Swiss Army Man - DVD

DVD Start: 23.02.2017
FSK: ab 12

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Inhalt

Er hat weder einen „Freitag“ zur Ablenkung noch einen Volleyball zur Ansprache. Deshalb hat der auf einer einsamen Insel gestrandete Hank (Paul Dano) bereits mit seinem Leben abgeschlossen und sich den alles beendenden Strick geknüpft, als ihn ein merkwürdiges „Strandgut“ ablenkt und unverhofft zu seinem Lebensretter wird: Die aufgeblähte Leiche von Manny (Daniel Radcliffe) entpuppt sich als veritabler, (un-)toter Alleskönner, mit dem sich trefflich Boot fahren, jagen und sogar kommunizieren lässt. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft ...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Koch Media / Capelight Pictures
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch
Bildformat: 16:9 / 2,39:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar vom Regie-Duo Daniels, Szenenbildner Jason Kisvarday und Sound Mixer Brent Kiser u.v.m.

DVD und Blu-ray | Swiss Army Man

DVD
Swiss Army Man Swiss Army Man
DVD Start:
23.02.2017
FSK: 12

zur DVD Kritik
Blu-ray
Swiss Army Man Swiss Army Man
Blu-ray Start:
23.02.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.
Swiss Army Man (2-Disc Limited Collectors Edition Mediabook) Swiss Army Man (2-Disc Limited Collectors Edition Mediabook)
Blu-ray Start:
23.02.2017
FSK: 12 - Laufzeit: 97 min.

DVD Kritik - Swiss Army Man

DVD Wertung:
Film: | 8/10
Bild: | 9/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 8/10


Allzweckwaffe Körper
Es ist natürlich ein schönes Wortspiel wenn im Originaltitel aus dem Swiss Army Knife ein „Swiss Army Man“ gemacht wird. Das ist schwer zu übersetzen, denn es wird das Schweizer Taschenmesser zu einem Schweizer, naja, Taschenmann. Das passt natürlich überhaupt nicht, trifft aber doch den Inhalt des Filmes ziemlich gut und genau. Denn worum geht es hier? Swiss Army Man SzenenbildEin junger Mann ist auf einer Insel gestrandet und vor Verzweiflung und Einsamkeit gerade dabei, sich aufzuhängen, als er eine Leiche am Strand sieht. Zunächst erkennt er nicht, dass der Mann tot ist und holt den Körper an Land. Doch dieser hat eine spezielle Eigenheit: die Leichengase führen zu so einigen Fürzen die dann der Gestrandete dazu nutzt mit diesen flatulenten Antrieb die Insel zu verlassen und den Körper als Motorboot zu nutzen. Das muss man gesehen haben, um es zu glauben und führt schon zu den allerersten Lachkrämpfen.

Auch später wird die Leiche immer wieder dazu benutzt, um sich Ausrüstung zu besorgen, handwerklich etwas herzustellen und zu jagen. Also ein menschlicher Körper als Allzweckwaffe wie das Schweizer Taschenmesser. Natürlich dient der Körper nicht nur als Ressource, sondern auch dazu die Einsamkeit zu mildern und so beginnt der Gestrandete mit ihm zu reden, wie weiland Tom Hanks in „Cast Away“ mit einem Ball sprach. Wer sich nun fragt, warum man als Leiche ausgerechnet einen Star wie Daniel Radcliffe besetzt hat, was übrigens sehr für den Mut des englischen Darstellers spricht, so wird das dadurch beantwortet, weil irgendwann die Leiche anfängt zu sprechen. Ob das nun real ist oder eine Einbildung des Lebenden, dessen Einsamkeit ihn langsam in den Wahnsinn treibt, bleibt lange Zeit offen. Überhaupt ist der Film sehr vielschichtiger als man zu Beginn denken möge. Ja, es gibt einige Witze unter der Gürtellinie was vor allem die Fürze und die Erektionen der Leiche betrifft, aber auch einige herrlich schräge Einfälle und wunderbaren Slapstick. Aber auch die Dialoge zwischen dem Toten, der langsam wieder das Leben kennenlernen muss, und einem einsamen Mann sind nicht nur wunderbar philosophisch wenn gesellschaftliche Normen und Zwänge gerade im zwischenmenschlichen Bereich abgehandelt werden, sondern auch irrsinnig komisch. Gegen Ende gibt es dann einen Twist der alles in ein Drama münden lässt und alles Vorhergehende in ein anderes, düsteres Licht taucht. So souverän und unterhaltsam wurden selten verschiedene Genres vereint. So hat man ein Survivalabenteuer, eine Liebesgeschichte, eine Komödie und ein Drama vor sich, was kaum einen unberührt lassen dürfte. Swiss Army Man SzenenbildZudem ist der Film bis in die kleinste Nebenrolle wunderbar gespielt und der Einfallsreichtum ist bestechend. Das Spiel mit der Phantasie und der Realität ist sehr dazu geeignet ein schleichendes Unbehagen aufzubauen, was auch mal wieder beweist das eine gute Komödie im Grunde immer auch ein Drama ist.

Zudem ist die technische Ausstattung gut. Sowohl das Bild als auch der Ton sind gelungen und die Extras vielfältig. Und Lohnenswert. Das Making Of bietet in der Tat nicht nur Werbung, sondern es wird wirklich auf die Entstehung und die Effekte eingegangen.


Fazit:
Wundervoll. Eine völlig schräge Idee wird mit einem hohen Einfallsreichtum konsequent umgesetzt. Zudem ist der Film vielschichtiger als man denken mag und man kann sich dem zunehmend düsteren Sog nicht entziehen.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Koch Media / Capelight Pictures