Surrogates - Mein zweites Ich - DVD

DVD Start: 20.05.2010
FSK: ab 12 - Laufzeit: 85 min

Surrogates - Mein zweites Ich DVD Cover -> zur DVD Kritik

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Inhalt

Ein College-Student wird auf mysteriöse Weise ermordet. Im Zuge ihrer Ermittlungen finden die FBI-Agenten Greer (Bruce Willis) und Peters (Radha Mitchell) heraus, dass der Tote mit einem Mann namens Canter (James Cromwell) in Verbindung stand. Dieser ist der Schöpfer eines revolutionären Hightech-Systems, mit dessen Hilfe sich makellose Roboterkopien von Menschen herstellen lassen - gesunde, fitte und gutaussehende Maschinen, die sich gemütlich vom Wohnzimmersofa aus steuern lassen... Aber wenn Roboter stellvertretend für einen Menschen leben können, können sie da nicht auch Dinge für einen tun, die man sonst selbst nie gewagt hätte? Damit nicht genug. Diese Prämisse macht auch die Mörderjagd zunehmend schwieriger. Wer ist echt, wer ist Kopie in einer Welt voller Maschinenmenschen und Masken? Kann man da überhaupt noch jemandem trauen? Greer und Peters setzen trotzdem alles daran, ihren Job zu Ende zu bringen. Doch irgendeine geheimnisvolle Macht hat etwas dagegen. Und die macht weder vor Menschen noch vor ihren Klonen halt...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Walt Disney Studios Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Italienisch, Türkisch, Englisch für Hörgeschädigte, Arabisch, Serbisch, Slowenisch, Kroatisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
- Audiokommentar von Regisseur Jonathan Mostow
- Musikvideo „I Will Not Bow" von Breaking Benjamin"

Video on demand - Surrogates - Mein zweites Ich

DVD und Blu-ray | Surrogates - Mein zweites Ich

DVD
Surrogates - Mein zweites Ich Surrogates - Mein zweites Ich
DVD Start:
20.05.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Surrogates - Mein zweites Ich Surrogates - Mein zweites Ich
Blu-ray Start:
20.05.2010
FSK: 12 - Laufzeit: 85 min.

DVD Kritik - Surrogates - Mein zweites Ich

DVD Wertung:
Film: | 7/10
Bild: | 10/10
Ton: | 10/10
Extras: | 2/10
Gesamt: | 7/10


Leben aus fremder Hand
Wer hätte sich das nicht schon einmal gewünscht? Man bleibt schön zuhause und schickt einen Roboter los, um die Arbeit zu machen. Neurologisch mit seinem Stellvertreter (Surrogat) verlinkt, ist das Bewusstsein unterwegs, während der Körper in den eigenen vier Wänden bleibt. Das dieses aber nicht erstrebenswert ist, ist eines der Themen, die in der Comicverfilmung „Surrogates“ angesprochen wird. Man geht hier so gut wie gar nicht mehr selbst aus dem Haus. Die Kosmetikstudios spezialisieren sich auf die Roboter anstatt auf die Menschen. So kommt es auch zu dem schönsten Spruch des Films: „Ich muss dann noch ein paar Lachmuskeln einstellen.“ Die glatte, sterile Roboterwelt wird derjenigen der wahren Menschen gegenübergestellt. Aber warum müssen die technikabgewandten Menschen in solchen Filmen als total abgewrackt erscheinen? Gut, um den Gegensatz zwischen den Robotern herzustellen, die keinerlei Hautverunreinigungen aufweisen und alle schön aussehen, ist es sicherlich sinnvoll „hässliche“ Darsteller zu nehmen. Aber das dieses Reservat gleich wie ein Ghetto aussehen muss hinterlässt einen etwas schalen Nachgeschmack. Es geht Richtung schwarz-weiß-Malerei, hier die Guten, da die Bösen. Die Idee eines Reservates ist zwar ganz nett, aber doch recht übertrieben. Und warum muss deren Anführer gleich ein Prophet sein? Darunter geht es wohl nicht mehr. Aber die damit verbundenen religiösen Anspielungen hat der Film weder nötig, noch verfolgt er sie weiter. Das zentrale Thema ist die Menschlichkeit. Und so ist ein wesentlicher Aspekt auch die zwischenmenschliche Beziehung. Hier vor allem zwischen Bruce Willis und seiner (Film-)Frau Rosamund Pike. Das zweite große Thema, der Identitätsverlust, wird leider nur angerissen und nicht weiter vertieft. Gerade hier hätte man noch mehr daraus machen können.

Wer einen Actionfilm erwartet, wird enttäuscht werden. Vielmehr bekommt man einen klassischen Krimi mit Science-Fiction und Actionelementen. Aber ein Spektakel ist es nicht, sondern der Film konzentriert sich mehr auf seine Story. Leider, leider gibt es da aber auch ein paar Fehler. Vor allem die Motive des Schurken sind nicht sonderlich nachvollziehbar. Ein dicker inhaltlicher Schnitzer passiert am Ende. Wie kann es sein, dass, nachdem die Operators von ihren Surrogates abgekoppelt sind, sich diese noch bewegen? Es ist zwar für den Finaleffekt nötig, aber nicht logisch. Und warum stürzt aus diesem Grunde kein einziges Flugzeug ab?

Ein guter Audiokommentar von dem Regisseur Jonathan Mostow ist direkt am Film angelegt und sehr informativ. Er schildert seine Entscheidungen und wie einzelne Szenen gedreht wurden und hebt auch die Unterschiede zu der Comicvorlage hervor. Der Ton und das Bild sind perfekt, aber die lange Lesedauer der Disk nervt mit der Dauer. Als weiteres Extra gibt es nur noch das Musikvideo „I will not bow“ von Breaking Benjamin, welches aber sehr langweilig daherkommt.

Ein solider Science-Fiction-Krimi, der allerdings manche spannenden Themenbereiche vernachlässigt und sich einige inhaltliche Schnitzer gönnt.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Walt Disney Studios Home Entertainment




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