Sword of Doom (OmU) - Edition Nippon Classics - DVD

DVD Start: 18.05.2012
FSK: ab 16 - Laufzeit: 120 min

Sword of Doom (OmU) - Edition Nippon Classics DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Mit starrer Miene senkt der Ronin Ryonosuke Tsukue sein Schwert. Eben hat er den jungen Samurai Utsugi getötet, nachdem er dessen Frau entehrte. Scheinbar emotionslos beendet Tsukue ein Menschleben nach dem anderen, als er seine blutige Spur durch das Japan am Ende des Shogunats zieht. Niemand kann diesen Todesbringer aufhalten: seine Schwertkunst gilt als unbesiegbar.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Alive AG / Rapid Eye Movies
Tonformate:
Japanisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,35:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Bildergalerie

DVD und Blu-ray | Sword of Doom (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD
Sword of Doom (OmU) - Edition Nippon Classics Sword of Doom (OmU) - Edition Nippon Classics
DVD Start:
18.05.2012
FSK: 16 - Laufzeit: 120 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Sword of Doom (Special-Edition) Sword of Doom (Special-Edition)
Blu-ray Start:
04.12.2015
FSK: 16 - Laufzeit: 125 min.

DVD Kritik - Sword of Doom (OmU) - Edition Nippon Classics

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 8/10
Ton: | 8/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 8/10


Böses Schwert in bösen Händen
„Sword of Doom“ erinnert sehr an den klassischen Film Noir. Zwar handelt es sich hier nicht um einen Gangsterfilm, aber thematisch und formal wurden dessen Merkmale auf den Samurai-Film übertragen. Nicht nur was das gekonnte Spiel mit Licht und Schatten angeht, welche sehr harte Bildkontraste erschaffen, sondern auch die Unausweichlichkeit der Charaktere gegenüber des Schicksals. Insofern ist das Ende aber sehr merkwürdig, da der Film einfach abbricht und somit nur ein mögliches Ende suggeriert. Worauf alles von Beginn aus hinauslief wird komplett weggelassen. Vielleicht um die guten Menschen nicht mit bösen Taten zu korrumpieren, vielleicht um den Schurken elendiglich verrecken zu lassen? Ihn in seiner einzigen Freude untergehen zu lassen? Die Hauptfigur des Films, welche normalerweise als Helden angesehen werden, ist hier ein skrupelloser Mörder, dessen einzige wahre Freude und Vergnügen es ist, Menschen zu töten. Nur dann schleicht sich ein zaghaftes Lächeln auf sein Gesicht: wenn er getötet hat oder eine schwertkämpferische Herausforderung auf sich zukommen sieht. Der Held ist also böse und der Titel des Films beschreibt eben dieses: wer ein böses Herz hat, führt auch ein böses Schwert. Aber auch alle anderen Charaktere sind nicht rein gut oder böse, sondern vielmehr in einer Grauzone anzusiedeln, was wieder dem Film Noir entspricht. Die junge Frau würde bereitwillig eine Konkubine werden, der jugendliche Held will sich rächen, der gute Onkel ist in Wahrheit ein Dieb und die Obrigkeit reibt sich in Intrigen auf, die oft zum Meuchelmord führen. Die gesamte Gesellschaft ist verrottet und verdorben. Gegen Ende werden dann die Schicksalsfäden verknüpft und man stellt fest, dass rein gar nichts dem Zufall zuzuschreiben ist, da sich alle Entscheidungen und Handlungen der verschiedenen Figuren die im Laufe des Filmes getroffen worden sind, gegen Ende aufeinander treffen. Umso merkwürdiger ist es, dass ein richtiges genrekonformes Finale fehlt. Aber vielleicht sollte so deutlich gemacht werden, dass das letzte Duell sowieso nichts an dem gesellschaftlichen Zustand ändern würde. Einige Hintergründe der Handlung werden nicht sonderlich klar herausstellt und somit fehlt manchmal eine gewisse Stringenz im Handlungsablauf., aber obwohl dieses den Film manchmal etwas sperrig macht und der Hauptcharakter ein Schurke ist und somit eine Identifikation des Zuschauers mit irgendeiner Figur erschwert, weist der Film doch einige sehr beeindruckende Szenen auf, die nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Etwa wenn der Schurke gegen Ende einen Zusammenbruch erleidet oder die Kämpfe im nächtlichen Schnee.

Der Ton ist gut, das Bild an sich auch, schwankt aber manchmal etwas. Bei den Extras ist leider nur eine Bildergalerie zu finden.

Zu Recht ein Klassiker des japanischen Samurai-Films, der inhaltliche und formale Merkmale des Film Noir in das feudale Japan überträgt. Manchmal ist das etwas sperrig, aber die beeindruckenden Szenen wiegen das locker wieder auf.

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by Jons Marek Schiemann
Bilder © Alive AG / Rapid Eye Movies