Super 8 - DVD

DVD Start: 05.01.2012
FSK: ab 12 - Laufzeit: 107 min

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Inhalt

Als sechs Teenager 1979 in einer Kleinstadt in Ohio zu einer Super 8-Kamera greifen, um einen Film zu drehen, ahnen sie nicht, welche schwerwiegenden Folgen ihre Aufnahmen haben werden... Es ist stockfinstere Nacht. An einer abgelegenen Zugstrecke wollen die Freunde gerade ein paar Szenen drehen, als sie Zeuge eines grausamen Vorfalls werden: Ein Pickup rast auf den Gleisen direkt auf einen entgegenkommenden Zug zu und prallt frontal mit ihm zusammen. Die Stille der Nacht wird zerstört durch das ohrenbetäubende Bersten von Metall und der grellen Explosion des Benzintanks, gefolgt von einem rasenden Feuerball, aus dem sich mit roher Gewalt der entgleisende Zug seinen Weg bahnt. Fassungslos starren die Teenager auf die rauchenden Trümmer, als ein unheilvolles, mächtiges Pochen in einem der Waggons ihnen Angstschauer über den Rücken jagt. Was auch immer sich dort den Weg nach draußen bahnen will, hat mit menschlicher Kraft nichts zu tun. Panik bricht aus, und die Super 8-Kamera wird Zeuge eines Vorfalls, den es später so nie gegeben haben wird...

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DVD Details

Medienanzahl: 1
Regionalcode: 2
Vertrieb: Paramount Home Entertainment
Tonformate:
Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Englisch (Dolby Digital 5.1)
Türkisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:
Deutsch, Englisch, Türkisch
Bildformat: 16:9 / 2,40:1 Anamorph Widescreen
Bonusmaterial:
Audiokommentar von J.J. Abrams, Bryan Burk und Larry Fong, Der Traum hinter Super 8, Der Besucher lebt

Video on demand - Super 8

DVD und Blu-ray | Super 8

DVD
Super 8 Super 8
DVD Start:
05.01.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 107 min.

zur DVD Kritik
Blu-ray
Super 8 Super 8
Blu-ray Start:
05.01.2012
FSK: 12 - Laufzeit: 112 min.

DVD Kritik - Super 8

DVD Wertung:
Film: | 9/10
Bild: | 10/10
Ton: | 9/10
Extras: | 8/10
Gesamt: | 9/10


Nostalgie und Moderne
Der Science-Fiction-Kracher „Super 8“ vereint nicht nur zwei der wegweisendsten Science-Fiction-Regisseure, sondern ist auch eine Reise in die Filmgeschichte und derer Einflüsse. J.J. Abrams drehte nicht nur „Super 8“, sondern startete auch den „Star Trek“-Relaunch sowie war maßgeblich an „Alias“, „Cloverfield“, „Fringe“ und „Felicity“ beteiligt. Als Produzent war kein geringerer als Steven Spielberg beteiligt, der schließlich mit „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und „E.T.“ auch dem Science-Fiction-Genre neue Impulse gab und tricktechnische Maßstäbe setzte. Zwei Kenner der Materie taten sich also zusammen, die in ihren Werken immer wieder auf filmhistorische Themen zurückgriffen. Abrams natürlich mit „Star Trek“, aber auch „Cloverfield“ steht in einer langen Tradition der Monsterfilme wie etwa „Godzilla“. Aber vor allem Spielberg hauchte alten Genres neues Leben ein. „Indiana Jones“ war ein Ritt durch die Abenteuerfilme der 1930er Jahre und in fast jedem Film von Spielberg kann man Referenzen und Verweise finden, da er munter mit den diversen Mythen spielt. Aber in einer besonderen Hinsicht ist der Film auch eine nostalgische Reise, denn es geht nicht nur um die Kinder, die ihre Filmbesessenheit insofern ausleben, da sie mit einer Super-8-Kamera einen Zombiefilm drehen. Auch Abrams und Spielberg inszenierten (ebenso wie der Kameramann des Filmes) bereits als Kinder mit einer Super 8 Kamera, bzw. Spielberg mit 8 mm, kleine Filme. Ist der Stoff purster Fünfziger Jahre Stoff, ein von Militärs gefangenes Alien entkommt während eines Transportes und versetzt eine Kleinstadt in Angst und Schrecken, bezieht sich das amateurhafte Drehen eines Zombiefilmes auf George A. Romero, der in den Sechzigern sein „Night of the Living Dead“ mit einer Heimkamera und Freunden drehte. Der Film spielt in den Siebzigern und hat so die Handschrift von Spielbergs Anfängen mit „E.T.“ und „Unheimliche Begegnung“ (vor allem in der Lichtsetzung und in Kleinigkeiten gibt es Anspielungen, etwa wenn eine Romanvorlage auf dem Tisch liegt), die Nutzung der Super-8-Kamera bezieht sich direkt auf Abrams Anfänge. Die Tricktechnik ist aber auf dem allerneusten Stand und kann so perfekt Nostalgie und Moderne verbinden. Viele Zuschauer haben manchmal so ihre Schwierigkeiten, wenn Kinder die Hauptfiguren eines Filmes sind, denn die Lebenswirklichkeit und –Erfahrung bieten kaum noch Identifizierungsmöglichkeiten. Hier ist diese Hemmnis aber nicht vorhanden. Die Kinder sind erwachsener als in anderen vergleichbaren Filmen und sie stehen für ein zentrales Thema des Filmes: Offenheit, Fabulierlust und Neugier. Die Fabulierlust schlägt sich in dem Drehen des Filmes nieder und bezieht sich auf das Filmemachen generell. Die kindliche Neugier macht sie zu den Beobachtern der Geschehnisse. Aber vor allem die Offenheit ist es, welche Schranken überwinden. Nicht nur zwischen Kindern und Erwachsenen, sondern auch zwischen den erwachsenen (in einer Romeo und Julia haften Liebesgeschichte). Vor allem sind es aber die Kinder, welche das Alien in Schach halten. Besonders das Ende erinnert sehr an Filme wie „Der Tag an dem die Erde still stand“, wo die Aliens nicht böse sind, sondern am Unverständnis und der Xenophobie der Menschen leiden müssen. Da kommt durchaus auch die Ironie der Neunziger zur Sprache. Da der Film größtenteils aus der Kinderperspektive erzählt wird, ist es ungemein spannend, da manche Elemente so nur am Rande zu bemerken sind und kein Heldentum entstehen kann. Vor allem aber ist mit Elle Fanning eine wahre Entdeckung zu finden. Die 1998 geborene jüngere Schwester von Dakota Fanning ist ungemein beeindruckend und steht in punkto Talent ihrer Schwester in nichts nach. Schon in „Somewhere“ überzeugte sie und trotz des jungen Alters hat sie schon in 34 Filmen mitgespielt. Aber hier setzt sie wahrlich einige schauspielerische Glanzlichter. Insgesamt dürfte der Film auch Zuschauer ansprechen, die ansonsten nichts mit Science-Fiction anfangen können. Hier ist so gut wie alles stimmig.

Der Ton und das Bild sind hervorragend. Au8ch die Extras sind sehr gelungen mit dem interessanten Audiokommentar. Auch das Special über die Hintergründe ist interessant und das Extra über die Entwicklung des Aliens kann sich auch sehen lassen. Glücklicherweise wird hier zum größten Teil auf das übliche Eigen- und Fremdlob verzichtet.

Eine in sich stimmige Reise durch die (Film-)Vergangenheit im Verbund mit einer exzellenten Tricktechnik, guten Darstellern, Spannung, Humor (der nach Explosionen süchtige Junge) und Dramatik. Ein seltener Fall von einem intelligenten Blockbusterfilm.


by Jons Marek Schiemann
Bilder © Paramount Home Entertainment