Sweet Virginia - DVD

DVD Start: 25.01.2018
FSK: ab 16 - Laufzeit: 89 min

Sweet Virginia DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Elwood (Christopher Abbott) ist ein Auftragskiller, der in einer Kleinstadt in Alaska einen Job erledigen soll. Aber anstatt nur den Mann zu töten, für dessen Mord er angeheuert wurde, richtet er ein Blutbad an. Sam (Jon Bernthal) ist ein ehemaliger Rodeostar, der durch seinen Umzug von Virginia nach Alaska versucht, seine eher glücklose Vergangenheit hinter sich zu lassen. Jetzt ist er Besitzer des "Sweet Virginia" Motels, in dem eines Tages ein seltsamer Kerl namens Elwood eincheckt. Lila (Imogen Poots) erträgt seit Jahren die Abarten ihres Mannes, bis sie eines Tages einen Auftragsmörder anheuert. Frisch verwitwet muss sie aber feststellen, dass ihr Mann ihr mehr Schulden als Cash hinterlassen hat und sie den Killer nicht bezahlen kann. Schnell geraten die Dinge außer Kontrolle und eine Welle an Gewalt rollt über die Stadt, in der sich plötzlich jeder selbst der Nächste ist.

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Eurovideo
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen

DVD und Blu-ray | Sweet Virginia

DVD
Sweet Virginia Sweet Virginia
DVD Start:
25.01.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 89 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Sweet Virginia Sweet Virginia
Blu-ray Start:
25.01.2018
FSK: 16 - Laufzeit: 93 min.

DVD Kritik - Sweet Virginia

DVD Wertung:
Film: | 4/10
Bild: | 5/10
Ton: | 7/10
Extras: | 1/10
Gesamt: | 5/10


Tödliches Virginia
„Sweet Virginia“ ist ein kleines Krimidrama aus dem Independentbereich. Wobei der Titel etwas überrascht, denn zum einen spielt er gar nicht in dem amerikanischen Bundesstaat Virginia und zum anderen ist hier so gut wie gar nichts süß. Gut, Imogen Poots spielt mit, die spätestens nach ihrem dritten Film, „28 Weeks Later“, langfristig auf sich aufmerksam machte. Mittlerweile hat sie sich im unabhängigen Film etabliert und ist eine geschätzte und eine sehr gute Schauspielerin geworden. Hier hat sie auch zwei besonders starke Szenen und kann bleibenden Eindruck hinterlassen. Aber leider bekommt sie viel zu wenig Raum und so läuft der Charakter, wie viele andere auch, eigentlich nur am Rande herum. Vielmehr stehen der Held und ein Killer im Zentrum des Filmes. Jon Bernthal spielt einen Hotelmanager mit einem Nervenleiden, der eine Affäre mit einer verheirateten Frau hat. Imogen Poots hatte einen Auftragskiller engagiert, der ihren Mann ermorden sollte. Doch zwei weitere Männer starben in dem Blutbad. Nun gehen die Nerven bei allen Beteiligten, Betroffenen und Hinterbliebenen langsam durch und der ursprüngliche Plan geht den Bach runter. Der psychopathische Killer kommt in dem Hotel unter, welches Bernthal betreibt und die zwei ungleichen Männer freunden sich langsam an.

Sam (Jon Bernthal)
Sam (Jon Bernthal) © Eurovideo
Hier greift der Titel „Sweet Virginia“, denn beide kommen aus dem Bundesstaat und ihre Erinnerungen verbindet sie und führt zu einem ersten Gespräch zwischen ihnen was die Freundschaft keimen lässt. Doch zum einen ist der Killer unberechenbar, übrigens hervorragend und beängstigend gespielt von Christopher Abbott, und zum anderen ist die Affäre des Helden eine der Witwen welche der Killer verursacht hat. Zwangsläufig führt das zu einem Konflikt. Da aber leider die beiden Männer im Zentrum stehen geht die Wirkung der Tat völlig unter. Was das nun für die Witwen bedeutet, immerhin ist jetzt eine frei für ihren Liebhaber, wird in nur kurzen Sätzen und maximal zwei Szenen thematisiert. Für ein Drama ist das viel zu wenig und so verpufft auch alle emotionale Wucht. Auch ist die sich entwickelnde Freundschaft lange nicht ausgereift genug, um am Ende einen dramatischen Effekt zu bekommen. Mehr als ein Bedauern der Charaktere kann man nicht feststellen. Das liegt aber auch an dem Hauptdarsteller Jon Bernthal, der in letzter Zeit mit seinen Rollen in TV-Serien einigen Erfolg hat, als Schauspieler aber total überschätzt ist. Er hat sich zwar mit den ersten beiden Staffeln von „The Walking Dead“, „Mob City“ und zuletzt als Punisher einen Namen gemacht, ist aber in seinen Ausdrucksmitteln äußerst eingeschränkt und verlässt sich immer wieder auf Manierismen. Bernthal fährt sie auch diesmal auf. Sein ewiges Kopfzucken ist hier aber mal nicht nervig, sondern passt gut zu dem körperlichen Nervenleiden seines Charakters und seiner Unsicherheit gegenüber anderen Menschen. Da kann man ihn in Kauf nehmen, aber für ein Drama ist er ein zu schlechter Schauspieler.

Lila (Imogen Poots)
Lila (Imogen Poots) © Eurovideo
Insgesamt weiß der Film nicht sonderlich die Genres Krimi und Drama auszubalancieren weswegen er nur mäßig spannend ist. In dem scheiternden Plan wollte er mal ein bisschen „Fargo“ sein ohne überhaupt versuchen zu wollen den schrägen Witz zu erreichen und für ein Drama bleiben die Charaktere zu grob umrissen, wobei der psychopathische Killer durchaus beängstigend gezeichnet ist.

Bernadette (Rosemarie DeWitt) und Sam Jon Bernthal)
Bernadette (Rosemarie DeWitt) und Sam Jon Bernthal) © Eurovideo
Als Extra gibt es leider nur den Trailer und eine nicht separat anwählbare Trailershow. Das Bild ist zudem etwas körnig, unscharf und blass wobei das anhand des spröden Inhalts und der Charaktere durchaus gewollt sein könnte. Der Ton hingegen ist gut.


Fazit:
Die Balance zwischen Drama und Krimi misslingt, da viele Charaktere nicht genügend Raum bekommen und der Hauptdarsteller nicht genügend Talent besitzt. Es gibt einige starke Szenen die andeuten was man hätte erreichen können, aber leider reicht das nicht.

by Jons Marek Schiemann
Bilder © Eurovideo