um an deren enormes Vermögen zu kommen, wurden die haarsträubendsten Anschuldigen wie Satanismus, Sodomie, Götzendienst und anderes erhoben. Es war schon damals relativ klar, dass an den Anschuldigen nichts dran war, aber dennoch wurde der Orden ausgelöscht und viele Ritter lebendig auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Aber die historische Grundlage liefert dennoch Stoff für Mythen, die in Horrorfilmen ausgebreitet werden können. Nur wird hier nicht davon Gebrauch gemacht. Auch das Mordred in gewisser Weise vorkommt, wird nicht verfolgt. Mordred ist eine zentrale Figur der Artussage. Zeitlich gesehen können sich die Temper und Mordred also gar nicht gekannt haben. Und Mordred war ein Schurke. Aber auch aus ihm wird hier nichts gemacht. Diese Unentschlossenheit im Film zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Machwerk. „Templar Knight“ weiß nicht, was er sein will. Die Goreszenen sind recht gut gelungen und vermögen zu schocken. Aber auf der anderen Seite ist der Humor sehr unausgegoren. Zum größten Teil wollten die Macher auf der „Scary Movie“-Schiene reiten. Man achte etwa schon auf die Wortspiele im Vorspann, wo etwa der Director of Photography als Director of Pornography tituliert wird. Der Humor bewegt sich dann auch zum größten Teil auf dem Niveau von „Scary Movie“ wenn etwa Witze über diverse Körperausscheidungen gemacht werden. Die wenigen Glanzmomente des Filmes bestehen in den kurzen Parodien auf andere Filme wie etwa „Predator“ (man stelle sich Schwarzenegger stotternd vor) und „Severance“ von dem fast die ganze Grundidee übernommen worden ist. Manchmal will der Film ernsteren Witz einbauen (wie etwa bei „Severance“), begnügt sich aber eher mit dem Niveau von Klaumauk. Und das ist starke Geschmackssache. Meine ist es nicht. Vor allem stimmt das Timing nicht und das Tempo wird verschleppt und Witze zünden dadurch nicht. Der Film leidet sehr an der Unentschiedenheit, was er nun eigentlich will: Klamauk, Parodie, Horror oder schwarzer britischer Humor. Diese Inkonsequenz macht ihm denn auch den Garaus. Nur manchmal tauchen ein paar nette Momente auf, wie etwa die „Predator“-Szene oder das der homosexuelle Charakter als Anspielung auf die virile Legende Steve McQueen immer Steve the Queen genannt wird. Aber kleine Momente sind zu wenig und auch Humor sollte Niveau haben. Von der Handlung sollte man gleich ganz schweigen.

Der Ton und das Bild sind recht mau. Der Ton vermag nicht sonderlich zu überzeugen, aber das Bild ist noch schwächer. Vor allem in den Nachtszenen, also fast während des ganzen Filmes, lassen die Konturen etwas zu wünschen übrig. So ist der schwarze Helm des untoten Ritters nicht immer sonderlich gut vom Hintergrund zu unterscheiden und man fragt sich, wovor sich die Figuren gerade fürchten, weil man selber nichts erkennen kann. Als Extras gibt es Trailer und einen Kurzfilm, der auch eine längere entfallene Szene sein könnte. Jedenfalls gibt es keine Credits und die Darsteller sind dieselben wie im Film. Es wird eine Paintballszene gezeigt, die humoristisch auf demselben niedrigen Niveau ist wie der Film selber. Vielleicht ist es dann auch ganz gut, dass der Ton schwer verständlich ist und deutsche Untertitel fehlen. Lustig an dem Kurzfilm sind aber die Kostüme, die mal eben nebenher verschiedenen Filme wie „Uhrwerk Orange“ und „Rambo“ parodieren.

Der Film leidet an seiner Unentschlossenheit. Leider ist er mehr an „Scary Movie“ denn an „Severance“ orientiert, obwohl er beides unterbringen will. Und das funktioniert nicht. Flache Gags, kein Timing. Nur manchmal blitzt etwas Witziges auf und die Gore-Effekte sind gelungen.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG